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Neujahrsansprache des Präsidenten HSU/UniBw H

HSU

7. Januar 2022

Ausblick, Augenblick, Rückblick – in seiner Neujahrsrede spricht Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann über die bevorstehende Rückkehr zur Präsenzlehre, die aktuellen Grundlagen dieser Entscheidung und den Forschungsoutput, den die HSU/UniBw H 2021 hervorgebracht hat.

Liebe Universitätsmitglieder,
liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

zunächst möchte ich Ihnen und Ihren Angehörigen ein glückliches neues Jahr wünschen. Mögen sich Ihre Wünsche erfüllen!

Einer meiner Wünsche war, bei dieser Ansprache zum neuen Jahr ohne das „C-Wort“ auskommen zu können. Zumindest dieser ist leider nicht in Erfüllung gegangen.

2021 war für viele von uns ein Jahr der Hoffnung: Wie auf einen trägen Ladebalken stierten wir seit dem Frühjahr auf den Fortschritt der nationalen Impfkampagne, in der Hoffnung, spätestens bei 90 Prozent endlich unser altes Leben, unsere Freiheiten wiederzuerlangen.

Für die HSU hatte das SanVersZ Hamburg-Mitte bereits Ende April die ersten 220 Dosen der damals noch knappen Corona-Schutzimpfung verteilt, im Sommer waren 400 Personen vollständig geschützt und im August hatten wir die kritische Durchimpfungsrate von 90 Prozent auf unserem Campus erreicht.

Doch wie das Licht zum Jahresanfang ist auch unsere Zuversicht, diese Pandemie schnell zu überwinden, aktuell noch gedämpft. Dies aus zwei Gründen: Derzeit sind nur etwas mehr als 70 Prozent der Bürger und Bürgerinnen in Deutschland zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Manche zaudern aus verschiedenen Gründen, hinter denen oft subjektive Ängste und der Vertrauensverlust in Politik wie Wissenschaft liegen.

Dieser Skepsis gilt es immer wieder mit Argumenten und ohne Vorverurteilung entgegenzutreten, denn künftig wird sie auch andere Mammutaufgaben unserer Gesellschaft begleiten. Und für uns als Universität wird damit eine Aufgabe im Rahmen der „Third Mission“ Wissenstransfer angesprochen. Darauf hat der Wissenschaftsrat in seiner jüngsten Stellungnahme zur Wissenschaftskommunikation klar hingewiesen.

Denn eines darf man nicht vergessen: Nur durch neue Methoden zur Impfstoffherstellung wie der mRNA-Technologie schaffen wir es, der Wandlungsfähigkeit des Virus rechtzeitig etwas entgegenzusetzen.

Doch wir als Universität haben uns Omikron gestellt: Durch die noch bis 20. Jänner 2022 bei uns laufende Boosterkampagne haben wir unseren Teil dazu beigetragen, die Welle zu verzögern, unsere Leute zu schützen und einem normalen Universitätsbetrieb näher zu kommen.

Eng geknüpft an das Maßnahmenkonzept der Bundesregierung und den lokalen Fortschritt unserer Impfkampagne gestalteten wir auch den Lehrbetrieb des Jahres 2021.

In den vergangenen Winter- und Frühjahrstrimestern, noch während des ewigen „Wellenbrecher-Lockdowns“, stand die Planbarkeit und die Vermeidung von Doppelklausurphasen im Vordergrund. Wir hatten die digitale Lehre und unsere Möglichkeiten, im Homeoffice zu forschen und zu arbeiten, soweit verbessert, dass die Auftragserfüllung auch abseits des Campus bewältigt werden konnte. Allerdings mit erheblichen Abstrichen.

Im Herbsttrimester 2021 kam es in Abstimmung mit dem Ressort und der ÖRA zu einer Hybridisierung der Lehre. Im Rahmen eines Stufenplans führten wir die Anwesenheitspflicht für Studierende wieder ein, wobei digitale Lehranteile aus dem so genannten Campus Office zu bestreiten waren. Ein Ansatz, der im Nachgang als ambivalent einzustufen ist: Die tatsächliche Ausgestaltung des Lehrangebots und die damit einhergehende Verteilung der Präsenzanteile führte zu erheblichen Unterschieden zwischen Studiengängen und Studienjahrgängen. Einigen Studierenden wurde überhaupt kein Präsenzangebot gemacht, obwohl sie auf dem Campus ausharren mussten. 

Das ist ein Umstand, den wir so nicht mehr wollen: Im Wintertrimester bekennen wir uns ab dem 24.1.2022 zu einer vollumfänglichen Präsenzlehre mit den gewohnten E-Learning- Anteilen, die unter den entsprechenden Vorkehrungen sichergestellt werden soll.

Das einstimmige und deutliche Bekenntnis des Akademischen Senats zur Präsenzlehre – ein Beschluss vom letzten Dezember – erteilt uns dafür das Mandat.

Wir beginnen in vier Tagen, also am kommenden Montag den 10. Jänner, mit digitalen Veranstaltungen. Diese finden gemäß dem für die Präsenzlehre festgelegten Plan statt. Nur der Ort ändert sich: vom Seminarraum auf MS Teams.

Am 17.01. lebt die Anwesenheitspflicht der Studierenden am Dienstort Hamburg wieder auf. Eine Woche später, am 24.01., werden alle Lehrveranstaltungen auf Präsenz umgestellt – bis auf das bereits erwähnte didaktisch sinnvolle E-Learning.

Warum diese zwei digitalen Wochen? Die Zeit benötigen wir, um unsere Universitätsbürger:innen durchzuboostern und eine 95-prozentige Boosterquote zu erreichen. Erst dann halten wir Veranstaltungen in den großen Hörsälen für vertretbar im Sinne des Infektionsschutzes.

Und wenn es zum Schlimmsten kommt? Dann „switchen“ wir komplett zurück auf die digitale Version, wieder unter Nutzung des bestehenden Veranstaltungsplans. Nur begeben wir uns dann wieder aus dem Seminarraum in MS Teams – verbunden mit all den Einschränkungen, die dieser Schritt für Seminare, Labore, Übungen und unseren wissenschaftlichen Austausch mit sich bringt.

Die Weisung Nr. 9 aus dem Oktober 2021 gilt vorläufig als Rechtsgrundlage für den übergangsweisen Verbleib in der Fernlehre fort, und zwar in angepasster Form. Einen Kommentar hierzu werde ich Ihnen in Form einer Dienstanweisung via Bulletin übermitteln. Ausnahmen von der digitalen Fernlehre wird es in dieser Übergangszeit nur mehr für Prüfungen, Übungen und Labore in Kleingruppen geben. Ende Januar 2022 tritt dann die Weisung Nr. 10 in Kraft, die wir derzeit vorbereiten.

Wie Sie sehen, vereinnahmt uns das Pandemiemanagement weiterhin ganz schön, doch möchte ich in diesem Jahresrückblick einige besondere akademische Erfolge und Einzelleistungen an unserer Universität hervorheben, die wir, der Pandemie zum Trotz, im Jahr 2021 vermelden konnten. Sie alle tragen zu unserem erklärten Ziel bei, die Helmut-Schmidt-Universität zu einer Universität des Bundes mit internationaler Sichtbarkeit weiterzuentwickeln.

Für unseren Erfolg bei einer Antragstellung auf DFG-Mitgliedschaft haben wir 2021 gemeinsam wichtige Grundlagen geschaffen. Das bleibt eine wichtige Aufgabe, zumal wir auch noch die Implementierung des DFG-Kodex für Gutes Wissenschaftliches Arbeiten bei uns dokumentieren müssen. Dies läuft unter der Federführung unserer neuen Vizepräsidentin für Forschung, Frau Kollegin Prof. Dr. Schuler-Harms.

Um die internationale Sichtbarkeit der HSU voranzutreiben, entschieden wir uns im Akademischen Senat zur Teilnahme an einem HRK-Audit, einer 10-monatigen Prüfung mit dem Ziel, unsere Bemühungen auf dem Gebiet der Internationalisierung von außen zu objektivieren. Die Federführung hat unsere Vizepräsidentin für Internationales, Frau Kollegin Prof. Dr. Zeuner. Im Anschluss an dieses HRK-Audit werden wir uns in unserer Eigenschaft als familienfreundliche Hochschule auditieren lassen.

Wir haben zu Beginn meiner Amtszeit ein neues Leitbild und Leitlinien für die gemeinsame Arbeit diskutiert, formuliert und im Akademischen Senat beschlossen. Darin findet sich unser Anspruch, die Wissenschaftspartnerin des Bundes zu werden.

Diesem Ziel kamen wir mit der Einführung des Studienganges Rechtswissenschaft für die Öffentliche Verwaltung für zivile Beamte der Bundeswehr ein Stück weit näher. Die Kapazität des Studienganges konnten wir 2021 erweitern und werden künftig auch Studienplätze für andere Bundesressorts anbieten. Mit dem Start unseres Logistikstudienganges zur Vermittlung eines breit angelegten Grundlagenwissens aus den Wirtschaftswissenschaften und den Ingenieurwissenschaften, konnte unsere Universität ihre Stärke in der Interdisziplinarität weiter ausbauen.

Was die Einwerbung von Ressourcen betrifft, errangen und administrierten wir gemeinsam den wohl bislang größten Erfolg für unsere Universität: Mit insgesamt 44 positiv begutachteten dtec.bw-Projekten aus 93 Einreichungen lukrierte die Universität ein Auftragsvolumen von rd. 250 Mio € durch das BMVg. Schwerpunkte setzten dabei unsere Forschungen zu „KI und intelligenten physischen Systemen“, „Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Energie“ sowie „Organisation-Personal-Arbeit-Leadership“. Dafür danke ich allen vier dtec-Dachprojektleitern sowie allen professoralen Kolleg:innen, die das inhaltliche Fleisch für die Anträge geliefert haben. Namentlich Herrn Prof. Manuel Schulz für KoDiA, Herrn Professor Alexander Fay für KIIPS, Herrn Professor Detlef Schulz für Energie und Digitalisierung und Herrn Professor Wenzel Matiaske für OPAL.

Mir ist bewusst, dass dtec.bw unter starkem zeitlichen Druck umgesetzt werden musste. Ich möchte hier meinem ehemaligen Vize Forschung Rolf Lammering sowie Kanzler Axel Puckhaber für die Steuerung dieser Aufgabe danken. Mein Dank gilt allen Mitarbeiter:innen, die mit unermüdlichem Einsatz an der Implementierung von dtec.bw gearbeitet haben.

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

wie Sie wissen, referiere ich nicht mehr im Berichtsteil des Akademischen Senats über die Erfolge unserer Kolleginnen und Kollegen. Stattdessen bitte ich um eine kurze schriftliche Meldung an das Senatssekretariat, die dann zum einen dem Akademischen Senat digital zur Kenntnis gegeben wird, zum anderen in unser Reporting eingeht.

Erlauben Sie mir, eine kleine Auswahl dieser Meldungen herauszugreifen. Sie illustrieren ganz wunderbar wie erfolgreich unsere Fakultäten unter Corona-Bedingungen agieren. Um den Rahmen nicht zu sehr zu strapazieren, muss ich mich leider auf ein Highlight pro Fakultät beschränken

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Univ.-Prof. Dr. Florian Jaehn und Univ.-Prof. Dr. Dominik Kreß, gleich zwei HSU-Professoren aus dem Fachbereich Betriebswirtschaftslehre, reihten sich im Jänner im Forscher-Ranking der WirtschaftsWoche unter die Top 100 Betriebswirte des gesamten DACH-Raums ein. Alljährlich bewertet die etablierte Wirtschaftszeitschrift bis zu 3.000 Forscher*innen in drei Kategorien nach ihrem wissenschaftlichen Output.

Geistes- und Sozialwissenschaften

Univ.-Prof.‘in Dr. Yvonne Nestoriuc erlangte im Rahmen einer von der DFG bewilligten Forschungsgruppe für ihr Projekt „Modifizierbare Einflussfaktoren für persistierende Körperbeschwerden bei Somatischer Belastungsstörung“ eine Förderzusage von 525.020 €.

Elektrotechnik

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. Detlef Schulz und sein Forschungsteam haben im Rahmen des Ideenwettbewerbs der „Reallabore für die Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit ihrem Forschungsvorhaben „NDRL – Norddeutsches Reallabor; Teilvorhaben: Integrierte Netzplanung für die drei Energieträger Strom, Gas und Wärme“ im April 837.000 Euro für die HSU eingeworben.

Maschinenbau und Bauingenieurwesen

Herrn Univ.-Prof. Dr. Oliver Niggemann und seinem Team sind u.a. für das BMBF Verbundprojekt „KIAAA“ Fördermittel von rund 300.000 Euro bewilligt worden. In diesem Forschungsprojekt soll eine Schulungs- und Ausbildungssoftware erstellt werden, die Automationsexperten beim Lernen unterstützt.

Meine Damen und Herren, das war eine ganz kleine Auswahl aus einem reichen Strauß. Ich gratuliere natürlich allen, die Drittmittel eingeworben und weitere Erfolge für unsere Universität erzielt haben.

Zum Schluss des Rückblicks: Besonderen Dank richte ich an jene zehn Professuren, die eine erfolgreiche Teilnahme unseres Hauses auf dem ITS World Congress 2021 im Oktober ermöglichten. Mit Ihren Inhalten und Ihrem Auftritt konnte sich die HSU erfolgreich auf dem internationalen Parkett der vernetzen Mobilität präsentieren. Der ITS ist sicherlich ein weiteres Erfolgsprojekt des Jahres 2021. Dafür danke ich unserem Federführer, Herrn Köfler. Und ich danke meinem Vorgänger im Amte, Herrn Kollegen Seidel, dafür, dass er den ITS unter seine Fittiche genommen hat.

Lassen Sie uns nun kurz in die Glaskugel schauen.

(1) Die Covid-Pandemie wird sich entweder in einen endemischen Zustand wandeln, oder es wird zu einem sozialen Ende der Pandemie kommen. Die ökonomischen und sozialen Kosten von Covid-Maßnahmen waren immer schon hoch, aber jetzt steigen auch die politischen Kosten. Das lässt mich auf mehr Spielräume für uns alle hoffen.

(2) Wir werden dtec.bw unter den Fuß bekommen. Der schnelle Start ging mit einer erheblichen Belastung die Verwaltung einher, die aufgrund der transitorischen Natur des Projekts nicht aufgestockt werden konnte und schnell auch nicht aufzustocken wäre. Diese „Bugwelle“ wird demnächst weitgehend abgearbeitet sein.

(3) Wir werden im Jahr 2022 die wesentlichen Weichen stellen müssen, um unsere mittelfristigen Ziele aus den im Jahr 2019 beschlossenen Leitlinien zu erfüllen. Das betrifft den angesprochenen Antrag auf DFG-Mitgliedschaft, das HRK-Audit Internationalisierung, die Qualitätssicherung in den Studiengängen einschließlich der Einführung des DiGA und der Weiterentwicklung beim RöV, beim VVR und bei ET.

(4) Wir werden im kommenden Jahr unser 50. Jubiläumsjahr beginnen. Planungen hierzu laufen bereits.

Und dann geht es noch weiter in die Zukunft.

Wir arbeiten unter anderem an der Einführung von HISinOne. Unser Forschungsinformationssystem OpenHSU wurde 2021 zu einem zentralen Bestandteil unserer Kommunikations- und Transparenzoffensive und bildet den Output all dessen ab. Es muss langfristig weiterentwickelt werden. Die Digitalisierung unserer Universität bleibt ein Thema bis hin zur Digitalisierung (der Bundeswehr) durch unsere Universität.

Die Bundeswehr und ihre Bedarfe werden sich wandeln. Darüber hinaus müssen wir als Universität des Bundes mit internationalem Anspruch auch andere Stakeholder adressieren.

Wie soll das gehen? Und was gibt es noch? Dazu habe ich einen kollaborativen Prozess angestoßen, der im ersten Quartal dieses Jahres mit strategischen Workshops beginnen wird.

Ich freue mich auf diese Aufgaben!

Und jetzt wünsche ich Ihnen ein frohes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2022.

Ihr Klaus Beckmann

Hamburger Cluster: Jahresbericht 2020 veröffentlicht

HSU

22. Dezember 2021

Die Hamburger Cluster veröffentlichen im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Co-Learning Space“ mit der HSU-Professur für Betriebswirtschaftslehre, insb. Organisationstheorie den Jahresbericht 2020. Der Bericht stellt den Clusterstandort Hamburg vor, zeigt in seiner Rückschau den erheblichen Beitrag, den die Hamburger Cluster zur Bewältigung noch nie dagewesener, durch die Corona-Pandemie entstandener Herausforderungen geleistet haben. Das vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und der Freien und Hansestadt Hamburg geförderte Projekt regt seit knapp fünf Jahren erfolgreich die clusterübergreifende Zusammenarbeit an und legt den Fokus auf neue Akteure und technologieinspirierte Zukunftsfelder, u.a. Wasserstoff und Drohnen im urbanen Raum.

Sie finden den Jahresbericht und die englische Kurzfassung des Jahresberichts unter https://www.co-learningspace.de/infomaterial/
Sie finden den Jahresbericht und die englische Kurzfassung des Jahresberichts unter https://www.co-learningspace.de/infomaterial/

Der nunmehr zum vierten Mal veröffentlichte Jahresbericht der Hamburger Cluster und weiterer Netzwerke ist Ausdruck der gelebten Cluster-Politik in der Hansestadt Hamburg: Kräfte bündeln, kooperieren, gemeinsam anpacken. 2020 hat sich dieser Ansatz auf neuartige Weise bewährt. Das Jahr stand im Zeichen der Corona-Pandemie, der Wirtschaftsstandort Hamburg war plötzlich vor bisher nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Durch die weitreichenden Lockdowns im Frühjahr und im Herbst 2020 wurde ganzen Branchen von einem Moment auf den anderen die Geschäftsgrundlage entzogen. In dieser Situation haben die Hamburger Cluster und Branchennetzwerke insbesondere durch die Ausübung ihrer Mittlerrolle einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet. Durch die enge Vernetzung mit ihren Mitgliedsunternehmen haben die Cluster einen sehr guten Überblick über die durch die Pandemie verursachten Probleme gewinnen können.

Der nun erstmals auch als Kurzfassung auf Englisch erschienene Jahresbericht wurde in diesem Jahr wieder vom Projektteam Co-Learning Space an der Helmut-Schmidt-Universität verfasst. Er präsentiert in gebündelter Form ausgewählte Highlights aus den einzelnen Clustern, besondere Innovationserfolge, Cross-Cluster Projekte und Aktivitäten entlang der beeindruckenden Themen- und Branchenvielfalt am Wirtschaftsstandort. Dabei zeigt er die Entwicklung und Perspektiven von Hamburg Aviation, Maritimes Cluster Norddeutschland, Logistik-Initiative Hamburg, Life Science Nord, Gesundheitswirtschaft Hamburg, nextMedia.Hamburg, Hamburg Kreativ Gesellschaft und Erneuerbare Energien Hamburg. Gerade in der Krise hat sich erneut gezeigt, wie wichtig es ist, Kompetenzen zu bündeln, branchenübergreifend zusammenzuarbeiten, sich zu vernetzen und Innovationen voranzutreiben. Zur Bewältigung der Corona-Pandemie haben die Cluster nicht nur die Zusammenarbeit untereinander, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Behörden intensiviert und tägliche Pandemie-Lageberichte an die Behörden gemeldet. Dank der engen Zusammenarbeit konnten so konsequent die notwendigen Maßnahmen ergriffen und schnell und flexibel branchenspezifische Hilfspakete entwickelt und umgesetzt werden.

Die vergangenen Monate zeigten, dass sich die Clusterstrukturen und die übergreifende Zusammenarbeit gerade in schwierigen Zeiten bewähren. Über den wertvollen Beitrag der Hamburger Cluster zur Bewältigung der Corona-Krise und zur Stärkung des Innovationsstandorts Hamburg gibt der Jahresbericht 2020 der Hamburger Cluster mit einigen ausgewählten Beispielen Auskunft.

Sie finden den Jahresbericht und die englische Kurzfassung des Jahresberichts unter https://www.co-learningspace.de/infomaterial/

Eine Stadt, in der (fast) alles selbst hergestellt wird

HSU

23. Dezember 2021

Das Laboratorium Fertigungstechnik der Helmut-Schmidt-Universität startete am 3. Dezember 2021 unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg und Dr.-Ing. Tobias Redlich gemeinsam mit der Kühne Logistics University, der HafenCity Universität Hamburg, der Technischen Universität Hamburg und der Bucerius Law School in die nächste Phase des dtec.bw-Fab City Projektes „Dezentrale digitale Produktion für die urbane Wertschöpfung“. In dem Projekt wollen die Forschungspartner gemeinsam in einem interdisziplinären Verbund neue empirisch begründete theoretische Grundlagen der dezentralen, digitalen und vernetzten urbanen Wertschöpfung entwickeln.

Über 30 Forschungspartner und -partnerinnen unterschiedlicher Fachdisziplinen werden bis Dezember 2024 interdisziplinär an der Beantwortung von Forschungsfragen zum Thema Fab City arbeiten und nutzen dazu die Fab City Hamburg als Anwendungskontext. Das erste Treffen im Gesamtkonsortium fand aufgrund der aktuellen COVID-19 Situation digital statt. Dessen ungeachtet entspannten sich bereits intensive Diskussionen unter den Forschenden zu Synergien zwischen den Teilprojekten. Ziele der Analysephase waren die Netzwerkbildung und die Erstellung von Forschungsansätzen in den jeweiligen Arbeitspaketen.

Die Nutzung quelloffener Technologien in der urbanen Produktion, sog. Open Source Hardware, ermöglicht eine große Teilhabe, fördert Innovation und unterstützt die Unabhängigkeit von globalen Lieferketten. Neben dem Aufbau von technologischer Bildung wirkt sie dem Negativtrend der Entfremdung des Menschen von wertschöpfenden Handlungen entgegen. Die lokalen Produktionsaktivitäten werden in die Infrastruktur des Fab City-Netzwerkes eingebettet und tragen damit zu einem globalen Wissensaustausch der Prozess-, Produkt- und Maschinenentwicklung bei.

Über das dtec.bw-Fab City Projekt

Im Jahr 2019 ist Hamburg Teil des Fab City-Netzwerkes geworden. Das internationale Städte-Netzwerk „Fab City Global Initiative“ hat zum Ziel, bis 2054 alle Konsumgüter lokal, digital und vernetzt zu produzieren. Im Jahr 2020 wurde zur Umsetzung der Fab City-Aktivitäten zudem der Fab City Hamburg Verein gegründet. Das Projekt wird im Rahmen des vom Bundesministerium der Verteidigung aus Haushaltsmitteln finanzierten Zentrums für Digitalisierung- und Technologieforschung dtec.bw durchgeführt. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse bieten der Gesellschaft zukünftig die Möglichkeit, Produkte und Technologien in einer globalen Community zu entwickeln und lokal zu herzustellen.

Weiterführende Links:
https://www.hsu-hh.de/hamburg-ist-fab-city
https://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/14841764/2021-01-19-bwi-fab-city-hamburg/

Wissenschaftliche Ansprechpartner
Laboratorium Fertigungstechnik,
Prof. Dr. Jens P. Wulfsberg, Tel. 040 6541-2271, E-Mail: jens.wulfsberg@hsu-hh.de
Dr.-Ing. Tobias Redlich, Tel. 040 6541-3827, E-Mail: tobias.redlich@hsu-hh.de

Ansprechpartner für die Medien
HSU-Pressestelle, Florian Köfler, Tel. 040 6541-3301, E-Mail: pressestelle@hsu-hh.de

Wissenschaftler der HSU mit IEP-Award ausgezeichnet

HSU

20. Dezember 2021

Im Rahmen der internationalen IEEE-Konferenz 2021 wurde die Professur für Elektrische Messtechnik der Helmut-Schmidt-Universität für eine Forschungsstudie mit dem IEP-Award ausgezeichnet. In ihrem Beitrag geht es um ein von ihr neu entwickeltes Verfahren für den Funkstandard zur Automatisierung von industriellen Fertigungsprozessen. Dieser Award gehe „an die Autoren der innovativsten Arbeit in Bezug auf die praktische Industrietechnik in den Bereichen Antennen, Elektromagnetik und Ausbreitung“, so die Jury bei der virtuellen Preisverleihung. Die Autoren M.Sc. Christoph Cammin, Dipl.-Ing. Dmytro Krush, Dr.-Ing. Ralf Heynicke und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerd Scholl ließen das damit verbundene Preisgeld in Höhe von insgesamt 500 Euro als Spende über das Bundeswehr-Sozialwerk (BwSW) den Opfern des Hochwassers im Sommer 2021 in Deutschland zukommen.

Über das IEEE

Das IEEE, Institute of Electrical and Electronics Engineers, mit Sitz in New York ist der größte technische Berufsverband der Welt. Sein Zweck ist die Förderung technologischer Innovationen zum Nutzen der Menschheit. „Wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften oder zu Konferenzen des IEEE zeichnen sich durch eine besonders hohe fachliche Güte aus“, so Dr. Jan-Jasper Fast, Leiter der BwSW-Regionalstelle an der HSU, der den Forschern gratulierte und ihnen mit den Worten dankte: „Sie zeigen als Wissenschaftler mit Ihrer großzügigen Spende ganz im Sinne des IEEE große Solidarität zum Nutzen und Wohle derer, die unserer Hilfe bedürfen.“

Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt stärken

HSU

16. Dezember 2021

Die Helmut-Schmidt-Universität (HSU) und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, um gemeinsam kompetenzorientierte Bildungskonzepte für eine zunehmend digitalisierte Arbeitswelt zu entwickeln. Die HSU und das BIBB arbeiten im Rahmen des Projekts „Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt (KoDiA) – Ertüchtigung zur Digitalisierung“ eng zusammen. Mit der finalen Unterzeichnung gaben Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann und der Präsident des BIBB, Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, den offiziellen Startschuss für eine mindestens dreijährige Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Forschung und Lehre im Bereich der notwendigen Kompetenzen zur Teilhabe an der digitalen Arbeitswelt zu stärken.

Viele Menschen sehen in der fortlaufenden Digitalisierung die Gefahr, dass es ihre Berufe und Arbeitsplätze in der jetzigen Form bald nicht mehr geben könnte und bangen um ihre Zukunft. Ihre Fähigkeiten und ihr Erfahrungsschatz könnten für den zukünftigen Arbeitsmarkt nicht ausreichen, wenn sie das Arbeiten und das Einbringen ihrer Rechte als Bürgerinnen und Bürger in der digitalen Welt nicht angemessen erlernt haben.

Bei diesen Herausforderungen soll das Projekt „KoDiA – Ertüchtigung zur Digitalisierung“ die Bürger und Bürgerinnen unterstützen. Es wird an der HSU vom Zentrum für technologiegestützte Bildung (ZtB) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführt. Das Projekt ist Teil des „Zentrums für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr“ (dtec.bw) und wird von beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München als gemeinsames wissenschaftliches Zentrum getragen und aus Mitteln des Konjunkturprogramms der Bundesregierung zur Überwindung der COVID-19-Krise finanziert. Dabei entstehen Bildungsangebote mit einem sogenannten „Dual-Use“, einem doppelten Verwendungszweck, da sie einen Nutzen sowohl für das Bildungssystem als auch für die Bundeswehr haben werden.

„Das Bundesinstitut für Berufsbildung als anerkanntes Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland ergänzt in vorzüglicher Weise die Expertise in der Berufs- und Arbeitspädagogik der Helmut-Schmidt-Universität. Das BIBB ist die ideale Partnereinrichtung, wenn es um die Bewältigung der Herausforderungen des technologischen Wandels für die Arbeitswelt geht“, betont Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann.

„Das Bundesinstitut für Berufsbildung als anerkanntes Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland ergänzt in vorzüglicher Weise die Expertise in der Berufs- und Arbeitspädagogik der Helmut-Schmidt-Universität. Das BIBB ist die ideale Partnereinrichtung, wenn es um die Bewältigung der Herausforderungen des technologischen Wandels für die Arbeitswelt geht“, betont Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann.

„Mit dem neuen Projekt erreicht die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit des BIBB mit der Universität der Bundeswehr in Hamburg eine neue Dimension“, betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. „Die Arbeitswelt unterliegt derzeit einer sehr dynamischen Entwicklung. Die Digitalisierung verändert Berufe und die Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten. Das gemeinsame Projekt will durch entsprechende Forschungsarbeiten einen Beitrag dazu leisten, den Kompetenzerwerb der Beschäftigten für eine digitale Arbeitswelt nachhaltig zu unterstützen.“

„Mit dem neuen Projekt erreicht die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit des BIBB mit der Universität der Bundeswehr in Hamburg eine neue Dimension“, betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. „Die Arbeitswelt unterliegt derzeit einer sehr dynamischen Entwicklung. Die Digitalisierung verändert Berufe und die Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten. Das gemeinsame Projekt will durch entsprechende Forschungsarbeiten einen Beitrag dazu leisten, den Kompetenzerwerb der Beschäftigten für eine digitale Arbeitswelt nachhaltig zu unterstützen.“

BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl erklärt: „Durch die Zusammenarbeit mit der Helmut-Schmidt-Universität ergeben sich für das BIBB neue Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung in der Berufsbildung. In unserer gemeinsamen Forschung wird zwar die Metropolregion Hamburg im Mittelpunkt stehen, gleichzeitig wird aber immer auch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf das gesamte Bundesgebiet eine wichtige Rolle spielen.“

BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl erklärt: „Durch die Zusammenarbeit mit der Helmut-Schmidt-Universität ergeben sich für das BIBB neue Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung in der Berufsbildung. In unserer gemeinsamen Forschung wird zwar die Metropolregion Hamburg im Mittelpunkt stehen, gleichzeitig wird aber immer auch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf das gesamte Bundesgebiet eine wichtige Rolle spielen.“

„Ein doppelter Nutzen des Projektes für Gesellschaft und Bundeswehr zeichnet sich bereits ab, so profitieren von den Erkenntnissen aus dieser Kooperation sowohl die Bundeswehr als auch die deutsche Berufsbildung“, ergänzt Prof. Dr. Eva-Maria Kern, wissenschaftliche Leiterin und Sprecherin des dtec.bw.

„Ein doppelter Nutzen des Projektes für Gesellschaft und Bundeswehr zeichnet sich bereits ab, so profitieren von den Erkenntnissen aus dieser Kooperation sowohl die Bundeswehr als auch die deutsche Berufsbildung“, ergänzt Prof. Dr. Eva-Maria Kern, wissenschaftliche Leiterin und Sprecherin des dtec.bw.

Generalleutnant Michael Vetter, Ressort-CIO und Leiter der Abteilung „Cyber- und Informationstechnik“ im Bundesministerium der Verteidigung betont, dass „Digitalisierung nicht ausschließlich technische Aspekte sondern auch weitreichende Auswirkungen auf das Personal, dessen erforderliche Kompetenzen und Arbeitsweisen hat“. Er sieht in der Kooperation ein „weiteres positives und ermutigendes Beispiel für die Vernetzung wichtiger Akteure, um den digitalen Fortschritt unseres Landes gemeinschaftlich erfolgreich zu gestalten.“

Generalleutnant Michael Vetter, Ressort-CIO und Leiter der Abteilung „Cyber- und Informationstechnik“ im Bundesministerium der Verteidigung betont, dass „Digitalisierung nicht ausschließlich technische Aspekte sondern auch weitreichende Auswirkungen auf das Personal, dessen erforderliche Kompetenzen und Arbeitsweisen hat“. Er sieht in der Kooperation ein „weiteres positives und ermutigendes Beispiel für die Vernetzung wichtiger Akteure, um den digitalen Fortschritt unseres Landes gemeinschaftlich erfolgreich zu gestalten.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner
Zentrum für technologiegestützte Bildung
Oberst i.G. Prof. Dr. Manuel Schulz, Tel. 040 6541-3000, mschulz@hsu-hh.de;
AkDir’in Andrea Neusius, Tel. 040 6541-3666, neusius@hsu-hh.de

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Prof. Dr. Michael Heister, Tel. 0228 107-1332, heister@bibb.de

Ansprechpartner für die Medien
HSU-Pressestelle, Dietmar Strey, Tel. 040 6541-2774, E-Mail: pressestelle@hsu-hh.de
BIBB-Pressestelle, Andreas Pieper, Tel. 0228 107-2831, E-Mail: pr@bibb.de

Mehr Sicherheit für Seilbahnen

HSU

14. Dezember 2021

Die Professur für Maschinenelemente und Rechnergestützte Produktentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität entwickelte gemeinsam mit der ROTEC GmbH aus Stuttgart eine neue Generation von stationären und mobilen Prüfgeräten für die magnetische Prüfung von Drahtseilen, wie sie vor allem in Seilbahnanlagen eingesetzt werden. Die Technologie ermöglicht erstmals eine umgehende dreidimensionale Darstellung von Ermüdungsbrüchen in einzelnen Litzen und andere Verschleißschäden. Die Innovation wurde kürzlich vom baden-württembergischen Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus mit dem Dr. Rudolf-Eberle-Preis ausgezeichnet.

Ziel des Projekts an der Profes­sur für Maschinenelemente und Rechnergestützte Produktent­wicklung war die Entwicklung eines digitalen Prüfge­räts, das eine verbesserter Sensorik und eine zuverlässigen Datenverarbeitung vereint, um bei Seilprüfungen schnell und verlässliche Ergebnisse zu erzielen. Damit können vor Ort frühzeitig Seilschwä­chungen aufgelöst und in Umfang und Tiefe erkannt werden. Die Daten werden in Echtzeit visualisiert, so dass bei Bedarf sofort Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet wer­den können. Ergebnis der Entwick­lung ist eine neue Generation von Smart Devices für die zerstörungs­freie Seilprüfung, die zur permanenten, online-basierten Seilüberwachung installiert oder als High-End-Variante als mobiles Gerät für Seil­prüfer angeboten wird.

Zur genaueren Messung der Mag­netfelder kommen erstmals neben zwei Induktionsspulen bis zu 48 Hall-Sensoren zum Einsatz, deren Messdaten direkt im Sensorkopf analog vorverarbeitet und digitali­siert werden. An der Helmut-Schmidt-Universität wurde die Elektronik mit Mess­datenerfassung und Filtertechnik entwickelt, während Industriepartner ROTEC GmbH die Geräteauslegung, Magnetfeldbe­rechnungen und Signalanalysen übernahm.

Bisher kamen, neben der visuellen Inspektion auf Beschädigungen, zur regelmäßigen Überprüfung von Drahtseilen Verfahren der zer­störungsfreien Werkstoffprüfung wie die magnetische Methode zur Anwendung. Diese Systeme erzeu­gen jedoch eine Aufzeichnung, die lediglich im Nachgang interpretiert werden kann. Gerade deshalb ist die neue Technologie sehr gefragt. Die Geräte sind mittlerweile weltweit bei Seilbahnbetreibern und ‑herstellern, Betreibern von verseilten Brücken und Kränen sowie in Seilprü­fungs- und Spleißunternehmen im Einsatz. Bisher wurden zwölf Smart Devices, die stationär den Zustand der Seile permanent überwachen, und 27 mobile Geräte für die Seilprüfung durch Experten ausgeliefert.

Über die der Professur für Maschinen­elemente und Rechnergestützte Produktentwicklung

An der Professur für Maschinen­elemente und Rechnergestützte Produktentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität werden bevorzugt in direkter Zusammen­arbeit mit der Wirtschaft sowohl grundlegende als auch konkrete anwendungsbezogene Problem­stellungen untersucht. Einer der Forschungsschwerpunkte liegt in der Entwicklung von analogen Messsystemen und in der digitalen Datenaufbereitung.

Wissenschaftliche Ansprechpartner
Professur für Maschinen­elemente und Rechnergestützte Produktentwicklung
Dipl.-Ing. Christian Vorwerk, Tel. 040 6541-3601, E-Mail: christian.vorwerk@hsu-hh.de

Ansprechpartner für die Medien
HSU-Pressestelle, Florian Köfler, Tel. 040 6541-3301, E-Mail: pressestelle@hsu-hh.de

(Aus)Bildungskongress der Bundeswehr wird erster virtueller Kongress des Zentrums für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (dtec.bw)

HSU

2. Dezember 2021

Am Mittwoch, den 1.12.2021, tagte das Programmkomitee des (Aus)Bildungskongresses der Bundeswehr zur neuen inhaltlichen und virtuellen Gestaltung des wissenschaftlichen Tagungsprogramms des Kongresses und bestätigte die Durchführung als virtuelle Veranstaltung mit skalierbaren Präsenzanteilen.

Die Corona-Pandemie erforderte ein Umdenken für die Planung und Ausgestaltung des (Aus)Bildungskongresses der Bundeswehr seit 2020. Mit der aktuellen Beschlusslage des Programmkomitees des Kongresses wird er nun 2022 mit dem Thema „Digitale (Aus)Bildung: Wird Intelligenz tatsächlich ‚künstlich‘?“ vorwiegend virtuell stattfinden. Die Gastgeberin, die Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU / UniBw H), und das Programmkomitee des Kongresses, das in Gestaltung des wissenschaftlichen Tagungsprogramms berät, nutzen diese Chance, um den Kongress neu und innovativ zu gestalten.

Durch die Corona-Pandemie haben die Digitalisierung und das Lernen, Lehren und Arbeiten im virtuellen Raum spürbar an Bedeutung gewonnen. In einer virtuellen Sitzung kam das Programmkomitee am Mittwoch, den 1.12.2021, zusammen, um diese Veränderung inhaltlich und programmatisch in der Gestaltung des Kongresses 2022 aufzugreifen. Sie beschlossen eine virtuelle Durchführung des (Aus)Bildungskongresses der Bundeswehr mit skalierbaren Präsenzanteilen im Rahmen der dann geltenden Hygiene- und Sicherheitsvorgaben. Die zentralen Herausforderungen und Maßnahmen einer virtuellen und dennoch lebhaften, anregenden Gestaltung standen dabei im Vordergrund.

Neue Einbettung des Kongresses in das Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (dtec.bw)

Als Antwort auf die steigende Bedeutung der Digitalisierung für unseren Lebensalltag verabschiedete die Bundesregierung im Eckpunktepapier „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“ vom Juni 2020 die Maßnahme 49: den Aufbau eines von beiden Universitäten der Bundeswehr getragenen Zentrums für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (dtec.bw). Das dtec.bw-Projekt „Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt (KoDiA) – Ertüchtigung zur Digitalisierung“ nimmt sich dieses Auftrags aus sozialwissenschaftlicher Perspektive an und erforscht als Beitrag zu einer Öffentlichen Wissenschaft, wie der gemeinsame Diskurs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit im virtuellen Raum gefördert werden kann. Der (teil)virtuelle (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr dient hier als geeignetes Forschungsfeld.

Präsident der veranstaltendenUniversität HSU / UniBw H Prof. Dr. Klaus Beckmann.

„Der (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr ist eine zentrale Plattform für Vertreter und Vertreterinnen der Forschung und Praxis aus dem gesamten Bildungsbereich. Wir sind stolz auf seine Vorreiterrolle zu digitalen Fragestellungen und haben heute wichtige Beiträge zusammengeführt, die sich auch im neuen Kongressprogramm wiederspiegeln“, erläutert der Präsident der veranstaltenden Universität HSU / UniBw H Prof. Dr. Klaus Beckmann.

Mitglied des Programmkomitees Generalstabsarzt und Chef des Stabes Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr Dr. Norbert Weller.

Auch die Mitglieder des Programmkomitees begrüßen den Innovationsprozess, so Generalstabsarzt und Chef des Stabes Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr Dr. Norbert Weller: „Wir freuen uns, dass die Universitäten der Bundeswehr die Herausforderungen, vor allem aber die Möglichkeiten der Digitalisierung erkannt und sich dieser mit dtec.bw angenommen haben. Die Virtualisierung des Kongresses bildet ein weiteres Exempel dafür.“

Mitglied des Programmkomitees Prof.‘in Dr. Juliana Schlicht, Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Aus der Perspektive der Wissenschaft kommentiert Prof.‘in Dr. Juliana Schlicht: „Die besondere Möglichkeit der virtuellen Gestaltung des Kongresses liegt darin, zeit- und ortsunabhängig einem breiteren Publikum den Zugang zum Diskurs zu Themen der Berufs- und Weiterbildung zu ermöglichen.“

Zunächst will das Forscherteam der HSU / UniBw H die Community der Ausbilder und Ausbilderinnen der Bundeswehr als besondere Zielgruppe für den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft erschließen. Weitere Zielgruppen werden im Rahmen des Forschungsprozesses auch außerhalb der Bundeswehr ergänzt.

Ergänzende Informationen finden Sie unter https://www.hsu-hh.de/ztb/ausbildungskongress2022.   

Ansprechpartner für Fragen zum (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr
Miriam Bartsch, Leiterin des Kongressteams, Tel. 040 6541-3279, bartschm@hsu-hh.de

Ansprechpartner für die Medien
Pressestelle, Dietmar Strey, Tel. 040 6541-2774, E-Mail: pressestelle@hsu-hh.de

Anna Gräfin von Pestalozza erhält Rhodes-Stipendium

HSU

30. September 2021

Die Helmut-Schmidt-Universität gratuliert ihrer Studentin Anna Gräfin von Pestalozza zum Erhalt des Rhodes-Stipendiums. Das Stipendium zählt zu den weltweit renommiertesten und ermöglicht Stipendiat:innen ein postgraduales Studium an der Universität Oxford in Großbritannien.  Anna Gräfin von Pestalozza hat dort jetzt ihr Masterstudium in Public Policy aufgenommen.

Anna Gräfin von Pestalozza erhält Rhodes-Stipendium und hat soeben ihr Masterstudium in Public Policy an der Oxford University begonnen.
Anna Gräfin von Pestalozza erhielt das Rhodes-Stipendium und begann jetzt ihr Masterstudium in Public Policy an der Oxford University.

„Ich habe die Zeit an der Helmut-Schmidt-Universität sehr genossen. Nach vier bereichernden Jahren an der Universität der Bundeswehr, freue ich mich nun darauf, meine akademische Reise an der Blavatnik School of Government der University of Oxford fortzusetzen. Ich bin begeistert, meine Interessen an Militär, technologischer Innovation und Strategie weiterhin in einer so inspirierenden, dynamischen und internationalen Gemeinschaft zu kombinieren“, freut sich die Stipendiatin.

„Ich bin wirklich stolz, dass Frau Anna Gräfin von Pestalozza es geschafft hat und wünsche ihr alles Gute für ihr Studium und ihre weitere Karriere. Ihr Fall beweist zusätzlich, dass Unmögliches möglich gemacht werden kann“, sagt Prof. Oleg Pronin, der Anna Gräfin von Pestalozza als Masterstudentin der Ingenieurwissenschaften bei ihrer Bewerbung unterstützte.

Das Rhodes-Stipendium ist ein Stipendium für ein Studium an der Universität Oxford in Großbritannien und gilt bis heute nach verbreiteter Einschätzung als eines der prestigeträchtigsten Stipendien der Welt. Die Dauer des Stipendiums beträgt regulär zwei Jahre. In dieser Zeit können Stipendiat:innen ein beliebiges postgraduales Studium – Promotion oder Master – in Oxford verfolgen.

Die Stipendiaten stammen aus festgelegten Regionen, für die jeweils eine bestimmte Zahl an Stipendienplätzen vorgesehen ist. Diese umfassen traditionell im Wesentlichen den Commonwealth of Nations, die USA und Deutschland. Lediglich zwei Plätze stehen für Bewerber:innen aus Deutschland zur Verfügung.

DATA Science in Hamburg (DASHH) sucht Projektmitarbeiter*innen (m/w/d)

HSU

18. September 2020

DASHH ist eine interdisziplinäre Graduiertenschule der Helmholtz-Gemeinschaft, die anspruchsvolle Promotionsthemen an der Schnittstelle von Naturwissenschaften, angewandter Mathematik, Data Science und Informatik vergibt. Die Helmut-Schmidt-Universität ist eine von mehreren wichtigen Forschungseinrichtungen und Universitäten in der Metropolregion Hamburg, die an DASHH beteiligt sind:

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