Open Campus 2026: Einblicke in Forschung, Praxis und Ausbildung an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

HSU

23. Juni 2026

Hamburg. Mehr als 4.000 Besucherinnen und Besucher haben beim Open Campus am 20. Juni 2026 die Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg besucht. Offene Labore, zahlreiche Mitmachangebote und der Beförderungsappell am Nachmittag prägten den Tag.

Ein Tag der offenen Türen an der HSU/UniBw H

Unter dem Motto „Mehr sehen. Mehr wissen.“ öffnete die HSU/UniBw H ihren Campus für die Öffentlichkeit. Der Tag begann mit der offiziellen Eröffnung durch den Universitätspräsidenten Prof. Dr. Klaus Beckmann beim Ökumenischer Gottesdienst. Im Anschluss bot ein durchgehend vielseitigen Angebot aus Vorträgen, Vorführungen und Mitmachaktionen Einblicke in die Arbeit der Universität-

Besucherinnen und Besucher aus Hamburg und der Region nutzten die Gelegenheit, Forschung, Lehre und Ausbildung kennenzulernen. Fachliche Angebote, persönlicher Austausch und Aufenthaltsbereiche auf dem Campus schufen dabei eine durchgehend lebendige Atmosphäre.

Forschung zum Anfassen

Ein Schwerpunkt des Open Campus lag auf den Laborführungen, die Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte ermöglichten. Themen reichten von Hochleistungsrechnen und Energietechnik bis hin zu Robotik und Werkstoffforschung.

Anschauliche Formate machten wissenschaftliche Inhalte greifbar: Die Demonstration der Eisbachwelle vermittelte Grundlagen der Strömungsforschung, während „Laser & Eiscreme“ Theorie und Praxis verband. Besucherinnen und Besucher konnten hier selbst Eis herstellen und gleichzeitig die physikalischen Prozesse verstehen.

Ergänzt wurde das Angebot durch zahlreiche Mitmachstationen, an denen einfache Experimente und digitale Anwendungen eigenständig ausprobiert werden konnten.

Engagement der Studierenden und Partner vor Ort

Neben den wissenschaftlichen Angeboten präsentierten sich auch die Interessengemeinschaften (IGs) und Arbeitsgemeinschaften (AGs) der Universität. Sie gaben Einblicke in ihre Aktivitäten und zeigten, wie sich Studierende neben Studium und Ausbildung engagieren.

Die Bandbreite reichte von militärisch geprägten Fachrichtungen – etwa aus den Bereichen Infanterie, Fernmeldetruppe oder ABC‑Abwehr – bis hin zu spezialisierten Interessensfeldern. Die Stände boten Gelegenheit, mit den Studierenden ins Gespräch zu kommen und ihren Alltag an der HSU/UniBw H kennenzulernen.

Auch externe Partner waren Teil des Programms: Polizei, Technisches Hilfswerk und weitere Einrichtungen präsentierten sich an mehreren Ständen und gaben Einblicke in ihre Aufgaben und Arbeitsbereiche.

Das Taktische Luftwaffengeschwader 51 brachte militärische Luftfahrttechnik direkt auf den Campus: Ein begehbares Tornado‑Cockpit erlaubte es Besucherinnen und Besuchern, den Arbeitsplatz von Pilotinnen und Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Ergänzt wurde dies durch ein aufgeschnittenes Triebwerksmodell, an dem Aufbau und Funktionsweise eines Kampfjets anschaulich erklärt wurden.

Daneben luden weitere Exponate dazu ein, Technik und Praxis greifbar zu machen – darunter Fahrzeuge, Geräte und Demonstratoren aus verschiedenen Einsatz- und Forschungsbereichen, die vor Ort erkundet werden konnten.

Beförderungsappell als Höhepunkt des Open Campus

Den Abschluss und zugleich Höhepunkt des Open Campus bildete der Beförderungsappell am Nachmittag. Die Oberfähnriche und Oberfähnriche zur See wurden zu Leutnanten und Leutnanten zur See befördert. Auch vier französische Kadetten wurden im Rahmen des Appells befördert.

Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann wandte sich in seiner Ansprache direkt an den Offiziernachwuchs. Im Zentrum seiner Rede standen Haltung, Verantwortung und Handlungsbereitschaft: Das Studium an der HSU/UniBw H, so Beckmann, vermittle fachliche und methodische Grundlagen – entscheidend sei jedoch, was daraus im späteren Dienst erwachse. Mit der Beförderung gehe Verantwortung nicht nur für das eigene Handeln einher, sondern auch für Kameradinnen und Kameraden, für Auftragserfüllung und für den Anspruch, selbst Maßstäbe zu setzen. Verantwortung zeige sich dort, wo Initiative ergriffen, Entscheidungen getroffen und Aufgaben nicht weitergereicht, sondern übernommen würden. Zum Schluss griff Beckmann ein Zitat von Erich Kästner auf: „Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es.“

Die Beförderungen nahm Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer persönlich vor, der vor 39 Jahren selbst an der HSU/UniBw H zum Offizier befördert worden war.

In seiner Rede schlug er den Bogen von der individuellen Laufbahn hin zum sicherheitspolitischen Kontext: Die Bundeswehr befinde sich in einer Phase tiefgreifender Veränderung, zugleich übernehme Deutschland mehr Verantwortung – auch militärisch. Daraus, so Breuer, erwachse für die neuen Offizierinnen und Offiziere ein klarer Auftrag. Verantwortung beginne mit der Bereitschaft, für das eigene Handeln Rechenschaft abzulegen, gehe aber weit darüber hinaus: Sie umfasse vor allem die Verantwortung für die eigenen Soldatinnen und Soldaten. Wer Verantwortung trage, dürfe nicht passiv bleiben, sondern müsse handeln, Fragen stellen, Lösungen suchen und den eigenen Beitrag dazu leisten, Dinge besser zu machen.

Musikalisch begleitet wurde der Appell durch das Heeresmusikkorps Hannover. Die Ehrenformation, gestellt von Studierenden der HSU/UniBw H, übernahm den repräsentativen Rahmen des Zeremoniells und prägte den formalen Ablauf des Appells.

Ausblick

Der Open Campus 2026 hat viele Besucherinnen und Besucher auf den Campus gebracht und Einblicke in die Arbeit der HSU/UniBw Hamburg ermöglicht.

Wir laden Sie schon jetzt ein, auch im nächsten Jahr dabei zu sein: Am 12. Juni 2027 findet der nächste Open Campus statt.