Neuberufen: Yvonne Nestoriuc

HSU

6. Dezember 2018

In loser Folge stellen wir an dieser Stelle Persönlichkeiten vor, die Schlüsselpositionen an der Universität neu besetzt haben. Die Reihenfolge steht dabei nicht immer im Zusammenhang mit der chronologischen Reihenfolge der Berufungen.


Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dipl. Psych. Yvonne Nestoriuc ist seit September 2018 Professorin für Klinische Psychologie an der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften.

Eine Frau mit langen, brünetten Locken, steht, angelehnt an einen Baum
Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dipl. Psych. Yvonne Nestoriuc, Professorin für Klinische Psychologie

Yvonne Nestoriuc wurde 1979 in Bad Nauheim geboren und wuchs als Tochter rumänischer Einwanderer in Hessen auf. Sie ist Mutter von zwei Kindern.

Nach dem Psychologiestudium wurde sie 2007 zum Thema „Evidenzbasierte-basierte Psychotherapie mittels Meta-Analysen“ promoviert. Als Postdoktorandin forschte sie an der Harvard Medical School in Boston und an der Philipps-Universität Marburg zum Thema Erwartungsmanagement. Für ihre Forschungsarbeit wurde sie mit dem Irmela-Florin Nachwuchsforscherpreis der Deutschen Gesellschaft für Verhaltensmedizin und dem Forschungspreis der Multinational Association for Psychosocial Cancer Care ausgezeichnet.

Von 2013 bis 2016 war Nestoriuc Junior-Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie am Institut für Psychologie der Universität Hamburg. Sie erhielt 2016 den Hamburger Lehrpreis der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung für ein Projektseminar zur Prävention von psychischen Erkrankungen bei Geflüchteten. Frau Nestoriuc war von 2016 bis 2018 als Professorin sowie als leitende Psychologin am Institut und der Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf tätig.

Im September 2018 folgte sie dem Ruf auf die Professur für Klinische Psychologie an der Helmut-Schmidt-Universität. Nestoriuc forscht mit ihrem Team zum Einfluss von Erwartungen auf psychische und körperliche Beschwerden sowie auf Behandlungsergebnisse. Im Fokus steht dabei die klinische Anwendung von Erkenntnissen aus der Forschung zu Placebo- und Nocebo-Effekten. Ihr Ziel ist es, einen Beitrag zur Prävention von Nebenwirkungen und zur Verbesserung der Wirksamkeit von Psychotherapie sowie von medikamentösen Behandlungen wie Antidepressiva, Krebstherapien oder Schmerzmitteln zu leisten.

Yvonne Nestoriuc ist seit 2012 in der deutschlandweiten Forschungsgruppe (DFG FOR 1328) zu Placebo- und Nocebo-Effekten aktiv. Zudem ist sie seit 2017 Teil der neu gegründeten Forschungsgruppe zu Risiken und Nebenwirkungen von Psychotherapie/Risks and Negative Effects in Psychotherapy.

Professor Nestoriuc ist approbierte psychologische Psychotherapeutin mit Fachkunde Verhaltenstherapie und Supervisorin für Verhaltenstherapie. Als Dozentin und Supervisorin ist sie an verschiedenen Aus- und Weiterbildungsinstituten für Psychotherapie aktiv. Sie ist Mitglied in der Arbeitsgruppe Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie am Institut für Psychotherapie (IfP) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und im wissenschaftlichen Beirat des IfP. In der akademischen Lehre verknüpft Nestoriuc klinisch-psychologische Praxis mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, evidenzbasierten Methoden und ethischen Paradigmen des Handelns im Gesundheitssystem.