Narjes Jalali ist Stipendiatin von Pro Exzellenzia

Narjes Jalali mit Versuchsaufbau (Foto: Ulrike Schröder)
Narjes Jalali mit Versuchsaufbau (Foto: Ulrike Schröder)

Mit einer herausragenden Arbeit über die „Bewertung und Verbesserung der Genauigkeit von Messplätzen zur Antennenkalibrierung“ schloss Narjes Jalali (34) im Dezember 2017 ihr Masterstudium in Informatik und Ingenieurwesen an der Helmut-Schmidt-Universität ab. Seit 1. Februar vertieft die Ingenieurin einzelne Aspekte ihrer Forschung im Rahmen einer Promotion. Sie wird vom Hamburger Karriere-Kompetenzzentrum für Frauen, Pro Exzellenzia, gefördert. 

„Ich bin begeistert“, schwärmt Narjes Jalali, die gerade erst ihr Masterstudium in Elektrotechnik an der HSU als Böttcherstipendiatin abgeschlossen hat. „Das Studium war eine große Herausforderung für mich als Zivilistin, als Ausländerin, und als einzige schon etwas ältere Frau unter vielen jungen Soldaten. Jetzt freue ich mich darauf, meine wissenschaftliche Arbeit zu vertiefen und fortzuführen.“

Narjes Jalali lebt erst seit April 2011 in Deutschland. Im Mai 2013 hatte sie begonnen, als physikalisch-technische Assistentin an der Professur für Experimentalphysik und Materialwissenschaften der Helmut-Schmidt-Universität zu arbeiten. „Im Jahr darauf wurde an der HSU erstmals ein Böttcherstipendium für zivile Studierende ausgeschrieben.“ Obwohl sie die deutsche Sprache nicht sicher beherrschte und ihr Bachelor-Abschluss zehn Jahre zurücklag, wagte sich die Physikerin an ein Intensivstudium in der Elektrotechnik. „Es war auch wegen der sprachlichen Barrieren extrem anstrengend, aber ich würde mich jederzeit wieder so entscheiden.“ Ihre Masterarbeit schloss sie mit der Note 1,0 ab.

Im Studium vertiefte Narjes Jalali schon bald ihre Schwerpunkte in der Theoretischen Elektrotechnik bei Univ.-Prof. Dr. Marcus Stiemer. „Seine Doktorandin hat mich während meiner Masterarbeit betreut und mir zur Promotion geraten. Professor Stiemer hat mich in dieser Entscheidung sehr unterstützt.“ Über ihn und die Gleichstellungsbeauftragte erfährt sie von der Möglichkeit der Förderung durch Pro Exzellenzia. Seit dem 1. Februar fördert das Karriere-Kompetenzzentrum Narjes Jalali mit monatlich 1.250 Euro.

„Toll ist nicht allein die finanzielle Unterstützung, die ich erfahre, sondern auch die vielen weiteren Möglichkeiten, die das Stipendium mir bietet.“ Pro Exzellenzia ermöglicht Nachwuchswissenschaftlerinnen neben einem Stipendium eine Kompetenzförderung unter anderem in Form von Karriere-Coaching, Führungs- und Bewerbungstraining, Körpersprache, Empathie oder Selbstbehauptung. „Ich bin sehr dankbar. Dieses Programm bringt mich voran. Es wäre schön, wenn noch viele weitere Frauen eine solche Förderung erfahren könnten.“

(Text: Susanne Hansen)