Hamburg. Am 9. April beteiligten sich die Katholische Hochschulgemeinde der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg am diesjährigen 16K3‑Marsch in Hamburg. Studierende, aktive Soldatinnen und Soldaten sowie die Militärseelsorge setzten gemeinsam ein Zeichen des Erinnerns an die Gefallenen des Afghanistan‑Einsatzes.

Gemeinsames Gehen als Zeichen des Erinnerns
Der 16K3‑Marsch ist seit Jahren fester Bestandteil der bundesweiten Gedenkkultur der Bundeswehr. Er verbindet bewusst körperliche Anstrengung mit aktivem Erinnern an die drei deutschen Soldaten, die im Afghanistan‑Einsatz 2010 ihr Leben verloren haben. Auch Angehörige der HSU/UniBw H beteiligten sich in diesem Jahr wieder an dem Marsch in Hamburg. Die universitäre Teilnahme wurde vom Studierendenfachbereich C organisiert und von der Katholischen Hochschulgemeinde sowie der Militärseelsorge begleitet
Gegen 12 Uhr brachen die Teilnehmenden vom Hanseatenbereich der Universität auf und marschierten in Richtung Rathausmarkt im Zentrum Hamburgs. Vor dem Rathaus sprach Militärdekan Pater Peter Henrich einige Gedenkworte, bevor eine Schweigeminute gehalten wurde.


Für Pater Henrich hatte die Veranstaltung eine besondere Bedeutung, da zahlreiche aktive Soldatinnen und Soldaten seiner Dienststelle teilnahmen. Der 16K3‑Marsch wurde so nicht nur zu einem Weg durch die Stadt, sondern auch zu einem gemeinsamen Weg des Erinnerns innerhalb der Universität.
Im Anschluss traten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Rückweg auf derselben Strecke an und marschierten die rund acht Kilometer zurück zur Universität. Insgesamt legten sie damit die für den 16K3‑Marsch vorgesehenen 16 Kilometer zurück und trugen dabei 16 Kilogramm Gepäck. Die Kombination aus Distanz und Gewicht steht symbolisch für die Belastungen des Einsatzes und macht das Gedenken auch körperlich erfahrbar.
Eine gewachsene Gedenktradition
Die 16K3‑Märsche haben sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Gedenktradition entwickelt. Allein in Hamburg beteiligten sich in diesem Jahr 243 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bundesweit waren es über 26.000 Menschen in dutzenden Märschen. Durch den Verkauf spezieller Patches werden zudem Spenden für die Soldaten‑ und Veteranen‑Stiftung.