Hamburg. Am 28. Mai 2026 fand an der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg erstmals der Tag der Lehre statt. Mit der Veranstaltung wurde ein neuer Rahmen für den Austausch über Lehren und Lernen an der HSU/UniBw H geschaffen.
Eröffnet wurde der Tag von der Vizepräsidentin für Lehre, Prof. in Dr. Monika Daseking. In ihrer Begrüßung betonte Prof. in Dr. Monika Daseking die zentrale Bedeutung guter akademischer Lehre für das universitäre Selbstverständnis der HSU/UniBw H. Lehre sei kein Monolog, sondern ein dialogischer Prozess, der vom Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden lebe. Angesichts neuer Technologien, gesellschaftlicher Umbrüche und sich wandelnder Lernbedürfnisse stelle sich zunehmend die Frage, wie zukunftsfähige, inklusive und lernförderliche Lernumgebungen gestaltet werden können. Der Tag der Lehre sei daher bewusst als Raum für gemeinsames Ausprobieren, Vernetzen und Inspirieren angelegt.

Expertise Netzwerke und Innovationsfähigkeit in der Hochschullehre
Die Keynote hielt Prof. in i. R. Dr. Marianne Merkt zum Thema „Expertise Netzwerke in der Hochschullehre: Chancen, Herausforderungen und ihre Bedeutung für die Lehrqualität“. Sie machte deutlich, dass Hochschullehre denselben Veränderungen und Krisen unterliege wie die Gesellschaft insgesamt und daher anpassungsfähig und innovationsfähig bleiben müsse. Expertise Netzwerke könnten diese Innovationsfähigkeit positiv unterstützen, indem sie personenübergreifende und hochschulspezifische Kompetenzen zur Gestaltung von Studium und Lehre aufbauen und bündeln.
Akademische Lehre in zivilen und militärischen Kontexten
Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann hob die besondere Verantwortung akademischer Lehre an der Universität der Bundeswehr Hamburg hervor. Aufgabe der Universität sei es, Studierende auf verantwortungsvolle Tätigkeiten in einer zunehmend komplexen Welt vorzubereiten – in zivilen wie militärischen Kontexten und in der Verbindung beider Bereiche. Akademische Lehre leiste damit einen zentralen Beitrag zum Bildungsauftrag der HSU/UniBw H.


Vielfältige Lehrformate und praxisnahe Einblicke
Im weiteren Verlauf des Tages bot der Tag der Lehre ein breites Spektrum an Formaten. Einrichtungen wie die Bibliothek, das Medienzentrum sowie die Studierwerkstatt und das MINT‑Tandem stellten ihre Angebote vor. Ergänzt wurde das Programm durch Impulsvorträge, Diskussionsforen und Workshops, unter anderem zu:
- ethischer KI‑ und Technologienutzung in der Hochschule,
- ko‑konstruktivem Lernen mit digitalen Portfolios,
- der Umsetzung des Inverted‑Classroom‑Konzepts,
- sowie zu inklusiven und barrierefreien Lehr‑Lern‑Settings.
Die unterschiedlichen Formate ermöglichten sowohl fachlichen Austausch als auch konkrete Einblicke in innovative Lehr‑Lern‑Ansätze an der HSU/UniBw H.



Auftakt für Austausch, Weiterentwicklung und Würdigung guter Lehre
Der erste Tag der Lehre machte sichtbar, wie viel engagierte und qualitativ hochwertige Hochschullehre an der HSU/UniBw H bereits geleistet wird. Zugleich bildete er den Auftakt für eine Weiterentwicklung, in der der hochschulweite Austausch weiter gestärkt und der gemeinsame Rahmen künftig um weitere Formate sowie um Formen der Würdigung besonderer Lehrleistungen und Lehrprojekte ergänzt werden soll.