Studium

Studium im Hörsaal

Obwohl sich das Studium an einer Universität der Bundeswehr inhaltlich nicht von öffentlichen Hochschulen unterscheidet, gibt es doch einige Besonderheiten.

Studienjahr in Trimester eingeteilt
Ein Trimester dauert 12 Wochen, das Studienjahr besteht aus drei Trimestern, an die sich eine dreimonatige Vorlesungsfreie Zeit anschließt. Weil ein Trimester ca. zwei Wochen kürzer als ein durchschnittliches Semester an einer öffentlichen Hochschule ist, ist die Zahl der Wochenstunden, die ein Studierender der HSU in Lehrveranstaltungen verbringt, leicht erhöht, so dass ein Trimester vom Umfang her einem Semester entspricht.

Master-Abschluss in vier Jahren
Die Regelstudienzeit beträgt für alle Bachelor-Studiengänge sieben Trimester, für alle Master-Studiengänge fünf Trimester. Zusammen entspricht das genau vier Jahren.
Alle Studiengänge sind Intensivstudiengänge, d.h. pro Studienjahr ist der Erwerb von bis zu 75 Leistungspunkten nach ECTS möglich, während an öffentlichen Hochschulen nur bis zu 60 Leistungspunkte pro Jahr die Regel sind.

Materielle Absicherung
Studierende Offizieranwärter und Offiziere sind weder auf einen monatlichen Scheck des Elternhauses angewiesen, noch müssen sie nebenher jobben. Sie bekommen ihr Gehalt (abhängig von Alter, Dienstgrad und Familienstand) auch während der Studienzeit.
Für zivile Studierende gelten besondere Bedingungen. Bei Übernahme der Studiengebühren, z. B. durch ein Unternehmen oder eine Stiftung, können auch zivile Studierende von den besonders guten Bedingungen an der HSU profitieren. Bei Bedarf und freien Kapazitäten ist auch für zivile Studierende das Wohnen auf dem Campus gegen Zahlung einer Wohnpauschale möglich.

Campus-Universität
Studierende brauchen keine Zeit mit der Suche nach einer „Studentenbude“ zu verbringen. Sie leben in komfortablen Wohnheimen direkt auf dem Campus (Holstenhofweg) oder im nahgelegenen Wohnbereich der Universität (Stoltenstraße). Auf einer Wohnebene (so nennen unsere Studierenden den Flur oder die Etage, auf dem bzw. der sie wohnen) leben normalerweise nur Studenten der gleichen Fachrichtung, aber aus unterschiedlichen Jahrgängen, so dass die älteren die jüngeren Studenten unterstützen können.
Bei Bedarf und freien Kapazitäten ist auch für zivile Studierende das Wohnen auf dem Campus gegen Zahlung einer Wohnpauschale möglich.Auf dem Campus befinden sich neben den Einrichtungen für Forschung und Lehre auch die Bibliotheken, die Mensa und die Sportanlagen. Ärzte und Zahnärzte, eine evangelische und eine katholische Gemeinde, selbst einen Friseursalon gibt es hier. Das sorgt für kurze Wege spart viel Zeit, die man für wichtigere Dinge nutzen kann.

Kleingruppenkonzept
Auch das Studium in kleinen Gruppen ist fester Bestandteil des ehrgeizigen Studienkonzepts an einer Universität der Bundeswehr und trägt dazu bei, dass das Studium in der Regelstudienzeit zu schaffen ist. Sieht man von den wenigen Vorlesungen ab, finden die meisten Lehrveranstaltungen (finden in Gruppen mit nicht mehr als 25 Teilnehmenden statt.

Überdurchschnittliche Ausstattung
Damit das Trimestersystem funktioniert und die knappe Regelstudienzeit eingehalten werden kann, ist eine besonders gute personelle und materielle Ausstattung unabdingbar.
Das Betreuungsverhältnis ist hier ungewöhnlich gut: Auf je 25 Studenten kommt ein Professor.

ISA – Interdisziplinäre Studienanteile
Fächerübergreifende Studienanteile gibt es zwar auch an öffentlichen Universitäten. Als „Studium generale“ wird dort das bezeichnet, was die Studenten fakultativ nebenbei studieren können. An der HSU ist das Nebenfachstudium der ISA aber obligatorisch.

 


Studiengänge

Elektrotechnik und Informationstechnik (B. Sc.)

Ein Bachelorstudium der Elektrotechnik und Informationstechnik vermittelt neben den Zu- gangsvoraussetzungen für einen spezialisier- teren Masterstudiengang bereits die grundle- gende Berufsqualifikation eines Ingenieurs der Elektrotechnik und Informationstechnik. Es er- öffnet den Zugang zu einem breiten Spektrum beruflicher Tätigkeiten innerhalb und außerhalb der Bundeswehr.

Mehr Informationen über den Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik (B. Sc.)


Elektrische Energietechnik (M. Sc.)

Der Masterstudiengang Elektrische Energietechnik behandelt die wichtigen Themen der elektrischen Energieerzeugung und -verteilung sowie der leistungselektronischen und elektromechanischen Energieumwandlung. Das Stoffgebiet der Elektrischen Energiesysteme umfasst dabei sowohl die konventionelle Energieerzeugung durch die Verbrennung fossiler Energieträger als auch die regenerative Energiegewinnung durch Windkraft und Photovoltaik.

Mehr informationen über den Studiengang Elektrische Energietechnik (M. Sc.)


Erneuerbare Energien und intelligente Netze (M. Sc.)

Eines der wichtigsten aktuellen und zukünftigen Aufgabenfelder der Technik ist der Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Mit deren Einsatz werden die Brennstoffressourcen geschont, der Umweltschutz verbessert und der Einfluss auf das Klima minimiert. Der Masterstudiengang Erneuerbare Energien und intelligente Netze vermittelt die dazu notwendigen Kompetenzen zur Lösung dieser Aufgaben in den Modulen Hochspannungstechnik, Netzbetrieb und intelligente Netze, Betriebssysteme und Rechnernetze, Messtechnik für intelligente Netze, Leistungselektronik für intelligente Netze, Nichtlineare Regelungen sowie Regenerative Energiesysteme im Netzparallelbetrieb.

Mehr Informationen über den Studiengang Erneuerbare Energien und intelligente Netze (M. Sc.)


Informatik-Ingenieurwesen (M. Sc.)

Information, Informationsgewinn, Informationsübertragung sowie die Fähigkeit zur Verarbeitung riesiger Datenmengen (Big Data) bilden den operativen Faktor „Informationsraum“, der in der Wirtschaft und im militärischen Bereich von entscheidender Bedeutung ist. Das Informatik-Ingenieurwesen ist ein Studiengang aus dem Bereich der Angewandten Informatik. Er umfasst die Ingenieurwissenschaften Maschinenbau und Elektrotechnik als Anwendungsgebiete mit Schwerpunkten in den Bereichen IT-Management und IT-Sicherheit.

Mehr Informationen über den Studiengang Informatik-Ingenieurwesen (M. Sc.)


Informationstechnik (M. Sc.)

Die Informationstechnik bildet die Basis für den Entwurf, die Realisierung und den Betrieb des globalen Internets. Eine wesentliche Aufgabe der Informationstechnik ist die Erfassung und Verarbeitung von Multimedia-Signalen (Sprache, Audio, Video, Sensorsignale) sowie deren Übertragung über Mobilfunknetze, Satellitensysteme oder Computernetzwerke, wie das globale Internet.

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Bildungs- und Erziehungswissenschaft (B. A./M. A.)

Im Bachelor- und Masterstudiengang eignen sich die Studierenden unter Berücksichtigung der Anforderungen in der sich verändernden Berufswelt die erforderlichen bildungs- und erziehungswissenschaftlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so an, dass sie zu wissenschaftlicher Arbeit und fundierter Urteilsfähigkeit, zu kritischer Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und zu verantwortlichem Handeln in Beruf und Gesellschaft fähig sein werden.

Mehr Informationen über den Studiengang Bildungs- und Erziehungswissenschaft (B. A./M. A.)


Geschichtswissenschaft (B. A./M. A.)

Die Geschichte ist nach Inhalt und Umfang das Kernelement des Studiengangs. Es wird grundlegendes Wissen über historische Epochen und Gegenstände sowie über Methoden und Theorien der Geschichtswissenschaft vermittelt. Die Studierenden werden zudem sowohl auf eine weiterführende Qualifikation im Hochschulbereich (Masterstudiengang) vorbereitet als auch berufsbezogen qualifiziert, das heißt berufsfeldübergreifend auf unterschiedliche berufliche Tätigkeitsfelder vorbereitet. In der Verbindung  mit den umfassenden Grundlagen des Bachelor Studiums und der Vertiefung mit einem zu wählenden Schwerpunkt in einer Epoche bzw. zu einem Gegenstand eröffnet der Masterstudiengang den Studierenden die Fortentwicklung individueller Interessen und Studienschwerpunkte und eine besondere Profilbildung. Im Vergleich zum Bachelorstudiengang wird dieses individuelle Profil der Studierenden noch geschärft.

Mehr Informationen über den Studiengang Geschichtswissenschaft (B. A./M. A.)


Psychologie (B. Sc./M. Sc.)

Die Psychologie als empirische Wissenschaft erforscht menschliches Erleben und Verhalten, mit dem Ziel, dieses systematisch und umfassend zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen. Studierende der Psychologie an der Helmut- Schmidt-Universität (HSU) durchlaufen einen modular aufgebauten Bachelor-Studiengang so- wie einen darauf aufbauenden konsekutiven Masterstudiengang.

Mehr Informationen über den Studiengang Psychologie (B. Sc./M. Sc.)

Maschinenbau (B. Sc.)

Der Begriff Maschinenbau umfasst seit Beginn der Industrialisierung vielfältige Branchen. Als Oberbegriff beinhaltet er Konstruktion, Fertigung und Betrieb von technischen Produkten als Maschinen und deren Komponenten sowie Anlagen zur Verarbeitung von Energien, Stoffen und Signalen (Informationen). Maschinenbauingenieure entwickeln, berechnen und experimentieren, konstruieren, planen, steuern und überwachen Produktions- und Betriebsabläufe.

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Engineering Science: Defence Systems (B. Sc.)

Engineering Science mit Schwerpunkt Defence Systems (DSYS) verbindet wesentliche Grundlagen der beiden Ingenieurwissenschaften Maschinenbau und Elektro- und Informationstechnik mit denen moderner militärischer wie ziviler Sicherheits- und Verteidigungssysteme. Den Herausforderungen unserer Zeit folgend befähigt DSYS die Absolventinnen und Absolventen des englischsprachigen Studienganges, technische Lösungsansätze im globalen Kontext für die Bundeswehr sowie für Streitkräfte der Bündnispartner, für Politik, Wirtschaft, Hilfsorganisationen und NGOs zu entwickeln.

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Energie- und Umwelttechnik (M. Sc.)

Der Masterstudiengang Energie- und Umwelttechnik ist grundlagenorientiert. Vertiefende Grundlagen werden in Mathematik, Thermodynamik, Strömungsmechanik, Wärme- und Stoffübertragung sowie in Methoden der Regelungstechnik vermittelt. Als weiteres verpflichtendes masterspezifisches Fach neben der Wärme- und Stoffübertragung wurde Energie und Abfalltechnik in das Curriculum integriert. Je nach Wahl der Studienfächer erlaubt dieses Masterstudium, dass die Studierenden sich in einen der beiden Schwerpunkte Energietechnik bzw. Umwelttechnik vertiefen können.

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Fahrzeugtechnik (M. Sc.)

Nach dem Bachelorstudium wählt der Absolvent einen Masterstudiengang aus dem Bereich Maschinenbau aus. Es handelt sich dabei um weiterführende  Vorlesungen in Mathematik, Numerik, Mechanik, Strömungsmechanik, Thermodynamik, Maschinendynamik und Regelungstechnik. In der Fachspezialisierung erfahren die Studierenden Grundlagen aus der Fahrzeugtechnik. Als zusätzliche Vertiefung kann der Studiengang „Schiffsmaschinenbau“ gewählt werden, der in Kooperation mit der TU Hamburg-Harburg durchgeführt wird.

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Mechatronik (M. Sc.)

Die Angewandte Mechanik und die Automatisierungstechnik als Grundsteine der Mechatronik bieten sich als Schwerpunkte des Studiums an. Der Schwerpunkt Wehrtechnik ist als angewandte Mechatronik zu verstehen. Moderne, hochdynamische Waffensysteme, intelligente Munition und autonome, unbemannte Aufklärer sind ohne Mechatronik undenkbar. Mit diesem Studienschwerpunkt wird die aktuelle Berufswahl der Mehrzahl der Studierenden und ein häufig anzutreffender Interessenbereich berücksichtigt.

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Politikwissenschaft (B. A.)

Das Studium der Politikwissenschaft an der HSU vermittelt systematische Kenntnisse über die normativen Grundlagen des politischen Denkens sowie die empirischen Strukturen, Prozesse und Inhalte öffentlichen Handelns auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Bereichen. Im Rahmen des Bachelorstudiums sollen die Studierenden die grundlegende Fähigkeit erlangen, den politischen Kern innergesellschaftlicher und internationaler Prozesse, Probleme und Konflikte zu erkennen und – sowohl theoriegeleitet als auch methodisch fundiert – zu analysieren.

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Betriebswirtschaftslehre (B. Sc./M. Sc.)

Das Studienfach Betriebswirtschaftslehre soll den Studierenden breit gefächerte fachliche Fähigkeiten und Kenntnisse der Betriebswirtschaftslehre vermitteln und punktuelle Vertiefungsmöglichkeiten bieten. Dazu werden aufbauend auf einer fundierten theoretischen Basis der betriebswirtschaftlichen Teildisziplinen, der Volkswirtschaftslehre und relevanter juristischer Fachgebiete Umsetzungskompetenzen vermittelt.

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Volkswirtschaftslehre (B. Sc./M. Sc.)

Das Studienfach Volkswirtschaftslehre soll den Studierenden breit gefächerte fachliche Fähigkeiten und Kenntnisse der Volkswirtschaftslehre vermitteln und punktuelle Vertiefungsmöglichkeiten bieten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf methodischen Fähigkeiten. Entsprechend sollen sowohl die Fachkompetenz wie auch die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden durch das Studium gefördert werden. Die Gestaltung und der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Ausbildung decken sich weitgehend mit den Anforderungen an eine generalistische Führungspersönlichkeit. Dies ist wichtig sowohl für den Beruf des Offiziers, aber auch für Führungspersonal in Wirtschaft, Verwaltung, Verbänden und Gesellschaft. Der Studiengang Volkswirtschaftslehre schult für allgemeine entscheidungsorientierte Fach- und Führungsaufgaben, wobei er sich in der thematischen Ausrichtung an volkswirtschaftlichen Problemen orientiert.

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Wirtschaftsingenieurwesen (B. Sc./M. Sc.)

Mit dem Studienfach Wirtschaftsingenieurwesen sollen den Studierenden breit gefächerte, fachliche Fähigkeiten und Kenntnisse aus der Betriebswirtschaftslehre, der Volkswirtschaftslehre, dem Maschinenbau und der Elektrotechnik vermittelt werden. Eine besondere Aufmerksamkeit wird auf die interdisziplinäre Sicht zwischen den beteiligten Fachrichtungen gelegt. Die Studierenden sollen besondere Fähigkeiten entwickeln, die zu qualifiziertem und verantwortungsvollem Handeln in der Berufspraxis notwendig sind und es ermöglichen, wirtschaftliche und technische Zusammenhänge zu erfassen, mit wissenschaftlichen Methoden zu analysieren und aktiv zu steuern.

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Internationale Beziehungen (M. A.)

Der Masterstudiengang Internationale Beziehungen beschäftigt sich mit den komplexen Beziehungen der Akteure in der internationalen Politik sowie der transnationalen Politik zwischen den Gesellschaften verschiedener Staaten. Der Masterstudiengang vermittelt insbesondere vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Weltordnungspolitik, internationale Organisationen, Regionen im internationalen System sowie Europa in der Welt.

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Vergleichende Demokratieforschung (M. A.)

Der Masterstudiengang Vergleichende Demokratieforschung befasst sich mit unterschiedlichen theoretischen wie empirischen Aspekten demokratischer Systeme. Demokratie ist nicht gleich Demokratie. Die Ausgestaltung der „Volksherrschaft“ variiert erheblich: Demokratien können parlamentarisch oder präsidentiell, mehrheits- oder konsensorientiert verfasst sein. Die Vergleichende Demokratieforschung untersucht, wie demokratisch organisierte Gemeinwesen aufgebaut sind, funktionieren und sich entwickeln. Sie gibt Theorien und Methoden an die Hand, mit denen Demokratien empirisch erforscht und normativ bewertet werden können.

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