Neuberufen: Philipp Neumann

HSU

3. Juni 2021

In loser Folge stellen wir an dieser Stelle Persönlichkeiten vor, die Schlüsselpositionen an der Universität neu besetzt haben. Die Reihe steht dabei nicht immer im Zusammenhang mit der chronologischen Reihenfolge der Berufungen.

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Philipp Neumann, Professur für High Performance Computing (HPC)

Ein Mann mit weißem Hemd und dunklem Sakko steht auf einer mit rotem Teppich ausgelegter Fläche
Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Philipp Neumann, Professur für High Performance Computing (HPC)

Philipp Neumann studierte von 2003 bis 2008 Technomathematik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und fertigte von 2008 bis 2013 am Lehrstuhl für Wissenschaftliches Rechnen, Institut für Informatik, der Technischen Universität München seine Dissertation zum Thema „Hybrid Multiscale Simulation Approaches for Micro- and Nanoflows“ an. Noch bis 2016 verblieb er an der TU München als wissenschaftlicher Programm-Manager für das DFG-Schwerpunktprogramm „Software for Exascale Computing“ (SPPEXA). Zwei Forschungsaufenthalte führten ihn 2014 an die brasilianische Universidade Federal de Juiz de Fora und an die Brown University, Rhode Island, USA.

Von 2016 bis 2019 war Philipp Neumann am Deutschen Klimarechenzentrum in Hamburg und von 2017 bis 2019 als Postdoktorand an der Universität Hamburg in der Forschungsgruppe Wissenschaftliches Rechnen beschäftigt. Die Habilitation zum Thema „Algorithms and HPC Software for Molecular-Continuum Flow Simulation” an der Technischen Universität München (TUM) folgte 2019. Im selben Jahr folgte Philipp Neumann dem Ruf auf die Professur für High Performance Computing der Fakultät für Maschinenbau der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf HPC für Molekulardynamik-Simulationen sowie für Mehrskalensimulationen in der Fluiddynamik. Hierbei erforscht seine Gruppe, wie gekoppelte Simulationsprobleme effizient auf Supercomputern gelöst werden können. Beispiele aktueller Forschung umfassen Fehlertoleranzansätze für Mehrskalensimulationen, um effektiv auf etwaige Hardware-Fehler auf Großrechnern reagieren zu können, oder die Entwicklung robuster, eng gekoppelter Molekular-Kontinuums-Ansätze. Weitere Forschungsrichtungen liegen an der Schnittstelle von HPC bzw. numerischer Simulation und Datenwissenschaften/Maschinellem Lernen.

Seit 2021 ist er IT-Beauftragter der Fakultät für Maschinenbau und Mitglied des Akademischen Senats der HSU. Im Rahmen des Zentrums für Digitalisierungs- und Technologieforschung (dtec.bw) etabliert er derzeit mit Partnern eine HPC-Kompetenzplattform an den Bundeswehruniversitäten und ein HPC-Rechenzentrum an der HSU.