HSU begrüßte neuen Studierendenjahrgang

HSU

17. Oktober 2018

Zusammen mit den ersten 16 zivilen Studierenden im neuen Studiengang Bauingenieurwesen sind 614 angehende Offiziere zum 1. Oktober in ihre akademische Laufbahn an der Helmut-Schmidt-Universität gestartet. Am 11. Oktober 2018 wurden sie von Präsident Prof. Dr. Klaus Beckmann feierlich begrüßt. Festredner war Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Abteilungsleiter Ausrüstung im BMVg und Absolvent der HSU.

Feierliche Immatrikulation: Ehrengäste und Preisträger auf dem Roten Platz sind umringt vom Studierendenjahrgang 2018.
Feierliche Immatrikulation: Ehrengäste und Preisträger auf dem Roten Platz sind umringt vom Studierendenjahrgang 2018. (Foto: Reinhard Scheiblich)

Präsident Beckmann warb in seiner Rede darum, unabhängig, auch quer und in Zusammenhängen zu denken. „Wissenschaftlichkeit heißt, dass man sich für Kausalitäten interessiert. Nicht für Korrelationen, sondern für Kausalitäten. Die Neugier, die Inbrunst, das zu erkennen, und sich nicht mit der Korrelation zufrieden zu geben, das ist Wissenschaft.“ Nur daraus ließen sich Kriterien für ein evidenzbasiertes Entscheiden ableiten. Dieses Entscheiden, so fügte Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Abteilungsleiter Ausrüstung im Bundesministerium der Verteidigung, später hinzu, sei wesentliches Fundament für die Arbeit eines Offiziers. „Das Einzige, worauf wir uns wirklich verlassen können, sind Veränderungen. Diese können tiefgreifender sein, als wir uns das heute vielleicht vorstellen.“ Da die Szenarien weder plan- noch greifbar seien, „wird es am Ende für Sie vor allem darum gehen, Soft Skills und einen inneren Kompass bereitzuhalten“.

Ein Mann in einer Collegejacke
Plädoyer für lebenslanges Lernen: Vizeadmiral Carsten Stawitzki tauschte während seiner Rede seine Uniform- gegen eine HSU-Collegejacke (Foto: Reinhard Scheiblich)

Der Pflicht, der Politik so einsatzfähige und -bereite Kräfte zur Verfügung zu stellen, begegne die Universität mit wissenschaftlicher Expertise und Engagement, führte Klaus Beckmann fort. Neben der akademischen Ausbildung und der Ressortforschung stellten sich seine Professoren und Lehrbeauftragten auch im Rahmen der Grundlagenforschung dem internationalen Wettbewerb. Wissenschaftler der HSU sind an drei der vier Exzellenzcluster beteiligt, die Ende September offiziell der Universität Hamburg zugesprochen wurden.

Neuer Studiengang Bauingenieurwesen

Mit dem Bauingenieurwesen ist an der HSU nun ein neuer, elfter Bachelorstudiengang gestartet. Die Ausbildung erfolgt in Kooperation mit der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn, die derzeit 16 junge Frauen und Männer nach Hamburg delegiert.

Ein Mann im Anzug mit einem Bauarbeiterhelm hinter einem Rednerpult
Besondere Geste: HSU-Präsident Prof. Dr. Klaus Beckmann begrüßte die ersten Studierenden des neuen Studiengangs Bauingenieurwesen. (Foto: Reinhard Scheiblich)

Mit 139 angehenden Offizieren stellt die Betriebswirtschaftslehre den größte Studierendenanteil im aktuellen Ausbildungsjahr. Ihm folgen 94 Studierende im Bereich Bildungs- und Erziehungswissenschaften. Künftige Psychologen bilden mit 71 Frauen und Männern inzwischen die drittgrößte Studierendengruppe, gefolgt von angehenden Politikwissenschaftlern (70) und Ingenieuren im Maschinenbau (67). Der Anteil der Frauen liegt bei 16 Prozent. NATO-Partner wie Frankreich, Lettland, Litauen oder Albanien entsendeten 16 Studienanfänger.

Preisverleihungen

Beim Festakt wurden auch Preise für Jahrgangsbeste des scheidenden Studienjahrganges, für herausragende Abschlussarbeiten, Promotionsvorhaben sowie soziales Engagement verliehen. Dafür warb auch der Vorsitzende des studentischen Konvents, Leutnant Nick Falkner. „Die Studierenden sind das Herz der Universität. Durch unsere Mitgestaltung in Gremien, durch unsere Initiativen und Projekte, durch unser Engagement entwickelt sich diese Dienststelle weiter. Nutzt eure Zeit, gestaltet, werdet Offizier.“ Vizeadmiral Stawitzki unterstützte diese Bitte. „Die Bundeswehr braucht viele junge Menschen, die gewillt sind, einmal Führungsverantwortung zu übernehmen. Jeder an seinem Platz ist dazu aufgefordert jeden Tag das Äußerste zu tun, um sein Bestes zu geben.“

Ein Soldat in der Uniform eines Luftwaffenleutnants am Rednerpult.
Der Sprecher des Studentischen Konvents, Leutnant Nick Falkner, während seiner Ansprache. (Foto: Reinhard Scheiblich)

Text: Susanne Hansen