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Pressemitteilungen

26/2016: Erneut umfangreiche Landesförderung für Forscher der HSU

Nachdem bereits im letzten Jahr drei Projekte von Wissenschaftlern der Helmut-Schmidt-Universität mit Fördermitteln der Freien und Hansestadt Hamburg unterstützt wurden, werden im kommenden Jahr erneut drei Kooperationsprojekte der HSU mit anderen Hamburger Universitäten in einem Gesamtumfang von rund 850 Tausend Euro gefördert. Das gab Senatorin Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Präses der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, gestern im Rathaus bekannt.

Die Professur für Erwachsenenbildung von Univ.-Prof‘in Dr. Christine Zeuner (Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften) beteiligt sich am Forschungsprojekt „Alltagsmathematik als Teil der Grundbildung Erwachsener“. Sie hat die Federführung im Teilprojekt „Numeralität als soziale Praxis im Wandel der Zeit“. Dort sollen die alltagsmathematischen Kompetenzen und Praktiken der Nachkriegsgeneration untersucht werden, da diese altersbedingt in den aktuellen Studien zu dieser Thematik nicht mehr adäquat berücksichtigt werden. Zunächst sollen anhand historischer Untersuchungen mathematische Praktiken ermittelt werden, die für die Arbeiterschaft in der Vorkriegszeit in Handel und Schifffahrt von Relevanz waren. Zu diesen Praktiken werden dann Angehörige der Nachkriegsgeneration aus Hamburg-Barmbek befragt und diese Interviews im Anschluss ausgewertet. So soll ein Vergleich zwischen den alltagsmathematischen Kompetenzen und Praktiken verschiedener Alterskohorten möglich gemacht werden.

Im zweiten Projekt „Standards „Guter Arbeit“ und ihre Wirkungen auf die Nachhaltigkeit der Erwerbs-und Leistungsfähigkeit“ sind gleich vier Professuren der Helmut-Schmidt-Universität vertreten. Das sind die Professuren für Betriebswirtschaftslehre, insb. Leadership and Labour Relations (Univ.-Prof. Dr. Wenzel Matiaske), Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie (Univ.-Prof. Dr. Jörg Felfe), Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht (Univ.-Prof. Dr. Hans Hanau) und die Professur für Öffentliches Recht, insbes. Öffentliches Wirtschafts- und Umweltrecht (Univ.-Prof‘in Dr. Margarete Schuler Harms).
Mit diesem Projekt soll die Beantragung einer DFG-Forschergruppe zum Thema „Gute Arbeit“ vorbereitet werden. Kernelement ist die Qualität der Arbeitsbedingungen und deren Auswirkung auf die Beschäftigten in modernen Arbeitsumgebungen. Untersucht wird die Veränderung und Genese der Bedingungen „Guter Arbeit“ im modernen Umfeld zum Beispiel an Hand von Arbeitszeit- und Erwerbsmodellen, neuen Möglichkeiten der Wertschöpfung oder der veränderten Zusammensetzung von Belegschaften. Schlussendlich sollen die Standards „Guter Arbeit“ konzeptionell und empirisch neu bestimmt und ihre personalwirtschaftlichen, psychologischen und soziologischen Wirkungen und zugrunde liegenden Einflussfaktoren eruiert werden.

Im dritten geförderten Projekt „Flexibles Lernen und Stress: neurokognitive Mechanismen und klinische Implikationen“ ist die Professur für Allgemeine und Biologische Psychologie von Univ.-Prof. Dr. Thomas Jacobsen (Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften) beteiligt. Zusammen mit der Professur für Allgemeine Psychologie der Medical School Hamburg (Univ.-Prof. Dr. Mike Wendt) obliegt ihm die Projektleitung für das Teilprojekt „Stress und flexibles Lernen: Kontextanpassung selektiver Aufmerksamkeit“. Der Grundansatz der Forschungsarbeit ist es die Auswirkung von Stress auf die Fähigkeit situationsangepasst flexibel zu lernen in verschiedenen Ebenen zu untersuchen. Das an der HSU mitbetreute Teilprojekt beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Stress auf die kognitiven Fähigkeiten des Lernenden. In zwei Studien soll untersucht werden, wie sich die Dynamik optischer Wahrnehmung, die Aufmerksamkeitsverteilung, sowie die Selektivität bei veränderlichen Informationsreizen unter Stress verändert.
Zudem soll durch das Gesamtprojekt eine neue DFG Forschergruppe auf dem Gebiet der Neurowissenschaften vorbereitet werden.

„Obwohl die Helmut-Schmidt-Universität, die als Einrichtung des Bundes nicht zu den staatlichen Hochschulen der Freien und Hansestadt Hamburg zählt, selber nicht antragsberechtigt, ist sie erneut in drei Projekten vertreten“, sagte HSU-Präsident Prof. Dr. Wilfried Seidel. „Ich bin dankbar, dass es diese Hamburger Forschungsförderung gibt und weiß zu schätzen, dass wir an drei von elf geförderten Projekten partizipieren können.“ Er gratulierte den beteiligten Wissenschaftlern der HSU zu dieser Auszeichnung.

Seit 2013 fördert die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Forschungsverbünde, Einzelprojekte, im Aufbau befindliche internationale Kooperationen oder Graduierten- und Nachwuchskollegs. Das Ziel der als Anschubförderung ausgelegten Unterstützung ist es, dem wissenschaftlichen Nachwuchs Promotionen zu aktuellen Thematiken zu ermöglichen, die Grundlagen für Folgeförderungen durch beispielsweise die Deutsche Forschungsgemeinschaft oder die Europäische Union zu legen und so den Forschungsstandort Hamburg zu stärken.

Ansprechpartner
Pressestelle, Dietmar Strey, Tel. 040 6541-2774, E-Mail: pressestelle@hsu-hh.de

 

Bereich Pressestelle | 14.12.2016 10:32

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