Girls’ Day an der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

HSU

23. April 2026

Hamburg. Wie sieht ein Girls’ Day an der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg aus? Dieser Frage gingen in diesem Jahr 45 Schülerinnen aus Hamburg und Umgebung nach. Sie erhielten Einblicke in Labore, Werkstätten und den Campusalltag und konnten technische, wissenschaftliche und militärische Arbeitsfelder aus nächster Nähe kennenlernen.

Große Gruppe von Schülerinnen steht in einem Hörsaal der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, vor ihnen liegen pinke Stofftaschen mit Universitätslogo.
Teilnehmende des Girls’ Day im Hörsaal der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Begrüßung und persönliche Erfahrungsberichte

Zum Auftakt des Girls’ Day begrüßten die Vizepräsidentin für Internationales, Christina Schaefer, sowie die Militärische Gleichstellungsbeauftragte Hauptmann Lisann Folkens die Schülerinnen. Anschließend berichteten zwei Leutnante von ihrem eigenen Weg an die Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität er Bundeswehr Hamburg.

Im Mittelpunkt standen dabei ihre Erfahrungen während der Grundausbildung und ihrem Weg an die HSU/UniBw H. Sie schilderten, wie diese Ausbildungsabschnitte sie geprägt haben, welche Herausforderungen damit verbunden sind und welche Bedeutung das gemeinsame Lernen, das Übernehmen von Verantwortung sowie Kameradschaft und Freundschaften im Ausbildungsalltag haben.

Blick von hinten in einen Hörsaal: Schülerinnen sitzen an Reihenplätzen, vorne spricht eine Person, auf der Leinwand ist eine Präsentation zum Girls’ Day zu sehen.
Vizepräsidentin Christina Schaefer begrüßt die Schülerinnen zum Girls’ Day an der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Laborbesuch in Glinde

Einen fachlichen Schwerpunkt bildete der Besuch im Labor in Glinde bei Prof. Dr. Mario Oertel von der Professur für Wasserbau. Dort erhielten die Schülerinnen Einblicke in ein Forschungsprojekt zur Eisbachwelle in München. Anhand von Modellen und Messdaten wurde deutlich, wie komplex Strömungsvorgänge sind und wie sie ingenieurwissenschaftlich untersucht werden.

Vorgestellt wurden verschiedene Methoden der Analyse, darunter In‑situ‑Messungen, numerische Simulationen sowie ein physikalisches Modell, mit dem sich Strömungsdynamiken realitätsnah abbilden lassen. Ziel war es, die Herangehensweise der Forschung nachvollziehbar zu machen und zu zeigen, wie aus Beobachtungen systematische Erkenntnisse entstehen.

Eine Schülerin beschrieb den Laborbesuch als besonders eindrücklich:

„Ich fand den Vormittag sehr vielfältig und gut erklärt. Es war spannend zu sehen, wie herausgefunden wurde, warum sich die Eisbachwelle verändert hat und dass dabei der ingenieurwissenschaftliche Teil nicht zu kurz kam. Besonders interessant war der Blick hinter die Kulissen des Labors und dass wirklich alle Fragen beantwortet wurden.“

Gruppe von Schülerinnen steht in einem großen Wasserbaulabor vor einem Strömungsmodell mit Wasserkanal und technischen Anlagen.
Im Wasserbaulabor in Glinde erhalten die Schülerinnen Einblicke in die Forschung zur Eisbachwelle in München.

Praktische Arbeit in der zentralen Werkstatt

Parallel zum Laborbesuch arbeiteten andere Gruppen in der zentralen Werkstatt der Universität. Hier stand das praktische Tun im Vordergrund: Die Schülerinnen löteten, bauten und gestalteten eigene Werkstücke. In konzentrierter Handarbeit entstanden unter anderem Bilderrahmen und Türschilder aus Metall.

Die Arbeit in der Werkstatt vermittelte einen direkten Eindruck von technischen Fertigungsprozessen und zeigte, dass neben theoretischem Wissen auch Präzision, Geduld und handwerkliches Geschick gefragt sind. Für viele Teilnehmerinnen war dies eine neue Erfahrung, bei der sie Technik unmittelbar erleben konnten.

Schülerinnen arbeiten an einer Werkbank und schlagen mit Metallbuchstaben Namen in kleine Metallschilder ein.
Schülerinnen fertigen Namensschilder aus Metall in der zentralen Werkstatt.
Schülerinnen führen Lötarbeiten an einem Metallbauteil in einer Werkstatt aus, sie tragen Schutzkleidung und arbeiten an einer stabilen Werkbank.
Lötarbeiten als Teil des praktischen Programms beim Girls’ Day.

Militärisches Leben an der HSU/UniBw H

Am Nachmittag verlagerte sich das Programm auf die Ausbildungswiese. Dort stellten Soldatinnen den Schülerinnen ihre persönliche Ausrüstung vor und gaben Einblicke in den militärischen Alltag während Ausbildung und Einsatz.

Die Schülerinnen erfuhren unter anderem, wie ein Rucksack gepackt ist, welches Gewicht dabei zusammenkommt und welche Rolle Schutz‑, Kälte‑ und Nässeschutz, Schlafsack, Kocher, Verpflegung, Werkzeuge sowie Hygieneartikel im Einsatz spielen. Auch alltagsnahe Fragen, etwa zum Leben im Feld oder zu organisatorischen Abläufen während längerer Ausbildungs‑ und Einsatzphasen, wurden offen thematisiert.

Ergänzt wurde das Programm durch Campusführungen, eine offene Fragerunde sowie Gespräche mit dem Karrierecenter der Bundeswehr, das über Studien‑ und Laufbahnmöglichkeiten informierte.

Abschluss und Ausblick

Zum Abschluss des Girls’ Day erhielten alle Schülerinnen eine Urkunde. Der Tag zeigte, wie vielfältig die Wege an die Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg sein können – von Forschung und Technik über handwerkliche Praxis bis hin zu Ausbildung und Campusleben.