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Leutnantsbeförderung im Livestream

HSU

18. Juni 2021

Am 19. Juni 2021 werden auf dem Campus der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg rund 400 studierende Offizieranwärterinnen und -anwärter durch den Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, Thomas Silberhorn (MdB), zu Leutnanten oder Leutnanten zur See und damit zu Offizieren ernannt. Die Universität überträgt das Zeremoniell im Livestream ab 11:30 Uhr auf ihrer Website.

Der Appell zur Leutnantsbeförderung ist das größte militärische Zeremoniell, das jährlich in der Hansestadt stattfindet. Wegen der Pandemie findet der Appell mit einer reduzierten Formation, viel Abstand und ohne Gäste statt.

Auch der traditionelle „Open Campus“ – ein Tag der offenen Tür, der zu diesem Anlass regelmäßig stattfindet, muss in diesem Jahr erneut ausfallen.

Die Universität überträgt den Beförderungsappell mit Staatssekretär Silberhorn in einer anderthalbstündigen Livesendung am 19.06.2021 ab 11:30 Uhr auf ihrer Website https://www.hsu-hh.de/leutnant21

Ansprechpartner für die Medien
Pressestelle, Dietmar Strey, Tel. 040 6541-2774, E-Mail: pressestelle@hsu-hh.de

Bundesministerin besucht Universität

HSU

17. Juni 2021

Die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, besucht nach ihrer 3. sicherheitspolitischen Grundsatzrede am 18. Juni 2021 die Helmut-Schmidt-Universität, um sich über aktuelle Forschungsvorhaben zu informieren und mit Studierenden zu sprechen.

Zu Beginn ihres Besuchs besichtigt die Bundesministerin das Impfzentrum, das die Universität in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsversorgungszentrum Hamburg-Mitte eingerichtet hat. Den Universitätsmitgliedern sowie den Angehörigen der Bundeswehrdienststellen aus Hamburg und Schleswig-Holstein soll hier statusunabhängig bis Ende des Sommers eine Covid-19-Schutzimpfung angeboten werden.

Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann wird im Anschluss die Ministerin über das Corona-Krisenmanagement der Universität und die durch die Pandemie verursachten Folgen für die akademische Ausbildung der Offiziere informieren.

Im besonderen Fokus der Ministerin steht der Sachstand des Zentrums für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (dtec.bw), einem von beiden Universitäten der Bundeswehr getragenem wissenschaftlichen Zentrum. Die Mittel, mit denen das dtec.bw vom Bundesministerium der Verteidigung ausgestattet wurde, werden an beiden Universitäten der Bundeswehr zur Finanzierung von Forschungsprojekten und Projekten zum Wissens- und Technologietransfer, insbesondere zu Förderungen von Firmengründungen, eingesetzt.

Zum Abschluss Ihres Programms wird Bundesministerin Kramp-Karrenbauer ausführlich mit Studierenden sprechen, die kurz vor der Ernennung zu Offizieren stehen. Der Appell zur Leutnantsbeförderung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Silberhorn am Samstag, dem 19.06.2021, um 12:00 Uhr, wird auf der Homepage der Universität live übertragen.

Ansprechpartner für die Medien

Pressestelle, Dietmar Strey, Tel. 040 6541-2774, E-Mail: pressestelle@hsu-hh.de

Neuberufen: Dominik Kreß

HSU

16. Juni 2021

In loser Folge stellen wir an dieser Stelle Persönlichkeiten vor, die Schlüsselpositionen an der Universität neu besetzt haben. Die Reihe steht dabei nicht immer im Zusammenhang mit der chronologischen Reihenfolge der Berufungen.

Univ.-Prof. Dr. Dominik Kreß, Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Beschaffung und Produktion

Ein Mann im dunklen Anzug mit Krawatte. Es ist Univ.-Prof. Dr. Dominik Kreß, Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Beschaffung und Produktion
Univ.-Prof. Dr. Dominik Kreß, Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Beschaffung und Produktion

Dominik Kreß studierte bis 2009 Wirtschaftsingenieurwesen mit der technischen Fachrichtung Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt.

Bis 2010 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Operations Research (Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Domschke) an der Technischen Universität Darmstadt und später am Lehrstuhl für Management Information Science (Prof. Dr. Erwin Pesch) der Universität Siegen, wo er 2013 zum Thema „Sequential Competitive Location on Networks“ promovierte.

2019 habilitierte er sich an derselben Universität. Seine Habilitationsschrift trägt den Titel „Algorithmic, Game Theoretic and Educational Perspectives on Optimization Problems with Applications in Logistics and Production“.

Von 2019 bis 2020 hatte Dominik Kreß stellvertretend die Leitung der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insb. Beschaffung und Produktion an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg inne.

Zum 01.04.2020 nahm er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Data Analytics an der Mercator School of Management der Universität Duisburg-Essen an.

Seit dem 01.11.2020 leitet er die Professur für Betriebswirtschaftslehre, insb. Beschaffung und Produktion an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Seine Forschung beschäftigt sich mit der Anwendung quantitativer Methoden des Operations Research zur Unterstützung von Managemententscheidungen und zur Automatisierung industrieller Wertschöpfungsprozesse in Beschaffung, Produktion und Logistik.

Schnelltestcenter Rodigallee zieht um

HSU

14. Juni 2021

Seit dem 14. Juni 2021 können sich Bürgerinnen und Bürger auf dem Campus der Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85, testen lassen.
Das Schnelltestcenter im Garten des Offizierkasinos, Rodigallee 98, ist geschlossen.

Das Testzentrum ist Teil des kostenlosen Schnelltest-Angebots der Freien und Hansestadt Hamburg. Bürgerinnen und Bürger, die sich testen lassen möchten, zeigen bitte ihren QR-Code, den sie bei der Terminvergabe erhalten haben, an der Wache vor.

Das Testzentrum im Hauptgebäude der Universität ist geöffnet Montag bis Freitag, 7 bis 14 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr. Es steht nach wie vor auch allen Universitätsmitgliedern zur Verfügung.

Zur Terminvergabe

Neuberufen: Mario Oertel

HSU

7. Juni 2021

In loser Folge stellen wir an dieser Stelle Persönlichkeiten vor, die Schlüsselpositionen an der Universität neu besetzt haben. Die Reihe steht dabei nicht immer im Zusammenhang mit der chronologischen Reihenfolge der Berufungen.

Prof. Dr.-Ing. habil. Mario Oertel, Professur für Wasserbau

Ein Mann im blauen Hemd mit einem dunklen Sakko. Im Hintergrund das universitätsgebäude.
Prof. Dr.-Ing. habil. Mario Oertel, Professur für Wasserbau

Mario Oertel studierte von 1998 bis 2003 Bauingenieurwesen an der Bergischen Universität Wuppertal. Im Anschluss war er dort bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter und wurde mit einer Thematik im Bereich des Hochwasserschutzes promoviert. Von 2008 bis 2012 war Oertel Akademischer Rat an der Bergischen Universität Wuppertal, wo er sich mit einem Thema über die Hydraulik von Blocksteinrampen in Riegelbauweise habilitierte.

Von 2012 bis 2021 war Mario Oertel Professor für Wasserbau an der Technischen Hochschule Lübeck. Dort war er auch von 2014 bis 2018 Beauftragter für die Lehre für das Bauingenieurwesen und Studiengangsleiter für die zugehörigen Bachelor- und Masterstudiengänge – später von 2018 bis 2020 leitete Oertel zudem als Dekan den Fachbereich Bauwesen der TH Lübeck.

2021 folgte Mario Oertel dem Ruf auf die Professur für Wasserbau an der Fakultät für Maschinenbau (Bereich Bauingenieurwesen) der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Seine beruflichen Interessen liegen im Bereich der Wasserbauwerke mit den Schwerpunkten Nicht-Lineare Wehre und Fischaufstiegsanlagen, sowie im Bereich der Messtechnik, Programmierung und numerischen Strömungssimulation im Wasserbau. Den Aufbau des neuen Wasserbaulabors sieht Mario Oertel  als Kernelement der Professur.

Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann über den Fortgang der Impfkampagne, weitere Erleichterungen und die Lehrplanungen für das Herbstrimester

HSU

4. Juni 2021

In seiner heutigen Videobotschaft spricht der Universitätspräsident über den Stand beim Impfen der Universitätsangehörigen, Lockerungen der Pandemie-begründeten Einschränkungen auf dem Campus, den Beförderungsappell mit der Bundesministerin der Verteidigung, die Rückkehr zum Präsenzbetrieb und die Planungen für das Herbsttrimester 2021.

Die Videobotschaft vom 03.06.2021 im Volltext

Liebe Universitätsmitglieder,
liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

das Wichtigste zuerst: Aktuell ist nur ein Universitätsmitglied an COVID-19 erkrankt.
Zwei Universitätsmitglieder befinden sich in häuslicher Isolation. 86 haben die Krankheit offiziell überstanden. Allen, die betroffen sind oder waren, wünsche ich schnelle und vollständige Genesung.

Sie sehen, meine Damen und Herren, dass sich der erfreuliche Trend, auf den wir so lange gehofft haben, auch in der Universität widerspiegelt. Neben dem langen Lockdown zeigt auch die Impfkampagne ihre Wirkung.

Wie ich weiß, steht der Fortgang des Impfens für viele von Ihnen im Vordergrund. Wir konnten bislang drei Runden Erstimpfungen und zwei Runden Zweitimpfungen im eigenen Impfzentrum realisieren. Auf diese Weise haben wir heute mehr als 400 vollständig geimpfte Universitätsmitglieder sowie um und bei 300 weitere, die bereits die erste Impfung erhalten haben.

Im Rahmen der Terminvergabe begegnen wir auch einer großen Zahl von Impfkandidat:innen, die bei der Anfrage durch das Lagezentrum mitteilen, sie hätten bereits extern eine Impfung erhalten. Wir klären jetzt diese „Dunkelziffer” auf. Bitte teilen Sie dem Lagezentrum unbedingt mit, wenn Sie bereits außerhalb der HSU/UniBw H  geimpft wurden, damit wir die Impfstoffverteilung reibungsloser planen können.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat, ebenso wie Niedersachsen, seit dem 31. Mai auch die Personen, die an Hochschulen tätig sind (gemäß Paragraph 4 Satz 1 Ziffer 8), zum Impfen aufgerufen. Wir stellen Ihnen, sofern ein Beschäftigungsverhältnis an der Universität besteht, weiterhin Arbeitgeberbescheinigungen aus. Wer sich eine solche Bescheinigung ausstellen lässt, verzichtet damit nicht automatisch auf die Erstimpfung auf dem Campus. Das ist mir wichtig! Ich bitte aber nochmals dringend darum, eine externe Impfung dem Lagezentrum anzuzeigen.

Fest steht, dass der Impfstoff – auch bei der Bundeswehr – immer noch knapp ist. Die von mir erhoffte Regelmäßigkeit der Lieferung ist bislang ausgeblieben. Die gute Nachricht ist, dass wir immerhin für die kommende Woche wieder eine Impfstoffzusage erhalten haben und am 10. Juni werden impfen können. Auch für die Zukunft habe ich Hoffnung.

Nachdem wir inzwischen fast alle Personen geimpft haben, die einer Priorisierung nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission unterfielen oder nach Maßgabe des Trägers bevorzugt zu impfen waren und die das auch wollten, können wir nun unsere Impfkampagne ohne weitere Priorisierung fortsetzen.
Ich habe das verantwortliche Sanitätsversorgungszentrum gebeten und unser Lagezentrum angewiesen, außerhalb medizinischer Indikation scharf darauf zu achten, dass auch nur der Anschein einer Privilegierung bestimmter Statusgruppen vermieden wird.

Wir impfen ab jetzt so, wie wir Impfstoff bekommen. Sofern Sie Soldat oder Soldatin an der Universität sind, erfahren Sie von Ihren militärischen Vorgesetzten die Einzelheiten auf dem Dienstweg. Im gleichen Zug  impfen wir auch alle zivilen Kolleginnen und Kollegen.

Eine weitere gute Nachricht gibt es zum Thema Testzentrum: Der Vertrag mit der Betreiberfirma, die im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg auf dem Campus und an der Offizierheimgesellschaft Schnelltests anbietet, wurde zunächst bis Ende Juni verlängert. Bitte machen Sie Gebrauch davon, wenn Sie auf den Campus kommen. Sie können sich online für einen Test anmelden. Das Ergebnis bekommen Sie dann auch, sofern Sie das zulassen, in der Corona-Warn-App angezeigt.

So viel zu Impfen@HSU und Testen@HSU. Nun noch ein paar Sätze zum Leben auf dem Campus in dieser Phase der Pandemie.

Die allgemeine Entspannung der Pandemiesituation in Deutschland erlaubt es auch uns, über Lockerungen bei den Einschränkungen nachzudenken.

Für Wohnebenen haben wir die gemeinsame Verpflegungsaufnahme im Freien freigegeben. Diese Regelung wurde durch den Leiter des Studierendenbereichs initiiert, bereits verkündet und umgesetzt. Seine Videobotschaft verlinken wir im Text.

Ich habe das Sportzentrum gebeten, ein Konzept für die Öffnung des Gyms im Douaumont-Bereich zu erarbeiten. Der Zugang wird hier allerdings nur für vollständig Geimpfte realisierbar sein. Die zugehörige Regelung wird bis zum 7. Juni erarbeitet und dann auch ruck-zuck umgesetzt.

Die Nutzung von einzelnen Arbeitsplätzen in der Bibliothek wurde bereits wieder ermöglicht – zunächst gibt es 37 Arbeitsplätze –, andere im Zuge der Pandemie eingeführte Dienstleistungen der Bibliothek bleiben bestehen.

Diese und andere Maßnahmen entsprechen meiner Absicht, die Resilienz und Durchhaltefähigkeit der Universitätsbürgerinnen und -bürger zu erhöhen. Sie erinnern sich: Das war die Absicht, militärisch gesprochen die Ziffer 3 Alphabei der Weisung Nr. 7 zur Pandemiebekämpfung an unserer Universität.

Am 19. Juni findet um 14 Uhr die Ernennung der Oberfähnriche und Oberfähnriche zur See zu Leutnanten und Leutnanten zur See statt. Ohne Publikum, aber keinesfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Auflagen, die die Corona-Eindämmungsverordnung der Freien und Hansestadt Hamburg für Veranstaltungen mit Publikum macht, sind – zumal unter den sicherheitsbedingten Einschränkungen, die der Besuch eines Mitglieds der Bundesregierung mit sich bringt – nicht zu erfüllen.

Wir haben uns daher zu einem anderen Weg entschlossen: Wir bieten Ihnen, liebe Hochschulmitglieder, ihren Familien – und besonders natürlich den Angehörigen der Studierenden, die befördert werden – die Möglichkeit, im Livestream bei YouTube unmittelbar dabei zu sein. Mit sehr großem technischen und personellen Aufwand produzieren Medienzentrum, Pressestelle und Studierendenbereich eine anderthalbstündige Fernsehsendung, bei der die Zuschauerinnen und Zuschauer mit Sicherheit näher am Geschehen sein werden, als dies der Fall wäre, wenn sie auf der Tribüne des Sportplatzes stünden.

Im Anschluss wird es für die interessierte Öffentlichkeit die Chance geben, über Microsoft Teams mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über aktuelle Fragen zu diskutieren. „Meet The Scientist“ haben wir diesen Veranstaltungsteil genannt, bei dem insbesondere die Eltern unserer Studierenden die Dozentinnen und Dozenten ihrer Söhne und Töchter kennenlernen können.

Die Einladungen gehen in diesen Tagen raus. Bitte fühlen Sie sich alle eingeladen. Das Programm gibt es auf unserer Homepage, momentan arbeiten wir allerdings noch an den Details.

Ich freue mich sehr, dass unsere Ministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, zum ersten Mal in ihrer Amtszeit nun live auf dem Campus sein wird. Bisherige Besuche mussten wegen der Pandemie oder aus anderen Gründen immer wieder verschoben werden oder fanden, wie zuletzt im November 2020, nur online statt. Am 19. Juni wird sie persönlich die Ernennung der Leutnante begleiten.

Wie geht es danach weiter?

Nun, nur wenige Tage später beginnt die vorlesungsfreie Zeit. Wir bereiten dazu bereits jetzt die Weisung Nr. 8 vor, die vom 1. Juli bis zunächst 30. September gelten soll. Bis zum 14. Juni soll der Entwurf vorliegen und anschließend in den Beteiligungsgremien abgestimmt werden.

Mein Ziel ist es, unter Berücksichtigung der äußeren Randbedingungen und der Entwicklung der Pandemie wieder mehr Gemeinschaft auf dem Campus, sprich mehr Präsenz zu ermöglichen.

Für das sich anschließende Herbsttrimester kennen wir die staatlichen Auflagen noch nicht, insbesondere, was die Abstandsregelungen angeht. Das liegt nicht am Staat – der kennt diese Auflagen auch noch nicht. Die Veranstaltungsplanung hängt jedoch davon unmittelbar ab. Denn erst, wenn wir wissen, wie viele Menschen sich in einem Raum bestimmter Größe aufhalten dürfen, können wir Lehrveranstaltungen in Präsenz planen.

Die anderen Hamburger Hochschulen neigen gerade dazu, Vollpräsenz zu planen in der Annahme, dass die Abstandsregeln für uns aufgehoben werden und in den Wintermonaten auch aufgehoben bleiben.

Die Pläne der Universität sollen aber verlässlich bleiben, auch wenn sich die Bedingungen im Winter wieder ändern mögen. Denn ich will, dass alle Universitätsangehörigen, dass Lehrende und Lernende stabile Erwartungen bilden können. Ich erwarte, dass wir mit dem Virus weiter werden leben müssen – im besten Fall liefe das auf eine alljährliche Auffrischungsimpfung hinaus.

Damit wir aber nicht im laufenden Trimester die Pferde wechseln müssen, damit wir nicht wieder im schlimmsten Fall alles umwerfen müssen wie im März 2020, planen wir bereits jetzt so, dass wir ein Maximum an Präsenz mit einem resilienten Konzept erreichen.

Dafür gehen wir davon aus, dass spätestens bis zum September  alle von uns geimpft sind, die geimpft werden wollen.

Und dann ist die Idee, dass sich alle Studierenden ab Oktober wieder auf dem Campus oder in Wohnungen am Dienstort aufhalten werden. Wir nennen das „Campus Office“, um es vom bisher gelebten Home Office abzugrenzen. Dabei wird das vor der Pandemie normale Campusleben der Studierenden wird ermöglicht, soweit es geht.

Das „Campus Office“, also die Wiedereinführung der Präsenzpflicht, bildet das Rückgrat unseres Plans. Denn dies vermeidet Wechsel- und Pendelzeiten, so dass wir die nötige Flexibilität bekommen.

Große Vorlesungen werden mit vollständiger Präsenz, das heißt ohne AHA-Regeln, geplant, aber mit alternativer digitaler Darbietung. Der Hintergrund ist ganz einfach: Wir haben nicht genügend Räume, um große Vorlesungen, beispielsweise die Einführungsveranstaltungen, mit AHA-Regeln auf mehrere Hörsäle verteilen zu können. Diese können also nur ohne Abstand stattfinden, sofern die Lage das zulässt. Oder eben komplett digital. Im „Campus Office“ können wir jederzeit verzugslos zwischen präsentischen und digitalen Darbietungsformen wechseln.

Kleine und mittlere Lehrveranstaltungen werden entweder als Präsenzveranstaltungen und mit AHA-Regeln oder digital dargeboten. Diese Festlegung wird im Voraus getroffen und auch wie angekündigt durchgehalten. Dadurch garantieren wir, dass es auch im „Worst Case“ zumindest noch einige Lehrveranstaltungen in Präsenz geben wird.

Da die Kapazitäten nicht ausreichen, alles in Präsenz anzubieten, werden die Studierendenjahrgänge 2020 und 2021 priorisiert, damit hier die studentische Sozialisation so schnell wie möglich erfolgen bzw. nachgeholt werden kann. Denn die „Neuen“ haben den Campus ja noch gar nicht erleben und sich hier noch nicht einfinden können.

Es kommt mir darauf an, dass die sozialen Aspekte der Präsenzlehre und des gemeinsamen Lehrens, Lernens, Forschens so schnell wie möglich wieder zum Tragen kommen können. Wir sind keine Fernuniversität und können das auch nicht werden, denn das eng getaktete Studium im Trimestersystem machen die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden, das Bilden von Lerngruppen, die Kameradschaft auf den Wohnebenen zwingend erforderlich.

Diese Planungen im Zeichen einer sich abschwächenden Pandemie erinnern mich an den Filmtitel „Zurück in die Zukunft“. Das gilt auch für die Wiederaufnahme unserer operativen Planungen zur Umsetzung der Hochschulstrategie, die wir 2019 vor dem disruptiven Ereignis gemeinschaftlich beschlossen hatten.

Wir wollen zurück. Zurück zur Präsenz, die das Herzblut unseres Wissenschaftscampus ausmacht. Zurück zur persönlichen Interaktion von Lehrenden, Lernenden und Forschenden, die ein Wesensmerkmal jeder echten Universität ist. Zurück zur gelebten Kameradschaft unter den studierenden Offizieren und Offizieranwärter:innen, die für uns als Universität der Bundeswehr konstitutiv ist – und die bei der Bewältigung der Herausforderungen eines Intensivstudiums hilft. Zurück zu vielem mehr. Ich habe die Streaming-Veranstaltungen, welche Großereignisse seit 15 Monaten ersetzen, jedenfalls gründlich satt. Vielen von Ihnen wird es ähnlich gehen.

Aber doch nicht ganz zurück ins Jahr 2019. Jedenfalls sollte sich das, wozu wir zurückkehren, auf wundersame Weise zum Besseren verändern wie im Film für Marty McFly. Wir werden Lehren aus unseren Erfahrungen mit der Digitalisierung von Lehre und administrativen Prozessen ziehen. Nicht jede Besprechung muss präsentisch sein. Wir wollen nicht, dass Lehrende Studierende mit Konserven abspeisen, aber ein Mitschnitt zur Wiederholung darf es schon sein. Wir werden unsere Plattformen verbessern. Und es muss nicht mehr jeder Laufzettel als papierner Zettel daherkommen.

Wer sich an den Film „Zurück in die Zukunft“ erinnert: Marty McFly hatte den Grundstein für die bessere Zukunft, in die er zurückkehrte, während seines Aufenthalts in der Vergangenheit gelegt. So wollen wir’s auch machen: Wir überlegen uns jetzt unsere „Lessons Learned“ und setzen das um. Die entsprechenden Prozesse habe ich bereits angestoßen. Und ich freue mich, den Weg gemeinsam mit Ihnen gehen zu können.

Die notwendigen 1.21 Gigawatt Energie pro Sekunde werden wir schon aufbringen J Wenn wir das zusammen angehen.

Dies ist womöglich die letzte Videobotschaft vor der Sommerpause. Vorsorglich wünsche ich den Studierenden viel Erfolg bei der bevorstehenden Prüfungsphase. Und Ihnen allen einen schönen Sommer.

Und bitte bleiben Sie gesund.

Eine Sache noch:

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um allen zu danken, die sich in den letzten Monaten mit kreativen Konzepten für die Gemeinschaft eingesetzt haben und dabei auch noch etwas für den guten Zweck getan haben. Mit der Pump@home Challenge, der Alpha-Challenge und der Run@home Challenge ist eine Spendensumme von insgesamt knapp 30.000 Euro zustande gekommen. Mein ausdrücklicher Dank und meine Anerkennung gehen an alle Organisatoren und Beteiligten.

Die Run@home Challenge 2.0 hatte die Intention, den abgesagten Solidaritätslauf in digitaler Form zu ersetzen, um auch in diesem Jahr Spenden für versehrte Einsatzkräfte von Bundeswehr und Polizei sowie deren Angehörigen zu sammeln. 731 Läuferinnen und Läufer sind kumuliert 36.502 Kilometer gelaufen und haben eine Spendensumme von 10.000 Euro generiert.

Ich möchte mich bei den Studierenden des Organisationsteams und bei allen Läuferinnen und Läufern für ihr Engagement bedanken und hoffe Sie im nächsten Jahr wieder persönlich auf dem Campus der Helmut-Schmidt-Universität begrüßen zu können.

Neuberufen: Philipp Neumann

HSU

3. Juni 2021

In loser Folge stellen wir an dieser Stelle Persönlichkeiten vor, die Schlüsselpositionen an der Universität neu besetzt haben. Die Reihe steht dabei nicht immer im Zusammenhang mit der chronologischen Reihenfolge der Berufungen.

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Philipp Neumann, Professur für High Performance Computing (HPC)

Ein Mann mit weißem Hemd und dunklem Sakko steht auf einer mit rotem Teppich ausgelegter Fläche
Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Philipp Neumann, Professur für High Performance Computing (HPC)

Philipp Neumann studierte von 2003 bis 2008 Technomathematik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und fertigte von 2008 bis 2013 am Lehrstuhl für Wissenschaftliches Rechnen, Institut für Informatik, der Technischen Universität München seine Dissertation zum Thema „Hybrid Multiscale Simulation Approaches for Micro- and Nanoflows“ an. Noch bis 2016 verblieb er an der TU München als wissenschaftlicher Programm-Manager für das DFG-Schwerpunktprogramm „Software for Exascale Computing“ (SPPEXA). Zwei Forschungsaufenthalte führten ihn 2014 an die brasilianische Universidade Federal de Juiz de Fora und an die Brown University, Rhode Island, USA.

Von 2016 bis 2019 war Philipp Neumann am Deutschen Klimarechenzentrum in Hamburg und von 2017 bis 2019 als Postdoktorand an der Universität Hamburg in der Forschungsgruppe Wissenschaftliches Rechnen beschäftigt. Die Habilitation zum Thema „Algorithms and HPC Software for Molecular-Continuum Flow Simulation” an der Technischen Universität München (TUM) folgte 2019. Im selben Jahr folgte Philipp Neumann dem Ruf auf die Professur für High Performance Computing der Fakultät für Maschinenbau der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf HPC für Molekulardynamik-Simulationen sowie für Mehrskalensimulationen in der Fluiddynamik. Hierbei erforscht seine Gruppe, wie gekoppelte Simulationsprobleme effizient auf Supercomputern gelöst werden können. Beispiele aktueller Forschung umfassen Fehlertoleranzansätze für Mehrskalensimulationen, um effektiv auf etwaige Hardware-Fehler auf Großrechnern reagieren zu können, oder die Entwicklung robuster, eng gekoppelter Molekular-Kontinuums-Ansätze. Weitere Forschungsrichtungen liegen an der Schnittstelle von HPC bzw. numerischer Simulation und Datenwissenschaften/Maschinellem Lernen.

Seit 2021 ist er IT-Beauftragter der Fakultät für Maschinenbau und Mitglied des Akademischen Senats der HSU. Im Rahmen des Zentrums für Digitalisierungs- und Technologieforschung (dtec.bw) etabliert er derzeit mit Partnern eine HPC-Kompetenzplattform an den Bundeswehruniversitäten und ein HPC-Rechenzentrum an der HSU.

Bestpreis der Clausewitz-Gesellschaft

HSU

2. Juni 2021

Für besondere Leistungen im Studium und vorbildliche militärische Pflichterfüllung erhielten Leutnant Jasper Gollwitzer (Studienfach Maschinenbau), Oberleutnant Jan Schillkowski (Studienfach Bildungs- und Erziehungswissenschaft) und Leutnant zur See Phillip Strohbach (Studienfach Betriebswirtschaftslehre) den Preis der Clausewitz-Gesellschaft e. V. 2020. Der Preis besteht aus einer dreijährigen Mitgliedschaft in der Gesellschaft.

Die Preise hätten ursprünglich bei der Immatrikulationsfeier im Oktober 2020 überreicht werden sollen. Wegen der Pandemie musste die Preisverleihung immer wieder verschoben werden. Schließlich war es doch gelungen, alle drei Preisträger zur selben Zeit auf den Campus zu bekommen. Der Stellvertretende Leiter des Studierendenbereichs, Oberstleutnant Dipl.-Päd. Thomas Waterholter, überreichte im Namen der Preisstifterin jedem der drei Preisträger einen Band von Clausewitz‘ „Vom Kriege“ und das Jahrbuch der Gesellschaft.

Defense AI Observatory analysiert Einsatz künstlicher Intelligenz in Streitkräften

HSU

2. Juni 2021

Mit dem Defense AI Observatory (DAIO) wurde an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) eine politikwissenschaftliche Forschungseinrichtung zur Nutzung Künstlicher Intelligenz in militärischen Kontexten gegründet. Das DAIO beobachtet und analysiert weltweit deren Einsatz in Streitkräften. Die Institution ist Teil des Projekts „GhostPlay“, das vom Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (dtec.bw) finanziert wird. Geleitet wird das Gesamtvorhaben an der HSU/UniBw H von Prof. Dr. Gary Schaal, Inhaber der Professur für Politikwissenschaft, insbes. Politische Theorie.

Künftige Konfliktbilder werden durch teilautonome Systeme und automatisierte Routinen deutlich an Fahrt gewinnen. Dieser Umstand verkürzt die Zeit zur Entscheidungsfindung in diesen Settings erheblich. GhostPlay zielt darauf ab, Fähigkeiten und Technologien für militärische Operationen zu entwickeln, die den Entscheidungsprozess an diese neue Geschwindigkeit anpassen. Die analytische Grundlage hierfür liefert das DAIO. Im Ergebnis will das Projekt militärische Handlungsfähigkeit sichern und die nationale Souveränität im digitalen Raum stärken.

Im Fokus des DAIO stehen drei inhaltlich eng miteinander verbundenen Arbeitsschwerpunkte:

  • Kultur- und Konzeptentwicklung sowie Organisationstransformation im Kontext der Anforderungen an die militärische Innovation
  • Aktuelle und künftige Konfliktbilder, Konfliktdynamik und Einsatzerfahrungen vor dem Hintergrund des Einsatzes neuer Technologien
  • Rüstungsindustrielle Dynamik mit besonderem Blick für die Gestaltung industriell-technischer Ökosysteme im Wechselspiel klassischer und moderner Technologien

Aktuelle Forschungsergebnisse stellt das DAIO der Scientific Community seit Kurzem auf seiner neuen Webpräsenz öffentlich zur Verfügung. Das erste Paper des DAIO „Beware the Hype – What Military Conflicts in Ukraine, Syria, Libya, and Nagorno-Karabakh (Don’t) Tell Us About the Future of War“ nimmt eine vergleichende Bewertung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser vier Konflikte vor. Die Autoren Heiko Borchert, Torben Schütz und Joseph Verbovszkey legen dabei ein besonderes Augenmerk auf das Zusammenspiel von unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs), Luftverteidigung und elektronischer Kriegsführung. 

Über Prof. Dr. Gary Schaal

Prof. Dr. Gary Schaal ist Projektleiter des Forschungsvorhabens GhostPlay und des DAIO. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, insbesondere Politische Theorie an der Helmut-Schmidt-Universität, Co-Vorstand des German Institute for Defence and Strategic Studies und leitet den Interdisziplinären Forschungsschwerpunkt Maritime Sicherheit. Er studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der FU Berlin.

Neuberufen: Sigrid Hartong

HSU

19. Mai 2021

In loser Folge stellen wir an dieser Stelle Persönlichkeiten vor, die Schlüsselpositionen an der Universität neu besetzt haben. Die Reihe steht dabei nicht immer im Zusammenhang mit der chronologischen Reihenfolge der Berufungen.

Univ.-Prof. Dr. Sigrid Hartong, Professur für Soziologie

Eine blonde junge Frau, die an einem Baum lehnt. Im Hintergrund das Universitätsgebäude.
Univ.-Prof. Dr. Sigrid Hartong, Professur für Soziologie

Sigrid Hartong studierte von 2004 bis 2008 Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziales Management an den Universitäten Hamburg und Bamberg.
Sie wurde 2012 im Fach Soziologie im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Märkte und Sozialräume in Europa“ an der Universität Bamberg promoviert. Der Titel ihrer lautet „Basiskompetenzen statt Bildung? Wie PISA die deutschen Schulen verändert hat“ (Frankfurt/Main, Campus 2012).
Von 2012 bis 2015 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Bildung, Schule, Unterricht – Transnationalisierung von Bildung“ an der Universität Bamberg.

Auslandsaufenthalte führten sie 2009 ans Population Research Center an der University of Texas/Austin, 2010 zu einem Forschungsaufenthalt nach Masaka/Uganda bei Caritas MADDO und 2014 an die Graduate School of Education and Human Development der George-Washington-University in Washington, D. C.

Seit 2014 ist Hartong an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr tätig. Zunächst war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt gesellschaftliche Grundlagen von Bildung und Erziehung (Prof. Thomas Höhne) und etablierte hier ein Forschungsprofil zu Digital Educational Governance. Zwischen 2017 und 2020 leitete sie das DFG-Forschungsprojekt „Bildungsdatenmanagement – Neue Wissens-, Interdependenz- und Einflussstrukturen im Kontext der Digitalisierung von Educational Governance“ , seit 2018 leitet sie ein Teilprojekt im BMBF-Verbund DATAFIED – DATA For and In EDucation.

Im Oktober 2017 habilitierte sie sich im Fach Erziehungswissenschaft und erhielt 2018 die venia legendi. Der Titel ihrer Habilitation lautete: „Bildungsstandardisierung in den USA. Vergessene Ursprünge und aktuelle Transformationen“ (Juventa Verlag 2018).
2020 folgte Sigrid Hartong dem Ruf auf die Professur für Soziologie, insbesondere Transformation von Governance in Bildung und Gesellschaft, an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Diese Professur ist im Rahmen des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Der Schwerpunkt der Professur liegt auf qualitativer Governanceforschung, insbesondere zur wachsenden Datafizierung und Digitalisierung von Bildung und Gesellschaft sowie zum Wandel von Bildungssystemen im internationalen und historischen Vergleich. Daneben steht die Förderung von Transfer zwischen Bildungsforschung, Bildungspolitik und Bildungspraxis im Zentrum.