Von Sprachverarbeitung bis Medizintechnik: KI im Gesundheitswesen beim 3. KI-Forum der HSU/UniBw H

HSU

6. Juli 2026

Hamburg. Am 02. Juli 2026 versammelten sich KI-Interessierte aus Wissenschaft und Industrie in der Speicherstadt zum 3. KI-Forum des KI-Instituts der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Unter der inhaltlichen Leitung von Prof. Dr. Nilesh Madhu, Professur für Signalverarbeitung für medizinische Anwendungen, kam ein internationales Speaker- und Gästepanel zusammen, um sich zu aktuellen Themen rund um „AI in Healthcare“ auszutauschen.

Prof. Dr. Madhu eröffnet vor internationalem Publikum das 3. KI-Forum.

Den Auftakt machte Prof. Dr. ir. Kris Demuynck von der Universität Genf mit einem Vortrag über „Voice and Speech Processing for Health“, in dem er über die Physiologie von Sprachproduktion sowie über die Verarbeitung von verbalen und non-verbalen Aspekten von Sprache mithilfe von KI-Lösungen berichtete. Anwendungen seiner Forschung sind beispielsweise das Erstellen von Patientenprofilen, Stresserkennung in der Sprache, sowie die Analyse der Sprachfähigkeiten von Kindern für die Unterstützung von Sprachtherapeuten und Sprachtherapeutinnen.

Anschließend stellte PD Dr. habil. Michael Grass, Principal Scientist bei der Firma Philips, seine Forschungsarbeit im Bereich „AI in Medical Imaging“ vor. Er ging dabei insbesondere auf die klinischen und technischen Ziele bei der Bildgebung in der Medizintechnik ein. Anwendungen von AI in diesem Bereich beziehungsweise die Forschung daran sind unter anderem die Rauschunterdrückung bei CT-Aufnahmen und die Vorhersage von Diagnosen mithilfe von Röntgenaufnahmen.

Nachwuchsforschende präsentieren aktuelle KI-Projekte

Neben den beiden Hauptvorträgen, hatten drei Doktoranden die Möglichkeit, den Gästen ihre aktuelle Forschung vorzustellen. Simon Dahl Jepsen, Doktorand an der Aalborg Universität in Dänemark, sprach über robuste Sprachverarbeitung für die automatische Transkription. Rathi Adarshi Ramohan, Doktorandin von der Universität Bremen, präsentierte ihre Forschung zur automatischen Erkennung von Hate Speech. Den Abschluss machte Paul Schreiber, M.Sc., wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Data Engineering der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, mit seinem Vortrag zu automatisierte Stresserkennung.

Nach fünf spannenden Vorträgen kamen Gäste und Vortragende bei Getränken und Snacks während der Networking-Session ins Gespräch. Wir bedanken uns bei allen Vortragenden und Gästen für einen interessanten Abend und tolle Gespräche.

Das nächste KI-Forum wird im Herbst zum Thema „AI im Dual Use“ stattfinden.