Antrittsbesuch der polnischen Generalkonsulin an der HSU/UniBw H

HSU

9. März 2026

Die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg begrüßte die polnische Generalkonsulin Aleksandra Krystek-Biernacka zu ihrem Antrittsbesuch auf dem Campus. Empfangen wurde sie durch den Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Klaus Beckmann.

Begleitet wurde die Generalkonsulin von Konsulin Marzena Szczypulkowska‑Horváth sowie von Prof.Dr.  Jörn Happel, Professor für Osteuropastudien an der HSU/UniBw H und seiner wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Agnieszka Zagańczyk-Neufeld. Der Besuch bot damit auch Gelegenheit zum Austausch aus diplomatischer und wissenschaftlicher Perspektive.

Vier Personen stehen in einem Universitätsgebäude neben einem Roll‑up der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Helmut‑Schmidt‑Universität erläutert der Generalkonsulin der Republik Polen 3D‑gedruckte Prototypen in einem Innovations‑ und Maker‑Space.

Im Mittelpunkt des Programms standen ausgewählte Forschungs- und Innovationsbereiche der Universität, die beispielhaft für den hohen technologischen Anspruch der Universität stehen. Bei einem Rundgang durch das Open Lab wurden unter anderem aktuelle Anwendungen des 3D-Drucks präsentiert.

Ein weiteres Highlight des Besuchs lag auf dem Hochleistungsrechner „HSUper“. Als Teil des von dtec.bw geförderten Projekts hpc.bw stellt „HSUper“ leistungsfähige Rechenkapazitäten für Forschung und Lehre bereit und leistet damit einen zentralen Beitrag zur Bearbeitung komplexer wissenschaftlicher Fragestellungen sowie zur Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen an der Universität.

Der Antrittsbesuch war geprägt von einem offenen, wertschätzenden Dialog. Er unterstreicht die Bedeutung persönlicher Begegnungen für den internationalen wissenschaftlichen Austausch. Solche Gespräche stärken die internationalen Beziehungen der HSU/UniBw H und schaffte eine tragfähige Grundlage für eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg.

Erstes EMILYO‑Common Module an der HSU/UniBw H erfolgreich durchgeführt

HSU

6. März 2026

In der vergangenen Woche begrüßte die Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) erstmals fünfzehn internationale EMILYO‑Cadets aus sieben europäischen Ländern zu einem einwöchigen Common Module im Rahmen der European Initiative for the Exchange of Military Young Officers (EMILYO / Military Erasmus). Damit setzt die HSU/UniBw H einen wichtigen Meilenstein in der internationalen militärischen Ausbildung und der europäischen Vernetzung.

Gruppe internationaler Militärangehöriger in unterschiedlichen Uniformen steht auf einem Campusgelände vor dem Universitätsgebäude der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr.

Für dieses Pilotprojekt entwickelte die HSU/UniBw H ein eigenes Common Module mit 2 ECTS unter dem Titel „Hybrid Threats – Protection and Enhanced Resilience of Critical Infrastructure“. Die fachliche Leitung lag bei Dr.Ing. Lars Ole Fichte.

Die Organisation und Koordination des EMILYO‑Projekts erfolgte durch das International Office der HSU/UniBw H unter der Leitung von Linda Weiß, das das Vorhaben gemeinsam mit ihrem Team maßgeblich vorbereitete und ermöglichte.

Der Auftakt des Moduls begann mit einer offiziellen Begrüßung durch Oberst Roman Lau (Leiter des Studierendenbereichs) sowie Prof.Dr. Christina Schaefer (Vizepräsidentin Internationales). Bereits zu Beginn wurde deutlich, wofür EMILYO steht: gemeinsames akademisches Lernen, europäischer Austausch und die Förderung von Interoperabilität zukünftiger Offizierinnen und Offiziere.

Ergänzt wurde das akademische Programm durch gemeinsame Aktivitäten, die den Austausch auch jenseits des Hörsaals förderten. Dazu zählten unter anderem eine Hafenrundfahrt durch den Hamburger Hafen, eine internationale Swimming Competition sowie ein gemeinsamer Grillabend.

Das erste EMILYO‑Common Module an der HSU/UniBw H zeigt, wie europäische militärische Ausbildung durch gemeinsame akademische Module weiter zusammenwächst – fachlich fundiert, international und praxisnah. Ab Juli 2027 ist geplant, das EMILYO‑Format jährlich an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr durchzuführen und damit dauerhaft als Bestandteil der internationalen Lehre zu etablieren.

Gemeinsam für den guten Zweck: Studentisches Engagement ermöglicht Spenden in Höhe von 6.787,60 Euro

HSU

5. März 2026

An der Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) gehört gesellschaftliches Engagement zum universitären Selbstverständnis. Ein Beispiel dafür ist eine Initiative des Studierendenfachbereichs A, bei der im Rahmen des Weihnachtsmarkts 2025 Spenden für soziale Zwecke gesammelt wurden.

Durch den Verkauf selbstgemachter Angebote und der Unterstützung des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV) kam ein Gesamterlös von 6.787,60 Euro zusammen. Die Spenden wurden in den vergangenen Wochen an zwei Organisationen übergeben, die Menschen in besonders herausfordernden Lebenslagen unterstützen.

Am 28. Januar 2026 überreichte der Studierendenfachbereich A einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 4.072,56 Euro an den Hamburger Verein Ankerland e. V., der sich um traumatisierte Kinder und Jugendliche kümmert. Eine weitere Spende in Höhe von 2.715,04 Euro wurde am 4. März 2026 an das Bundeswehr‑Sozialwerk e. V. übergeben, das Soldatinnen, Soldaten und ihre Familien in schwierigen Lebenssituationen begleitet.

Mit der Übergabe der Spenden setzt der Studierendenfachbereich A ein Zeichen für Zusammenhalt und gesellschaftliche Verantwortung. Die Initiative zeigt, wie studentisches Engagement an der HSU/UniBw H über den Campus hinaus wirkt und dort Unterstützung leistet, wo sie konkret gebraucht wird.

16 Lehrkräfte zu Gast an der HSU/UniBw H: Einblicke in militärische Forschung und Dual-Use

HSU

27. Februar 2026

Wie lassen sich komplexe sicherheitspolitische Entscheidungen besser verstehen? Welche Verantwortung trägt Forschung, wenn Technologien sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können? Und wie kann der Dialog zwischen Wissenschaft, Schule und Gesellschaft gelingen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Besuchs Hamburger Lehrkräfte an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H).

Im Rahmen der Bildungsinitiative NAT öffnete die HSU/UniBw H ihre Forschungseinrichtungen und bot Einblicke in aktuelle Projekte der militärischen und sogenannten Dual-Use-Forschung. Ziel war es, nicht nur Studien- und Berufsfelder sichtbar zu machen, sondern vor allem den fachlichen Austausch zu fördern und zur sachlichen Auseinandersetzung mit sicherheitsrelevanten Technologien beizutragen.

Dual-Use: Forschung zwischen ziviler Anwendung und militärischer Verantwortung

Hochschulpräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann begrüßte die Teilnehmenden und hob die wachsende Bedeutung von Dual-Use-Fragestellungen in Forschung und Lehre hervor. Er verwies darauf, dass sich die Lehre zunehmend in diese Richtung entwickle und eine differenzierte Betrachtung technologischer Innovationen immer wichtiger werde – auch vor dem Hintergrund aktueller sicherheitspolitischer Debatten. Positiv bewertete er zudem den Rückenwind durch Bundesmittel für entsprechende Forschungsprojekte.

Auch für die Bildungsinitiative NAT steht der Dialog im Mittelpunkt. Ziel ist es, Jugendliche bei der Studien- und Berufsorientierung zu unterstützen und ihnen eine fundierte Auseinandersetzung mit MINT-Fächern sowie ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen zu ermöglichen. Lehrkräfte spielen dabei eine zentrale Rolle als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

Entscheiden unter Druck: Wargaming als Analyseinstrument

Einen besonderen Zugang zu Entscheidungsprozessen bietet das German Wargaming Center der HSU/UniBw H. Co-Director Dr. Philip Schäfer stellte im Rahmen der Veranstaltung vor, wie Wargaming genutzt wird, um Entscheidungen unter Stressbedingungen zu analysieren. Mithilfe spielerischer und zugleich systemischer Modelle lassen sich Muster, Annahmen und blinde Flecken in Entscheidungsprozessen sichtbar machen – nicht nur im militärischen, sondern auch im politischen oder wirtschaftlichen Kontext. Anhand anschaulicher Beispiele wurde deutlich, wie stark Darstellungsformen und Rahmenbedingungen Entscheidungen beeinflussen.

Informatik im Maschinenbau: Komplexe Systeme verstehen

An einer weiteren Station erhielten die Lehrkräfte Einblicke in die Informatik im Maschinenbau. Daniel Vranješ, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Informatik im Maschinenbau stellte Forschungsansätze zur Überwachung und Analyse komplexer technischer Systeme vor. Mithilfe datenbasierter und hybrider Algorithmen lassen sich Anomalien erkennen, Diagnosen unterstützen sowie Planung und Entwicklung automatisieren. Die interdisziplinäre Ausrichtung der Forschung verdeutlichte, wie eng Informatik, Ingenieurwissenschaften und mathematische Methoden miteinander verknüpft sind.

Drohnenabwehr und Netztechnik

Großes Interesse weckte auch die Forschung im Bereich Sensorik und Kommunikationstechnik. Das Team um Prof. Dr. Gerd Scholl stellte ein Drohnenabfangsystem vor, bei dem nicht autorisierte Drohnen abgefangen werden können. Dabei erkennt eine Bodensensorik fremde Drohnen am Himmel und steuert eine Abfangdrohne gezielt an diese heran. Mithilfe eines Netzes wird die Drohne schließlich gestoppt. Der Forschungsbereich zeigte, wie Sensorik, Kommunikationstechnik und automatisierte Abläufe in komplexen technischen Systemen zusammenspielen.

Materialforschung für Schutzsysteme

Die Grundlagenforschung konkret zum Schutz von Menschen beitragen kann, zeigte die Materialforschung an der HSU/UniBw H, die von Sergej Grednev aus dem Team von Prof. Dr. Anne Jung, Professorin für Schutzsysteme, vorgestellt wurde. Im Fokus standen unter anderem offenporige Metallschäume und beschichtete Polymere, die Energie absorbieren und so Personen, Fahrzeuge oder Gebäude schützen können. Die Forschung reicht von grundlegenden materialwissenschaftlichen Fragestellungen bis zur Zusammenarbeit mit Bundeswehr, Industrie und weiteren Partnern.

Ein Mann stellt ein Drohnenabwehrsystem mit Netztechnik im Rahmen eines Forschungsprojekts zu Sensorik und Kommunikation vor.
Teilnehmende diskutieren an einem Tisch mit Karten und bunten Markersteinen im Rahmen einer Wargaming‑Übung zu Entscheidungs-prozessen.
Demonstration einer technischen Versuchsanlage zur Analyse und Überwachung komplexer Systeme im Bereich Informatik im Maschinenbau.

Neue Perspektiven für Unterricht und Austausch

Über die einzelnen Stationen hinweg eröffnete sich für viele der teilnehmenden Lehrkräfte eine neue Perspektive auf strategisches Denken, das Elemente aus internationaler Politik, Psychologie, Mathematik und Informatik miteinander verbindet. Die Veranstaltung zeigte, wie militärische Forschung an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg transparent vermittelt und in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext eingeordnet werden kann. Weitere Formate zum Austausch zwischen Schule und Hochschule sind geplant.

Leise Innovation aus der Wissenschaft: Team der HSU/UniBw H erreicht Platz 2 beim internationalen Drone Hackathon in der Nokia Arena

HSU

26. Februar 2026

Tampere/Hamburg. Zwischen Messearena, internationalem Wettbewerb und hochpräziser Akustikforschung stellte ein Studierendenteam der Helmut-Schmidt-Universität /Universität der Bundeswehr Hamburg sein Drohnenkonzept unter Beweis und überzeugte mit einem besonders leisen Design. Insgesamt nahmen 20 internationale Teams am Wettbewerb teil. Neun Teams wurden ausgezeichnet und das Team der HSU/UniBw H erreichte den 2. Platz.

Eindrücke vom internationalen Drone Hackathon in der Nokia Arena in Tampere. © Video: Business Tampere und Tapio Yliaho

Das Team bestand aus Studierenden, die sich im Rahmen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten intensiv mit der akustischen Signatur von Drohnen beschäftigen. Begleitet wurden sie von Prof. Dr. phil. nat. habil. Bernd Klauer sowie einer Schülerpraktikantin. Im Fokus des Wettbewerbs stand die Challenge Low-Signature-Drone-Design mit dem Ziel, Drohnen zu entwickeln, die insbesondere durch eine geringe Geräuschentwicklung überzeugen.

Der Ansatz des HSU/UniBw H-Teams basierte auf eigener Forschung zur Akustik von Propellern. Statt Design oder Entwicklungsprozess zu bewerten, zählte im Wettbewerb ausschließlich das messbare Ergebnis im direkten Vergleich mit internationalen Teams.

„Unser Fokus lag auf der Akustik. Wir wussten aus unserer Forschung, dass unser Konzept funktioniert. Wie gut es sich jedoch im internationalen Umfeld behauptet, zeigte sich erst hier“, erklärt Prof. Dr. Bernd Klauer.

Der Hackathon bot nicht nur eine Plattform für den technischen Vergleich, sondern auch wertvolle Einblicke jenseits klassischer wissenschaftlicher Formate. Unter realen Wettbewerbsbedingungen wurde Forschung unmittelbar bewertet, diskutiert und sichtbar gemacht. Ein Erfahrungsraum, der insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs von großem Wert ist.

Neben der Platzierung nahm das Team zahlreiche Impulse für Lehre und Forschung an der HSU/UniBw H mit: von der Rolle interdisziplinärer Zusammenarbeit über die Bewertung von Forschungsergebnissen im Wettbewerb bis hin zur Bedeutung praxisnaher Formate für Hochschulen.

Ein großer Dank gilt Business Tampere, die den Hackathon organisiert und das Team während des Wettbewerbs begleitet haben.

Mit dem zweiten Platz unterstreicht die Helmut-Schmidt-Universität erneut ihre Stärke in der ingenieurwissenschaftlichen Forschung und zeigt, wie akademische Arbeit auch auf internationaler Bühne überzeugen kann.

Welche Muster prägen außenpolitische Entscheidungen heute?

HSU

23. Februar 2026

Außenpolitische Entscheidungen erscheinen in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend schwer kalkulierbar. Öffentliche Provokationen, abrupte Kurswechsel und Entscheidungen ohne erkennbare Abstimmung prägen häufig die Debatte. In der politischen und medialen Diskussion werden solche Entwicklungen oftmals als kurzfristige Ausnahmen, innenpolitisch motivierte Dynamiken oder kommunikative Besonderheiten einzelner Akteure eingeordnet.

Innenansicht eines mehrstöckigen Gebäudes mit offener Architektur, indem zahlreiche internationale Flaggen auf mehreren Ebenen hängen. Darunter die Flagge Deutschlands, der USA, der NATO und den Vereinten Nationen.

Die Studie „When your ally turns narcissistic – A self-help manual for Europe navigating transatlantic relations“ von Sofie Lilli Stoffel, Research Fellow am Global Public Policy Institute (GPPi), und Prof. Dr. Philipp Yorck Herzberg, Lehrstuhlinhaber für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg, schlägt einen analytischen Rahmen vor, um solche außenpolitischen Entscheidungen systematisch zu verstehen.

Der Ansatz der Studie greift Erkenntnisse aus der Narzissmus‑Forschung auf und überträgt sie auf internationale Macht- und Entscheidungsstrukturen. Ziel ist es, wiederkehrende Muster in politischen Entscheidungsprozessen sichtbar zu machen, die auf den ersten Blick widersprüchlich oder unvorhersehbar erscheinen.

Ein zentraler Befund lautet: Entscheidungen, die öffentlich als erratisch oder inkonsistent wahrgenommen werden, können einer klaren inneren Logik folgen. Diese ist häufig durch Faktoren wie Status, Sichtbarkeit und Kontrolle geprägt. Aspekte wie institutionelle Verlässlichkeit, Konsensfindung und partnerschaftliche Abstimmung treten dabei in den Hintergrund.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die Studie auch der Frage, wie politische Akteure auf solche Muster reagieren können. Sie benennt verschiedene Kategorien möglicher Reaktionsansätze, die in politischen Kontexten diskutiert werden können. Dazu zählen unter anderem strategische Zurückhaltung statt reflexhafter Reaktionen auf Provokationen, eine stärkere Abstimmung in gemeinsamen internationalen Formaten, eine klare und konsistente Kommunikation eigener Positionen sowie die Stärkung der eigenen strategischen Handlungsfähigkeit.

Die Studie leistet damit einen Beitrag zur aktuellen Debatte über außenpolitische Entscheidungsprozesse und bietet einen analytischen Zugang, um Dynamiken internationaler Beziehungen differenzierter einzuordnen.

Die vollständige Studie finden Sie hier:
https://gppi.net/assets/StoffelHerzberg_2025_When-Your-Ally-Turns-Narcissistic_GPPiStudy.pdf

Zugang für zivile Studierende: Helmut-Schmidt-Universität kooperiert mit Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein

HSU

23. Februar 2026

Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e.V., und Prof. Dr. Klaus Beckmann, Präsident der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU/UniBw H) unterzeichneten heute offiziell eine neue Kooperationsvereinbarung zum Studiengang Bauingenieurwesen. Ziel der Vereinbarung ist es, die akademische Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte aus der zivilen regionalen Bauwirtschaft zu fördern und gleichzeitig den Praxisbezug im Studium zu stärken.

Manja Biel Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e.V., und Prof. Dr. Klaus Beckmann, Präsident der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU/UniBw H) schütteln sich die Hände nach der Vertragsunterzeichnung.

Ab Oktober 2026 stehen im Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr bis zu zehn Studienplätze speziell für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes zur Verfügung. Gleiches gilt ab Januar 2027 auch für den Masterstudiengang. Damit eröffnet sich für die teilnehmenden Unternehmen ein strukturierter Qualifizierungsweg für ihren Nachwuchs im Rahmen eines konsekutiven Studienmodells.

Die Studierenden absolvieren den Bachelor-Studiengang innerhalb von zweieinviertel Jahren und den Master-Studiengang nach weiteren eindreiviertel Jahren. Wer beide Abschlüsse anstrebt, erhält beide Qualifizierungen demnach innerhalb von vier Jahren. Interessierte können auch nur den Bachelor-Abschluss machen. Die Fachkräfte können durch dieses zeitoptimierte Studienangebot früher in ihre Unternehmen zurückkehren. Dabei profitieren die künftigen Bauingenieurinnen und Bauingenieure von den wissenschaftlich fundierten und zugleich anwendungsorientierten Studienprogrammen der HSU/UniBw H, von einer intensiven individuellen Betreuung, interdisziplinären Lehrangeboten sowie hervorragenden Studienbedingungen in kleinen Lerngruppen. Gleichzeitig eröffnet die Kooperation den Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes eine neue Möglichkeit, langfristig gut qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure für ihre Betriebe zu gewinnen.

Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e.V.: „Die Kooperationsvereinbarung bietet unseren Mitgliedsunternehmen ein hohes Maß an Flexibilität, denn Kosten entstehen nur bei tatsächlicher Nutzung eines Studienplatzes – ein exklusiver Vorteil unserer Mitglieder gegenüber Direktverträgen. Zugleich erleichtert die Kooperation insbesondere den Unternehmen, die bislang noch nicht mit der HSU/UniBw H zusammengearbeitet haben, den Zugang und unterstreicht unser Engagement für eine hochwertige akademische Qualifizierung in der Bauwirtschaft.“

Prof. Dr. Klaus Beckmann, Präsident der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU/UniBw H): „Als Universität der Bundeswehr ist es uns wichtig, unser hochkarätiges Studienangebot der Gesellschaft gegenüber zu öffnen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir schon diesen Herbst die ersten Studierenden aus den Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes auf unserem Campus begrüßen dürfen. Das hat auch für unsere Soldatinnen und Soldaten einen nicht zu vernachlässigen Mehrwert: Denn, wenn Menschen mit verschiedenen Erfahrungen zusammenkommen, entstehen neue Ideen – und genau diese Vielfalt brauchen wir, um die Welt von morgen verantwortungsvoll zu gestalten.“

Die Zusammenarbeit leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte und zur nachhaltigen Partnerschaft zwischen Hochschule und Praxis.


Ansprechpartner für die Medien

Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein e.V.
Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Richard Lemloh
Tel.: 040 4686 5612
E-Mail: [email protected]

Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg:

Pressesprecherin
Julia Böhme
Tel.: 040 6541 3566
E-Mail: [email protected]


Ansprechpartnerin für Studieninteressierte / Kooperationsunternehmen:

Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg:
Leiterin Hochschulmarketing / Welcome Office
Astrid Strüßmann
Tel.: 040 6541 3855
E-Mail: [email protected]
www.hsu-hh.de/hsm

Informationen zum Studiengang Bauingenieurwesen (B. Sc./M.Sc.)
https://www.hsu-hh.de/mb/studium


Über den Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein e.V.
Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein e.V. ist die auf freiwilligem Zusammenschluss bestehende Interessensvertretung der industriellen Bauunternehmen auf dem Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg und des Bundeslands Schleswig-Holstein. Der Verband vertritt rund 90 Unternehmen mit insgesamt über 8.000 Beschäftigten, die eine Jahresbauleistung von über 2 Mrd. Euro erbringen. Als Arbeitgeberverband vertritt seine Mitglieder in allen wirtschaftlichen, fachlichen sowie arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten. Mehr Informationen zum Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein finden Sie auf der Verbandswebsite: https://www.biv-hh-sh.de/

Über die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg
Die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) ist eine staatliche Universität des Bundes mit Sitz in Hamburg. Sie wurde 1972 auf Initiative des damaligen Verteidigungsministers Helmut Schmidt gegründet. Unter der Leitung von Präsident Prof. Dr. Klaus Beckmann vereint die HSU/UniBw H exzellente Forschung, internationale Vernetzung sowie akademische Lehre mit praxisorientierter Ausbildung. Die Universität bildet Offiziersanwärterinnen und Offiziersanwärter sowie zivile Studierende zu Fach- und Führungskräften für Gesellschaft, Wirtschaft und die Bundeswehr aus. In vier Fakultäten bietet sie 39 staatlich anerkannte Bachelor- und Masterstudiengänge, darunter fünf weiterbildende. Die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) zählt über 2.500 Studierende und beschäftigt etwa 1.300 Mitarbeitende in Wissenschaft, Verwaltung und Technik.

Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität startet

HSU

23. Februar 2026

Für das umfassende Sanierungs- und Neubauvorhaben der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr wurde mit der Vertragsunterzeichnung aller Bau- und Planungspartner der erste großer Meilenstein erreicht.

Person hält ein Modell des neuen Universitätscampus in den Händen.

Eines der größten Bauvorhaben Deutschlands startet in die Planungsphase – die Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg. Am Mittwochvormittag unterzeichneten sämtliche Bau- und Planungspartner sowie die Bundesbauabteilung als Bauherrenvertretung den Mehrparteienvertrag. Dieser bildet die Grundlage einer kollaborativen Zusammenarbeit aller Partner über den gesamten Planungs- und Bauprozess hinweg. Die Unterzeichnung stellt einen wichtigen Meilenstein im Projekt dar: Damit beginnt nach einem europaweiten, umfangreichen Vergabeverfahren nun das Projekt.

Das Bauprojekt der Campusentwicklung auf der Douaumont-Kaserne „Campus DOK“
Für die Campusentwicklung stellt die Bundeswehr Finanzmittel in Höhe von etwa einer Milliarde Euro zur Verfügung. Damit soll nahezu der gesamte Campus der Douaumont- Kaserne (DOK) in Hamburg-Jenfeld neu entwickelt werden: Auf einem Areal von 205.000 m² werden Neubauten und Bestandssanierungen mit einer Fläche von über 100.000 m², sowie die zugehörige Infrastruktur und Freianlagen realisiert. Das Ziel: ein klimaneutraler, innovativer und moderner Wissenschaftsstandort, der alle derzeit ausgegliederten Fachbereiche der Universität auf dem Campus wieder zusammenführt.

Eine innovative Methode der Zusammenarbeit
Die Gesamtkomplexität des Bauvorhabens mit großem Bauvolumen, einer geplanten Laufzeit von rund 10 Jahren, den Anforderungen aus dem laufenden Universitätsbetrieb und dem Denkmalschutz erfordert eine andere Herangehensweise an die Projektabwicklung. Deshalb haben sich der Bauherr Bundeswehr und die Bundesbauabteilung für eine innovative Abwicklungsmethode entschieden: die Integrierte Projektabwicklung (IPA). Alle Bau- und Planungspartner sowie der Auftraggeber bilden dabei von Anfang an eine gleichberechtigte Allianz, die gemeinsam die Verantwortung übernimmt – inkl. der Chancen und Risiken. Diese kollaborative Zusammenarbeit soll einen zügigen und effizienten Planungs- und Bauprozess gewährleisten im Sinne „Best for Project“.

Bundesweite Bedeutung des Bauvorhabens
Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Stärkung der Bundeswehr kommt dem Projekt „Campus DOK“ eine wichtige Rolle zu. Die Bundeswehr tätigt mit der Campusentwicklung eine wichtige Investition in die Zukunft der universitären Ausbildung ihres Führungskräftenachwuchses als elementaren Bestandteil der Offizierausbildung. Auch für die Stadt Hamburg ist das Projekt von enormer Bedeutung, da der neue Campus den Forschungs- und Wissenschaftsstandort stärken wird.

Die Bundesbauabteilung als Bauherrenvertreterin hat folgende Bau- und Planungspartner für das Projekt gewinnen können:

Objektplanung Gebäude:

  • Heinlewischer Partnerschaft freier Architekten mbB
  • MO Architekten – Moritz + Krause PartGmbB
  • Wetzel & von Seht – Beratende Ingenieure Partnerschaft mbB

Erweiterte Objektplanung/ Freianlagen Ingenieurbau:

  • WES GmbH LandschaftsArchitektur
  • Glück Landschaftsarchitektur GmbH
  • BPR Dr. Schäpertöns Consult GmbH & Co.KG

Fachplanung Technische Ausrüstung ELT (elektrische Anlagen):

  • RMN Ingenieure GmbH

Fachplanung Technische Ausrüstung HLSM (Heizung, Lüftung, Sanitär & Maschinentechnik):

  • Buro Happold GmbH

Ausführung Abbruch, erweiterter Rohbau und Fassade:

  • HOCHTIEF Infrastructure GmbH Building Hamburg

Ausführung Ausbau und Laborbau:

  • Lindner SE

Ausführung Tiefbau, Abbruch, Außen- und Verkehrsanlagen:

  • WIWA Wilko Wagner GmbH

Ausführung Technische Ausrüstung ELT (elektrische Anlagen):

  • Rud. Otto Meyer Technik GmbH

Ausführung Technische Ausrüstung HLS (Heizung, Lüftung, Sanitär):

  • ENGIE Deutschland GmbH, NL Hamburg

Karen Pein, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen:
„Das Projekt ‚Campus DOK‘ ist in vielerlei Hinsicht besonders. Zum einen geht der Bau der öffentlichen Hand mit der Integrierten Projektabwicklung (IPA) neue, innovative Wege. Wir sind gespannt auf die wertvollen Erfahrungen, die sich daraus für unsere Stadt ergeben. Zugleich ist die Campusentwicklung von großer Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Hamburg: Auf dem Gelände der Helmut-Schmidt-Universität entsteht ein moderner Campus der Zukunft. Darüber hinaus leistet Hamburg mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Sicherheit und Verteidigung.“

Donald Appel, Leiter der Bundesbauabteilung Hamburg:
„Mit der Vertragsunterzeichnung starten wir nun in die konkrete Umsetzung der Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität. Das ist ein großer Meilenstein für das Projekt ‚Campus DOK‘. Mit der innovativen Abwicklungsmethode IPA haben wir deutlich mehr Kontrolle über den Kosten- und Zeitrahmen und arbeiten als gemeinsame Projektgestalter im Sinne ‚Best for Project‘. Wir sind froh, mit unseren neun Allianzpartnern feste Mitstreiter gefunden zu haben, die genauso für das Projekt brennen wie wir.“

Über die Bundesbauabteilung Hamburg
Die Bundesbauabteilung Hamburg, zugehörig zur Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg, übernimmt die Aufgaben des Bundesbaus in der Elbmetropole. Sie nimmt im Wege der Organleihe sämtliche Bauaufgaben des Bundes für die in Hamburg liegenden Bundesliegenschaften als zuständige Bauverwaltung wahr. Insbesondere ist die Bundesbauabteilung zuständig für die Planung und Durchführung von Neu-, Um- und Erweiterungsbauten sowie für die Bauunterhaltung auf militärischen und zivilen Liegenschaften des Bundes.


Kontakt:
Projektleitung „Campus DOK“
Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Amt für Bauordnung und Hochbau – Bundesbauabteilung
Nagelsweg 47 20097 Hamburg
[email protected]

Medienkontakt:
SCHWAN STUDIOS
Niels Johannsen
[email protected]
www.schwan.studio
040 466 372 94

Erste Welcome Reception für internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

HSU

15. Dezember 2025

Am 04. Dezember 2025 fand die erste Welcome Reception des neu gegründeten Welcome Office der HSU/ UniBw Hamburg statt.

Der Einladung des Präsidenten in die weihnachtlich geschmückte Offizierheimgesellschaft folgten am vergangenen Donnerstag alle internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in 2025 direkt aus dem Ausland heraus eingestellt worden sind; viele Gäste kamen in Begleitung.

In seiner Begrüßung betonte Präsident Prof. Beckmann die Bedeutung der internationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Weiterentwicklung der Internationalisierung und würdigte ihren Beitrag zur Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit der Universität.

Bei anschließendem „Cheese and Wine“ kamen Gäste und Gastgeber rasch in einen lebhaften Austausch.

Die erste Welcome Reception fand ihren Abschluss in einen gemeinsamen Besuch des traditionellen Weihnachtsmarktes des Studierendenfachbereiches Alpha.

Diese Reception soll der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen sein, die das Welcome Office in den kommenden Monaten für alle internationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität anbieten möchte. Im Rahmen der Willkommenskultur der HSU/ UniBw Hamburg zählt die Vernetzung der internationalen Mitarbeitenden neben der Beratung von internationalen Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern zu den zentralen Zielen des Welcome Office.

Modellversuch zur berühmten Münchener Eisbachwelle

HSU

19. November 2025

Im Juli 2025 beauftragte das Baureferat der Landeshauptstadt München Univ.-Prof. Dr.Ing. habil. Mario Oertel von der Professur für Wasserbau an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg damit, in einem Modellversuch sowie mittels numerischer 3D-CFD-Simulationen Variantenuntersuchungen durchzuführen, um wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse zur Strömungssituation des Eisbaches im Bereich der Prinzregentenstraße, München zu erhalten. 

m Juli 2025 beauftragte das Baureferat der Landeshauptstadt München Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Mario Oertel von der Professur für Wasserbau an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg damit, in einem Modellversuch sowie mittels numerischer 3D-CFD-Simulationen Variantenuntersuchungen durchzuführen

Der Eisbach wird im Bereich der Prinzregentenstraße durch zwei Zuflüsse gespeist, die nach einer Schussstrecke eine stehende Welle ausbilden. Der hier generierte sogenannte Wechselsprung dient als Energieumwandlungsanlage, um das Fließsystem im Englischen Garten sicher beaufschlagen zu können. Ein Wechselsprung kann in vielen Formen auftreten; u. a. auch so, dass die sich ausprägende Welle gerne von Surfern genutzt wird. Die sich ausbildende Form hängt im Eisbach von zahlreichen Faktoren ab: z. B. von den geometrischen Randbedingungen, den Zuflussmengen der beiden Bäche sowie deren Aufteilung, dem Wasserstand unterwasserseitig der Welle, und mehr. Um eine ausgeprägte Energiedissipation zu ermöglichen sind ergänzend Störsteine unter der Welle errichtet, die dem System weitere Energie entziehen. 

Das Projekt wurde kurz nach dem tödlichen Unfall im April 2025 initiiert, um die Strömungssituation des Eisbaches im Bereich der Welle wissenschaftlich zu analysieren und insbesondere die hydraulische Rolle der Störsteine zu erforschen.

Das Projekt wurde kurz nach dem tödlichen Unfall im April 2025 initiiert, um die Strömungssituation des Eisbaches im Bereich der Welle wissenschaftlich zu analysieren und insbesondere die hydraulische Rolle der Störsteine zu erforschen. Hierzu wird im Wasserbaulabor der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg ein Versuchsaufbau im Maßstab 1:5 errichtet. Zusätzliche numerische 3D-CFD Strömungssimulationen vervollständigen die Analysen und bilden in Symbiose mit dem experimentellen Modellversuch ein hybrides Modell. 

Ein skalierter Modellversuch im Wasserbaulabor bildet als gegenständliches Modell die relevanten Strömungsparameter ab und ermöglicht unter Verwendung des sogenannten Froude’schen Modellgesetzes eine Übertragung der im Labor erzielten Ergebnisse auf den Prototypmaßstab.

Im Zuge der turnusmäßigen Bachauskehr hatte das Baureferat der Landeshauptstadt München an der Eisbachwelle eine vorgeschriebene, sogenannte handnahe Überprüfung vorgenommen und zu diesem Zweck abgelagertes Sediment und Moos entfernen müssen. Nach den Arbeiten im Bachbett stellte sich Ende Oktober 2025 jedoch eine Welle ein, die nicht mehr von Surferinnen und Surfern genutzt werden kann. Die Gründe hierfür können vielseitig sein; neben den Arbeiten bei der Bachauskehr liefert das System derzeit auch sehr wenig Zufluss, was die Ausprägung einer Welle negativ beeinflussen kann. Das Baureferat München erörterte gemeinsam mit dem Referat für Klima und Umweltschutz, dem staatlichen Wasserwirtschaftsamt, Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Surf-Community, sowie wissenschaftlichen Fachleuten, u. a. von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und der Firma Dreamwave, kurzfristige und dauerhafte Lösungsansätze, nachdem das Anpassen hydraulischer Parameter Anfang November 2025 nicht zum Ausbilden einer surfbaren Welle geführt hat. Kurzfristige Lösungsansätze sollen unter der Leitung der Hochschule München sowie der lokalen Surfer-Community in Zusammenarbeit mit dem Baureferat sowie weitere Akteure erprobt werden. Hierbei kann in Absprache auch das Labormodell von Prof. Dr. Mario Oertel helfen. 

Ein skalierter Modellversuch im Wasserbaulabor bildet als gegenständliches Modell die relevanten Strömungsparameter ab und ermöglicht unter Verwendung des sogenannten Froude’schen Modellgesetzes eine Übertragung der im Labor erzielten Ergebnisse auf den Prototypmaßstab. Bei dem hier untersuchten Modell werden alle geometrischen Gegebenheiten 5-fach verkleinert im Labor nachgebaut. Aufgrund des hier gewählten sehr großen Maßstabes hat das Labormodell eine Länge von ca. 20 Metern und eine Breite von rund 5 Metern; Labordurchflüsse erreichen bis knapp 500 l/s, um die in der Natur auftretenden Durchflüsse von ca. 28 m3/s abbilden zu können. Eine Ergebnisauswertung erfolgt hinsichtlich der Fließgeschwindigkeiten und deren Verteilung sowie der Wasserstände. Die sich ausbildende Welle lässt sich in Bezug auf die Form und Lage der Welle als auch anderer Parameter, z. B. die Wellensteilheit, bewerten. Somit ermöglicht ein Labormodell gemeinsam mit einem numerischen Modell die Erprobung unterschiedlicher Maßnahmen in einem sicheren Umfeld.