Der Tag der Forschung 2026 der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg stand in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „Internationalisierung“. Er machte sichtbar, wie stark internationale Perspektiven, Kooperationen und Austausch das Forschungsprofil der HSU/UniBw H prägen. Als jährlicher Fixpunkt bot er Raum für Einblicke in laufende Projekte und vor allem für den fakultätsübergreifenden Dialog – zwischen Forschenden, Studierenden und Alumni.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Vizepräsidenten für Forschung, Univ.-Prof. Dr. Thomas Klassen, sowie die Vizepräsidentin für Internationales, Univ.-Prof. Dr. Christina Schaefer. In der Begrüßung dankten beide den Organisatorinnen und Organisatoren und stellten den Tag der Forschung als Gelegenheit heraus, die aktive Forschung an der Universität in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen.
Zugleich wurde deutlich, dass Internationalisierung für die HSU/UniBw H mehr ist als ein Begleitmotiv: Internationale Perspektiven, Kooperationen und Vernetzung prägen Forschung und Lehre und eröffnen neue Zugänge zu globalen Fragestellungen. Der Tag der Forschung solle dabei ausdrücklich Raum für Austausch schaffen und dazu einladen, laufende Projekte kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Rückkehr an die Universität: Promotionsjubiläen als Teil des Forschungstags
Ein fester Bestandteil des Tags der Forschung ist die Ehrung von Alumni und Alumnae, die ihre Promotion vor vielen Jahren an der HSU/UniBw H abgeschlossen haben. Diese Promotionsjubiläen verdeutlichen, dass wissenschaftliche Arbeit hier weit über einzelne Projekte hinauswirkt – oft über Jahrzehnte hinweg und über nationale wie institutionelle Grenzen hinaus.
In diesem Jahr wurden Alumni für 20-, 25-, 30-jährige und länger zurückliegende Promotionen geehrt. Unter den Ausgezeichneten waren Dr.–Ing. Wolfgang Felber (2006), Dr. Roger Fandom Noubiap (2000), Dr. Michael Stoermer (1995), Prof. Dr. rer. pol. Arnold Wolf (1990), Prof. Dr.–Ing. Heyno Garbe (1986) und Prof. Dr. Wilhelm Bornhalm (1984). Ihre Wege zeigen, wie unterschiedlich sich wissenschaftliche Karrieren entwickeln und wie beständig die Verbindung zur HSU/UniBw H bleiben kann, auch lange nach der Promotion.


Dr. Michael Stoermer, Dr. Roger Fandom Noubiap,
Univ.-Prof. Dr. Christina Schaefer
Forschung im Dialog: 48 Projekte auf dem Roten Platz
Im Zentrum des Tages stand die aktuelle Forschung an der HSU/UniBw H. Auf dem Roten Platz präsentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fakultäten 48 Projekte. Viele Beiträge beleuchteten internationale Fragestellungen, arbeiteten mit Partnern im Ausland oder nutzten Methoden, die weltweit eingesetzt werden.
Die Besucherinnen und Besucher erhielten dabei keine abstrakten Überblicksdarstellungen, sondern konkrete Einblicke in Fragestellungen, die Wissenschaft greifbar machten und Diskussionen anregten.



Podiumsdiskussion: Internationalisierung in Forschung und Lehre
Das Leitmotiv der Internationalisierung wurde auch in einer Podiumsdiskussion aufgegriffen. Unter der Moderation von Prof. Dr. Thomas Klassen und Prof. Dr. Christina Schaefer diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fakultäten über Rahmenbedingungen, Möglichkeiten und Grenzen internationaler Zusammenarbeit in Forschung und Lehre.
Auf dem Podium vertreten waren die Data‑Engineering‑Expertin Univ.-Prof. Dr. Maria Maleshkova, der Materialwissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Dirk Kramer (Computational Material Design), Univ.-Prof. Dr. Sigrid Hartong, Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Transformation von Governance in Bildung und Gesellschaft sowie der Wirtschaftswissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Marcel Heimstädt mit Schwerpunkt Digital Governance & Service Design.

In der Diskussion wurde deutlich, dass internationale Kooperationen für die Forschung der Beteiligten eine zentrale Rolle spielen und in vielen Fachbereichen inzwischen selbstverständlich sind. Gleichzeitig wurden auch die veränderten Rahmenbedingungen angesprochen, unter denen internationale Zusammenarbeit heute stattfindet. Dazu zählen unter anderem neue Anforderungen in der Betreuung internationaler Studierender und Promovierender, organisatorische Abstimmungsprozesse mit Partnerinstitutionen sowie veränderte Bedingungen in der Forschungsförderung.
Thematisiert wurde zudem, dass internationale Zusammenarbeit zunehmend von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst wird. In einzelnen Fällen gestalte sich die Kooperation mit bestimmten Ländern schwieriger als in der Vergangenheit, zugleich werde von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mitunter eine stärkere Positionierung erwartet.
Einigkeit bestand darin, dass internationaler Austausch für Studierende und Promovierende weiterhin von großer Bedeutung ist – nicht nur im Hinblick auf fachliche Qualifikation, sondern auch für die persönliche Entwicklung und den Blick über den eigenen fachlichen und nationalen Kontext hinaus.
Der Tag der Forschung 2026 machte deutlich: Wissenschaft an der HSU/UniBw H lebt vom Austausch – über Disziplinen, Generationen und nationale Grenzen hinweg.