Hamburg. Abschieds- und Antrittsvorlesungen sind mehr als akademische Pflichttermine – sie markieren Übergänge, bündeln Erfahrung und eröffnen neue Perspektiven. An der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) zeigte sich dies bei einem gemeinsamen Vorlesungsabend besonders eindrücklich: Zwei Vorträge lenkten den Blick auf zentrale Fragen gesellschaftlichen Wandels.

Ein Übergang mit persönlicher Verbindung
Im Mittelpunkt des Abends stand dabei das Wirken von Prof. Dr. Margarete Schuler‑Harms. Als langjährige Inhaberin der Professur für Öffentliches Recht prägte sie die HSU/UniBw H über viele Jahre hinweg – in Forschung und Lehre ebenso wie in leitenden Funktionen als Dekanin der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und als Vizepräsidentin für Profilbildung. Mit ihrer Abschiedsvorlesung verabschiedete sie sich aus ihrer Tätigkeit an der Universität.
Mit Prof. Dr. Dana Sophia Valentiner übernimmt nun eine Wissenschaftlerin die Professur, die bereits während ihres Studiums bei Prof. Dr. Schuler Harms ausgebildet wurde. Der Übergang steht damit nicht nur für institutionelle Kontinuität, sondern auch für eine persönliche Verbindung, die den Generationenwechsel in besonderer Weise sichtbar macht.


Rückblick und Ausblick in den Ansprachen
Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann hob in seiner Ansprache die besondere Bedeutung solcher Vorlesungsformate hervor. Sie seien ein zentrales Element akademischer Gemeinschaft, in dem wissenschaftliche Entwicklungen weitergegeben und neue Impulse sichtbar würden.
Auch Prof. Dr. Gary S. Schaal, Dekan der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, würdigte das langjährige Wirken von Margarete Schuler‑Harms. Zugleich betonte er die Bedeutung des Übergangs für die Universität: Er stehe gleichermaßen für Kontinuität und Wandel. Prof. Dr. Dana‑Sophia Valentiner hieß er als neue Inhaberin der Professur herzlich willkommen und verwies auf ihre vielfältigen Forschungsschwerpunkte sowie die Offenheit, mit der sie ihr Netzwerk in Forschung und Lehre einbringt.

Zwei Vorlesungen im Dialog
Inhaltlich griffen die beiden Vorträge zentrale Herausforderungen der Gegenwart auf. Margarete Schuler Harms analysierte die Bundesstaatlichkeit im Spannungsfeld von Reformbedarf, Digitalisierung und gesellschaftlichem Wandel – und stellte die Frage, wie staatliche Strukturen ihre Handlungsfähigkeit bewahren können.
Dana Sophia Valentiner knüpfte daran an und weitete die Perspektive: Sie beschrieb Transformation als tiefgreifenden gesellschaftlichen Prozess und beleuchtete die Rolle der Grundrechte darin – nicht nur als Begrenzung staatlichen Handelns, sondern auch als Voraussetzung und Ermöglichung von Veränderung.
So entstanden zwei Perspektiven, die unterschiedliche Schwerpunkte setzten und sich zugleich zu einem thematischen Dialog verbanden.
Abschied und Neubeginn
Mit großem Dank verabschiedet die HSU/UniBw H von Prof. Dr. Margarete Schuler‑Harms und würdigt ihr langjähriges Engagement für die Universität.
Gleichzeitig heißt sie Prof. Dr. Dana‑Sophia Valentiner herzlich willkommen und blickt auf die Impulse, die sie künftig in Forschung und Lehre einbringen wird.
