Brüssel. Der erste IPC Field Trip vom 04. bis 06. Mai 2026 des weiterbildenden Masterstudiengangs International Procurement Cooperation (IPC) an der HSU/UniBw H führte Studierende nach Brüssel. Vor Ort trafen sie internationale Experten und Expertinnen aus Forschung, Militär, Politik und Industrie und erhielten Einblicke in aktuelle Herausforderungen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie der internationalen Beschaffung.

Tag 1: Strategische Perspektiven europäischer Verteidigung
Der erste Tag stand im Zeichen der strategischen Rahmenbedingungen europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik und begann mit Grußworten aus Politik, Verwaltung und Militär, unter anderem durch Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann, im Hanse-Office, der Vertretung Hamburgs und Schleswig-Holsteins bei der Europäischen Union.
Im Mittelpunkt standen zentrale Instrumente wie die europäische Verteidigungsindustriepolitik, die Europäische Globale Strategie und der Strategische Kompass. Deutlich wurde dabei die Herausforderung, politische Zielsetzungen in konkrete Maßnahmen zu überführen.
Beiträge aus Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und der European Defence Agency (EDA) ordneten aktuelle Entwicklungen ein und verwiesen zugleich auf eine wachsende Kooperationsbereitschaft innerhalb Europas.
Der Tag endete mit einem informellen Austausch im Royal Military Museum/War Heritage Institute, bei dem Frau Prof. Dr. Christina Schaefer, Vizepräsidentin für Internationales an der HSU/UniBw H, ein Grußwort sprach.
Tag 2: Umsetzung und europäische Kooperation
Am zweiten Tag lag der Fokus auf der praktischen Umsetzung europäischer Verteidigungsinitiativen. Vertreter und Vertreterinnen internationaler Organisationen wie der NATO Support and Procurement Agency (NSPA), Organisation for Joint Armament Cooperation (OCCAR) und der European Defence Agency (EDA) gaben Einblicke in Programme und Kooperationsmodelle.
Im Zentrum standen:
- gemeinsame Beschaffungsprozesse
- die Rolle beteiligter Akteure
- Finanzierungs- und Innovationsfragen
Diskutiert wurde, wie Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten konkret organisiert wird und welchen Beitrag die EU zum Aufbau strategischer Fähigkeiten leistet.
Tag 3: Operative Einblicke und Best Practices
Der dritte Tag widmete sich operativen Perspektiven und nationalen Sichtweisen. Vertreter aus den Staaten, aus denen die aktuellen IPC-Studierenden kommen (Deutschland, Österreich, Niederlande, Schweden, Belgien, Bulgarien), ordneten aktuelle Entwicklungen aus ihren jeweiligen Kontexten ein.
Eine abschließende Podiumsdiskussion zum Thema „International Procurement Cooperation – Best Practices“ bündelte Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen, darunter Luft, Land, See, Raumfahrt und Cyber. Im Fokus stand, welche Faktoren internationale Beschaffungsprojekte erfolgreich machen.
Austausch und Einordnung
Der IPC Field Trip verdeutlichte die Bedeutung internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung von Sicherheits- und Beschaffungsstrukturen in Europa. Neben fachlichen Impulsen stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt.
Die Teilnehmenden erweiterten ihr Wissen, gewannen praktische Einblicke und knüpften internationale Kontakte.
Interesse am Masterstudiengang IPC?
Der weiterbildende Masterstudiengang International Procurement Cooperation (IPC) richtet sich an Fach- und Führungskräfte im Bereich Beschaffung und Sicherheit. Bei Interesse bewerben Sie sich gerne für die dritte IPC-Generation, die ihr Studium zum 1. November 2026 aufnehmen wird!
Bewerbungsschluss: 30. Juni 2026