394 Studierende beginnen ihr Studium an der HSU/UniBw H

HSU

2. Oktober 2026

Hamburg. Für 394 Studierende beginnt an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg ein neuer Lebensabschnitt. Die Immatrikulationsfeier am 1. Oktober 2026 markierte den offiziellen Start ins Studium und richtete zugleich den Blick auf die Herausforderungen, die künftige Führungskräfte in einer zunehmend komplexen Welt erwarten. Zudem würdigte die Universität besondere akademische Leistungen und gesellschaftliches Engagement ihrer Studierenden.

Mehrere Reihen von Studierenden in Uniform sitzen um den Roten Platz und verfolgen die Immatrikulationsfeier der HSU/UniBw H. Die Aufnahme zeigt das Publikum von hinten.
Für 394 Studierende begann mit der Immatrikulationsfeier ein neuer Lebensabschnitt an der HSU/UniBw H.

Wissenschaftliche Bildung in einer komplexen Welt

Auf dem Roten Platz hieß Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann den Jahrgang 2026 als Universitätsbürgerinnen und Universitätsbürger auf dem Campus willkommen. Insgesamt nehmen 394 Personen ihr Studium oder ihre akademische Weiterbildung auf. Dazu gehören 327 militärische Studierende, darunter 14 internationale Studierende, sowie 67 zivile Studierende und Teilnehmende des Bundesfreiwilligendienstes.

Unter den Ehrengästen begrüßte Beckmann die Bundestagsabgeordnete Aydan Özoğuz als Vertreterin der Politik. Für das konsularische Korps hieß er den Generalkonsul der Republik Kroatien, Krisztian Tušek, willkommen. Die Teilnahme internationaler Gäste wertete der Präsident als Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit mit der Universität.

In seiner Ansprache machte er deutlich, dass universitäre Bildung über die Vermittlung von Fachwissen hinausgeht. Sie soll dazu befähigen, komplexe Zusammenhänge zu analysieren, Unsicherheit auszuhalten, Risiken abzuwägen und Desinformation zu erkennen.

Mit Blick auf den technologischen Wandel hob er zudem die Bedeutung eines reflektierten Umgangs mit Künstlicher Intelligenz hervor. Entscheidend sei nicht allein die Nutzung neuer Werkzeuge, sondern die Fähigkeit, Aufgaben präzise zu formulieren, Ergebnisse kritisch zu prüfen und einzuordnen.

„Ihr Studium an der HSU/UniBw H ist Ihre Chance dazu. Nutzen Sie sie!“, betont Prof. Dr. Klaus Beckmann.

Lernen, Verantwortung zu übernehmen

Für den Studentischen Konvent hieß Leutnant Leon Bär den neuen Jahrgang willkommen. Er erinnerte daran, dass die kommenden Studienjahre nicht nur fachlich prägen werden. Die Studierenden würden lernen, Probleme zu lösen, Prioritäten zu setzen und mit Herausforderungen umzugehen. Zugleich entstünden Freundschaften und persönliche Verbindungen, die weit über das Studium hinausreichen könnten.

Sein Rat an die neuen Studierenden: Herausforderungen frühzeitig ansprechen.

„Denken Sie daran, nur sprechenden Menschen kann geholfen werden und für jedes Problem gibt es eine Lösung.“

Entwicklung von Offizierberuf und akademischer Ausbildung

Festredner Prof. Dr. Sönke Neitzel ordnete den Studienbeginn historisch ein. Seit 1973 studieren angehende Offiziere an der HSU/UniBw H. Dass Soldatinnen und Soldaten eine akademische Ausbildung benötigen, gilt heute als selbstverständlich. In seinem Vortrag zeigte der Militärhistoriker jedoch, dass sich diese Auffassung erst im Laufe der Zeit durchgesetzt hat. Mit der Entwicklung des Offizierberufs seien auch die Anforderungen an militärische Führung gewachsen. Die Streitkräfte benötigten heute nicht allein hervorragend praktisch ausgebildetes Personal, sondern ebenso Menschen, die komplexe Zusammenhänge analysieren, unterschiedliche Perspektiven einordnen und fundierte Entscheidungen treffen können.

Mit dieser Bildung verbinde sich der Auftrag, Fragen zu stellen, nach neuen Lösungen zu suchen und das eigene Handeln kritisch zu reflektieren. Gerade junge Offiziere hätten Innovationen und Veränderungen immer wieder angestoßen. Universität sei deshalb auch ein Ort des Heranwachsens und der Auseinandersetzung mit der Frage, welche Verantwortung Führungskräfte in ihrer Zeit übernehmen müssen.

Wer den Anforderungen der Gegenwart gerecht werden wolle, müsse lernen, Gewissheiten zu hinterfragen, Entwicklungen kritisch zu begleiten und den Mut haben, neue Wege zu denken.

Auszeichnungen für besondere Leistungen und Engagement

Im Rahmen der Immatrikulationsfeier ehrte die Universität Studierende für fachliche Leistungen, gesellschaftliches Engagement und internationale Perspektiven. Vertreter der preisvergebenden Institutionen würdigten die Leistungen der Ausgezeichneten in ihren Laudationes.

Bestpreis der Clausewitz-Gesellschaft

Den Bestpreis der Clausewitz-Gesellschaft e. V. 2026 erhielten:

  • Leutnant Maxim, Geschichtswissenschaften
  • Leutnant zur See Jesko, Logistik
  • Leutnant Martin, Politikwissenschaft

Die Laudatio hielt Generaloberstabsarzt a.D. Dr. Ulrich Baumgärtner, stellvertretender Präsident der Clausewitz-Gesellschaft e. V.

Die Preisträger des Bestenpreises der Clausewitz-Gesellschaft e. V. mit ihrem Laudator Generaloberstabsarzt a.D. Dr. Ulrich Baumgärtner.

Böttcherpreis 2026

Mit dem Böttcherpreis 2026 wurden zwölf Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen ausgezeichnet:

  • Oberleutnant zur See Tabea-Valentina, Psychologie
  • Oberleutnant Boris, Volkswirtschaftslehre
  • Oberleutnant Markus, Elektrotechnik
  • Oberleutnant Jaakko, Geschichtswissenschaft
  • Oberleutnant zur See Lennart, Wirtschaftsingenieurwesen
  • Oberleutnant Marina, Politikwissenschaft
  • Oberleutnant zur See Marc, Logistik
  • Oberleutnant Philip, Maschinenbau
  • Oberleutnant Timo, Betriebswirtschaftslehre
  • Oberleutnant Lydia, Bildungs- und Erziehungswissenschaft
  • Oberleutnant Robin, Engineering Science
  • Christian Wulff, Bauingenieurwesen

Die Böttcher-Stiftung wurde durch ihren Vorstandsvorsitzenden Dr. Joachim Mewing vertreten, der die Leistungen der ausgezeichneten Studierenden würdigte.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Böttcherpreises 2026.

Preis der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik

Den Preis der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e. V. (DWT-Preis) erhielt Leutnant Max aus dem Studiengang Digital Governance and Administration.

Die Laudatio hielt Oberst a. D. Horst D. Hübner, stellvertretender Geschäftsführer und Leiter Vereinsmanagement der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e. V.

Leutnant Max erhält den DWT-Preis für seine herausragende Masterarbeit Studiengang Digital Governance and Administration.

Sozialpreis des Vereins der Freunde und Förderer der HSU/UniBw Hamburg e. V.

Der Sozialpreis des Vereins der Freunde und Förderer der HSU/UniBw Hamburg e. V. 2026 ging an Leutnant zur See Emily aus dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Die Laudatio hielt die Bundestagsabgeordnete Aydan Özoğuz.

DAAD-Preis erstmals vergeben

Erstmals wurde im Rahmen der Immatrikulationsfeier der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD-Preis) vergeben. Mit der Auszeichnung werden internationale Studierende gewürdigt, die sich durch besondere akademische Leistungen und gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Der Preis ging an Hauptmann Pierre aus dem Studiengang Elektrotechnik. Die Laudatio hielt die Vizepräsidentin für Internationales, Prof. Dr. Christina Schäfer.

Die Hochschulleitung begleitete die erstmalige Verleihung des DAAD-Preises an der HSU/UniBw H.

Die Auszeichnungen stehen für unterschiedliche Facetten des Studiums: wissenschaftliche Leistung, die Auseinandersetzung mit Fragen militärischer Führung, gesellschaftliche Verantwortung und internationale Verständigung.

Für die neu Immatrikulierten beginnt dieser Weg nun. Die kommenden Studienjahre bieten ihnen den Raum, Wissen zu erwerben, eigene Positionen zu entwickeln und zu lernen, Entscheidungen wissenschaftlich begründet und verantwortlich zu treffen.

Die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg begrüßt den Jahrgang 2026 herzlich auf dem Campus. Die Universität wünscht allen Studierenden ein erfolgreiches Studium, neue Begegnungen, bereichernde Erfahrungen und die Neugier, die Chancen dieser besonderen Studienzeit zu nutzen. Auf Sie warten wissenschaftliche Herausforderungen, persönliche Entwicklung und die Möglichkeit, Verantwortung in einer zunehmend komplexen Welt zu übernehmen.