Technologie für Friedensmissionen

Dr.-Ing. Mirco Alpen, Laborleiter der Professur für Regelungstechnik (Fakultät für Elektrotechnik), und Dr.-Ing. Arash Ramezani, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Mess- und Informationsstechnik (Fakultät für Maschinenbau), waren für die Universität als Aussteller beim 4. „Partnership for Technology in Peacekeeping“ Symposium der Vereinten Nationen. Ausrichter war in diesem Jahr das Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.

Blonde Dame im roten Blazer schüttelt einem Mann im Dunklen Anzug die Hand. (Foto: Mirco Alpen)
Die Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Ursula von der Leyen, begrüßt Dr.-Ing. Arash Ramezani. (Foto: Mirco Alpen)

Für Alpen und Ramezani bot sich während des Technology Fairs vom 15. bis 17. Mai 2018 am Rande des Symposiums die Gelegenheit, innovative Forschung und Entwicklung mit Blick auf die mögliche Nutzung in Friedensmissionen der Vereinten Nationen vorzustellen.

Gezeigt wurden unter anderem moderne Schutzsysteme in Friedensmissionen und die dazugehörigen neuartigen Materialien, rechnergestützte Entwicklungsverfahren in der Ballistik, Fahrzeugsicherheit und optimierte Schutzstrukturen, Drohnenabwehr und eine Konzeptstudie zum Thema teleoperiertes Fahren im Konvoi (elektronische Deichsel/Platooning).

„Im Schwerpunkt unserer Ausstellung lagen die gewichtsreduzierten Panzerstrukturen auf Basis von Faserverbundstoffen und damit einhergehend die Fortschritte in der Entwicklung von Gefechtshelmen“, erläutert Ramezani.

Gezeigt wurden auch beschossene Verbundsicherheitsglasscheiben in verschiedenen Entwicklungsstufen. Zur Vorhersage der Versagensmechanismen wurden eigens dafür neue Simulationsmethoden aufgestellt und in der Vorentwicklung genutzt. Die Ergebnisse wurden am Stand präsentiert und mit den 200 Fachleuten aus 100 Ländern diskutiert.

Ein weiteres großes Thema waren neuentwickelte Drohnenabwehrsysteme. Hierzu wurde unter anderem ein Konzept der Professur für Elektrische Messtechnik vorgestellt, das unerwünschte Drohnen selbständig und gefahrlos mit Hilfe von Faden- und Netzstrukturen ergreift und diese ebenso gefahrlos abtransportiert und an einem sicheren Ort absetzt.

Das dritte vorgestellte Forschungsthema war teleoperiertes Fahren im Konvoi. Die Umsetzung teilbemannter oder unbemannter Konvois in humanitären oder militärischen Einsätzen ist sowohl bei der Bundeswehr als auch bei den Vereinten Nationen ein aktuell diskutiertes Thema. An der Universität der Bundeswehr Hamburg wird im Forschungscluster Sicherheit und Logistik auf diesem Gebiet geforscht.