Forschung verbindet: Tag der Forschung 2026 an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

HSU

13. März 2026

Der Tag der Forschung 2026 der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg stand in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „Internationalisierung“.  Er machte sichtbar, wie stark internationale Perspektiven, Kooperationen und Austausch das Forschungsprofil der HSU/UniBw H prägen. Als jährlicher Fixpunkt bot er Raum für Einblicke in laufende Projekte und vor allem für den fakultätsübergreifenden Dialog – zwischen Forschenden, Studierenden und Alumni.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Vizepräsidenten für Forschung, Univ.-Prof.Dr. Thomas Klassen, sowie die Vizepräsidentin für Internationales, Univ.-Prof. Dr. Christina Schaefer. In der Begrüßung dankten beide den Organisatorinnen und Organisatoren und stellten den Tag der Forschung als Gelegenheit heraus, die aktive Forschung an der Universität in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen.

Zugleich wurde deutlich, dass Internationalisierung für die HSU/UniBw H mehr ist als ein Begleitmotiv: Internationale Perspektiven, Kooperationen und Vernetzung prägen Forschung und Lehre und eröffnen neue Zugänge zu globalen Fragestellungen. Der Tag der Forschung solle dabei ausdrücklich Raum für Austausch schaffen und dazu einladen, laufende Projekte kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Publikum steht im Rund um eine zentrale Veranstaltungsfläche in einem großen, offenen Lichthof.

Rückkehr an die Universität: Promotionsjubiläen als Teil des Forschungstags

Ein fester Bestandteil des Tags der Forschung ist die Ehrung von Alumni und Alumnae, die ihre Promotion vor vielen Jahren an der HSU/UniBw H abgeschlossen haben. Diese Promotionsjubiläen verdeutlichen, dass wissenschaftliche Arbeit hier weit über einzelne Projekte hinauswirkt – oft über Jahrzehnte hinweg und über nationale wie institutionelle Grenzen hinaus.

In diesem Jahr wurden Alumni für 20-, 25-, 30-jährige und länger zurückliegende Promotionen geehrt. Unter den Ausgezeichneten waren Dr.Ing. Wolfgang Felber (2006), Dr. Roger Fandom Noubiap (2000), Dr. Michael Stoermer (1995), Prof.Dr.rer.pol. Arnold Wolf (1990), Prof.Dr.Ing. Heyno Garbe (1986) und Prof.Dr. Wilhelm Bornhalm (1984). Ihre Wege zeigen, wie unterschiedlich sich wissenschaftliche Karrieren entwickeln und wie beständig die Verbindung zur HSU/UniBw H bleiben kann, auch lange nach der Promotion.

Alumni der HSU/UniBw H stehen mit Vizepräsidentin Univ.-Prof. Dr. Christina Schaefer und Vizepräsident Univ.-Prof. Dr. Thomas Klassen vor der Helmut-Schmidt-Statue der Universität.
v. l. n. r.: Univ.-Prof. Dr. Christina Schaefer, Prof. Dr. Wilhelm Bornhalm, Prof. Dr. rer. pol. Arnold Wolf, Dr.  Jens Urny
Alumni der HSU/UniBw H stehen mit Vizepräsidentin Univ.-Prof. Dr. Christina Schaefer und Vizepräsident Univ.-Prof. Dr. Thomas Klassen vor der Helmut-Schmidt-Statue der Universität.
v. l. n. r.: Univ.-Prof.Dr. Thomas Klassen, Dr.Ing. Wolfgang Felber,
Dr. Michael Stoermer, Dr. Roger Fandom Noubiap,
Univ.-Prof. Dr. Christina Schaefer

Forschung im Dialog: 48 Projekte auf dem Roten Platz

Im Zentrum des Tages stand die aktuelle Forschung an der HSU/UniBw H. Auf dem Roten Platz präsentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fakultäten 48 Projekte. Viele Beiträge beleuchteten internationale Fragestellungen, arbeiteten mit Partnern im Ausland oder nutzten Methoden, die weltweit eingesetzt werden.

Die Besucherinnen und Besucher erhielten dabei keine abstrakten Überblicksdarstellungen, sondern konkrete Einblicke in Fragestellungen, die Wissenschaft greifbar machten und Diskussionen anregten.

Mehrere Personen diskutieren an Stehtischen vor wissenschaftlichen Postern.
Eine Frau erklärt ein wissenschaftliches Poster vor einer kleinen Gruppe in einem offenen Foyer.
Belebte Posterpräsentation mit mehreren Gesprächsgruppen in einem großen Foyer.

Podiumsdiskussion: Internationalisierung in Forschung und Lehre

Das Leitmotiv der Internationalisierung wurde auch in einer Podiumsdiskussion aufgegriffen. Unter der Moderation von Prof.Dr. Thomas Klassen und Prof.Dr. Christina Schaefer diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fakultäten über Rahmenbedingungen, Möglichkeiten und Grenzen internationaler Zusammenarbeit in Forschung und Lehre.

Auf dem Podium vertreten waren die Data‑Engineering‑Expertin Univ.-Prof. Dr. Maria Maleshkova, der Materialwissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Dirk Kramer (Computational Material Design), Univ.-Prof. Dr. Sigrid Hartong, Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Transformation von Governance in Bildung und Gesellschaft sowie der Wirtschaftswissenschaftler Univ.-Prof.Dr. Marcel Heimstädt mit Schwerpunkt Digital Governance & Service Design.

Podiumsdiskussion mit mehreren Teilnehmenden an Stehtischen auf einer Bühne.
v. l. n. r.: Univ.-Prof.Dr. Thomas Klassen, Univ.-Prof. Dr. Dirk Kramer, Univ.-Prof. Dr. Maria Maleshkova, Univ.-Prof. Dr. Christina Schaefer, Univ.-Prof.Dr. Marcel Heimstädt, Univ.-Prof. Dr. Sigrid Hartong

In der Diskussion wurde deutlich, dass internationale Kooperationen für die Forschung der Beteiligten eine zentrale Rolle spielen und in vielen Fachbereichen inzwischen selbstverständlich sind. Gleichzeitig wurden auch die veränderten Rahmenbedingungen angesprochen, unter denen internationale Zusammenarbeit heute stattfindet. Dazu zählen unter anderem neue Anforderungen in der Betreuung internationaler Studierender und Promovierender, organisatorische Abstimmungsprozesse mit Partnerinstitutionen sowie veränderte Bedingungen in der Forschungsförderung.

Thematisiert wurde zudem, dass internationale Zusammenarbeit zunehmend von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst wird. In einzelnen Fällen gestalte sich die Kooperation mit bestimmten Ländern schwieriger als in der Vergangenheit, zugleich werde von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mitunter eine stärkere Positionierung erwartet.

Einigkeit bestand darin, dass internationaler Austausch für Studierende und Promovierende weiterhin von großer Bedeutung ist – nicht nur im Hinblick auf fachliche Qualifikation, sondern auch für die persönliche Entwicklung und den Blick über den eigenen fachlichen und nationalen Kontext hinaus.

Der Tag der Forschung 2026 machte deutlich: Wissenschaft an der HSU/UniBw H lebt vom Austausch – über Disziplinen, Generationen und nationale Grenzen hinweg.