Cross Cluster Space Hamburg: Projektabschluss und Übergabe an die Community

HSU

2. April 2026

Hamburg. Mit dem Abschluss des Projekts „Cross Cluster Space Hamburg“ endet eine fast zehnjährige Phase des strukturierten, clusterübergreifenden Austauschs in der Metropolregion Hamburg. Seit Ende 2016 – zunächst unter dem Namen „Co‑Learning Space für Hamburger Cluster“ – wurde an der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) ein Rahmen geschaffen, in dem Hamburger Clusterorganisationen und Netzwerkinitiativen systematisch zusammenarbeiten konnten. Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation (BWAI) der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert und an der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisationstheorie, durch Prof. Dr. Stephan Duschek koordiniert und von Sebastian Alrutz geleitet.

Eine Gruppe von Menschen blickt in die Kamera.
Abschlussveranstaltung CCS: Projekt endet nach zehn erfolgreichen Jahren.

Zusammenarbeit, Austausch und gemeinsame Lernprozesse

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Stärkung der Zusammenarbeit auf Ebene des Clustermanagements. Ziel war es, gemeinsame Lern- und Entwicklungsprozesse zu ermöglichen und Synergien zwischen bislang getrennt agierenden Branchen zu erschließen. Der thematische Fokus lag dabei bewusst auf Querschnitts- und Zukunftsthemen wie Wasserstoff, Drohnen, Resilienz oder gesellschaftliche Einbindung, die mehrere Cluster gleichermaßen betreffen.

Über alle drei Projektphasen hinweg entwickelte sich der Cross Cluster Space zu einem kontinuierlichen Arbeits und Begegnungszusammenhang. Insgesamt fanden 382 Veranstaltungen statt, an denen rund 3.420 Personen sowie neun Clusterorganisationen und zwei Netzwerkinitiativen teilnahmen. Die Gesamtfördersumme über alle Zeiträume belief sich auf 3.594.022 Euro.

Die Formate reichten von Qualifizierungsseminaren über Peer Groups und Arbeitsgruppen zu Themen wie Veranstaltungen, Projekte, Kommunikation, Finanzen, Personal und Internationalisierung bis hin zu Informationsveranstaltungen, in denen Cluster eigene Projekte und Best Practice Beispiele vorstellten und sich mit weiteren Innovationsakteuren aus Hamburg vernetzten. Ergänzt wurden diese Angebote durch Kreativworkshops – etwa zur Resilienz des Wirtschaftsstandorts Hamburg -, Austauschformate auf Geschäftsführungsebene sowie niedrigschwellige Vernetzungsangebote wie After Work Treffen oder Cross Cluster Lunches.

Ein sichtbares Ergebnis der gewachsenen Kooperations- und Kommunikationsstrukturen sind die Clusterbrückenprojekte „KLIMAready“ und „TALENTready“. Sie verdeutlichen die inzwischen selbstverständliche, eigenverantwortliche Zusammenarbeit zwischen den Hamburger Clustern und zeigen, wie aus kontinuierlichem Austausch tragfähige Kooperationen über Branchengrenzen hinweg entstanden sind.

Abschluss, Fortführung und nachhaltige Wirkung

Nach zwei erfolgreichen Förderphasen (2016-2020 und 2020-2023) startete der Cross Cluster Space Hamburg im April 2023 in eine dritte Förderperiode mit einer Laufzeit bis März 2026. Für diese Phase stellten EFRE und BWAI gemeinsam Fördermittel in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro bereit. Der Schwerpunkt lag auf der weiteren Erschließung innovativer Zukunftsfelder, der Bearbeitung gesellschaftlicher Herausforderungen sowie auf der Professionalisierung des Wissens und Technologietransfers am Wirtschaftsstandort Hamburg.

Der Projektabschluss wurde im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren begangen. Zugleich markierte dieser Termin den Übergang in eine neue Phase: Ab April 2026 wird der Cross Cluster Space als Clusterbrückenprojekt fortgeführt und weiterhin durch EFRE und die BWAI gefördert. Vorgesehen ist der Aufbau einer Cross Cluster Geschäftsstelle bei der Logistik Initiative Hamburg, die die clusterübergreifende Zusammenarbeit künftig koordiniert und gemeinsam mit den Hamburger Clustern und Netzwerken weiterentwickelt.

Der Cross Cluster Space Hamburg zeigt damit exemplarisch, wie durch langfristig angelegte, wissenschaftlich begleitete Formate belastbare Kooperations- und Kommunikationsstrukturen entstehen können, die über die Laufzeit eines Förderprojekts hinaus Bestand haben. Der Übergang in die eigenverantwortliche Weiterführung durch die Community unterstreicht die Tragfähigkeit des Ansatzes und die Bedeutung clusterübergreifender Zusammenarbeit für den Wirtschaftsstandort Hamburg.