InnoHubAzubi gestartet: Innovationskompetenz frühzeitig stärken

HSU

24. März 2026

Wie entsteht Innovationskompetenz bereits in der Ausbildung – und nicht erst später im Berufsalltag? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt InnoHubAzubi, das die Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) gemeinsam mit Partnern aus Schule, Wissenschaft und Praxis umsetzt.

Fünf Personen stehen in einem Seminarraum der einer Schule vor einer Präsentationsfolie zu einem Innovations‑ oder Qualifizierungsprojekt.
Projektstart von InnoHubAzubi an der BBS1 Delmenhorst: Christine Kreuzer, Nataly Stimpel, Melina Wesp sowie die Lehrkräfte Björn Mokwinski und Saskia Witte begleiten den Auftakt des Innovationsprojekts im schulischen Lernkontext.

Der InnoHubAzubi ist ein Verbundprojekt der HSU/UniBw H, der Universität Paderborn sowie der Innovationsberatung HYVE. Ziel ist es, kaufmännische Auszubildende frühzeitig und systematisch in Innovationsprozesse einzubinden. Ausgangspunkt sind reale Problemstellungen aus dem beruflichen Alltag der Lernenden, die im Projekt gemeinsam analysiert und weiterentwickelt werden.

Projektstart an der BBS1 Delmenhorst

Letzte Woche ist der InnoHubAzubi mit den ersten Klassen an der BBS1 Delmenhorst gestartet. Die Schülerinnen und Schüler der Einzelhandels- sowie der Industrieklasse arbeiten bis zum Pitchday am 18. Juni an Fragestellungen aus ihrem jeweiligen beruflichen Umfeld. Dabei durchlaufen sie den gesamten Innovationsprozess – von der Problemklärung über die Entwicklung erster Prototypen bis hin zur Präsentation ihrer Lösungsansätze.

Wissenschaftliche Begleitung und Praxisperspektiven

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch Prof. Dr. Tobias Schlömer, Dr. Christine Kreuzer und Melina Wesp vom Lehrstuhl für Berufs und Wirtschaftspädagogik der HSU/UniBw H sowie Prof.in Dr.in Karina Kiepe, Dr. Melanie Wilde und @Nataly Stimpel von der Universität Paderborn. In der Konzeption und Umsetzung unterstützen die Coaches von HYVE Julius Piwowar, Tatiana Henao und Mona Hickl, indem sie die Innovationsbedarfe mit den Auszubildenden und einer Crowd gezielt weiterdenken und hinterfragen. 🤝

Der InnoHub Azubi ist im bundesweiten Programm InnoVET PLUS verankert, das neue Ansätze in der beruflichen Bildung fördert und vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) begleitet wird.

Zusammenarbeit mit der Schule als zentrale Voraussetzung

Dass ein Projekt wie der InnoHub Azubi im Schulalltag umgesetzt werden kann, ist keine Selbstverständlichkeit. Ein besonderer Dank gilt daher der BBS1 Delmenhorst – insbesondere Hendrik Nordmann als Direktor sowie Björn Mokwinski und Saskia Witte, die das Projekt als Lehrkräfte fachlich begleiten und organisatorisch im Schulalltag verankern.

Lernen an realen Herausforderungen

Der InnoHubAzubi zeigt exemplarisch, wie Innovationskompetenz bereits in der Ausbildung gestärkt werden kann: praxisnah, kollaborativ und im engen Zusammenspiel von Universität, Schule und Praxis. Für die HSU/UniBw H ist das Projekt zugleich ein Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Expertise in der Berufs‑ und Wirtschaftspädagogik wirksam in die Gestaltung zukunftsfähiger Bildungsformate eingebracht werden kann.