Qualifizierungsprojekte

Qualifizierungsprojekte am Lehrstuhl

Promotionsprojekt „Führungskräfte und ihr innerbetrieblicher (Irr-)Weg. Innerbetriebliche Transitionen von Führungskräften“ von Jessica Kleinschmidt

Im Zuge der Dissertation gilt es mittels qualitativer Forschungsmethodik gegenstandsadäquates Wissen in Bezug auf innerbetriebliche Transitionen von Führungskräften zu generieren. In diesem Kontext wird insbesondere die Relevanz erwachsenenpädagogischer Unterstützungsmaßnahmen zur Begleitung von innerbetrieblichen Transitionen innerhalb des persönlichen Werdegangs von Führungskräften fokussiert.  Eine Besonderheit der Forschung stellt die Reflexion der Thematik im zeitdiagnostischen Kontext der Moderne dar.

Promotionsprojekt „Bildung für eine ungewisse Zukunft. Über die temporale Transformation der Gegenwartsgesellschaft am Beispiel der Hochschulweiterbildung“ von Jan Schiller

Die Dissertation generiert den Begriff einer instrumentellen temporalen Agenda, der an zeittheoretische Entwürfe der postmodernen Gegenwartsgesellschaft anschließt. Dieser wird zunächst auf der bildungspolitischen Makro-Ebene diskursanalytisch verortet. In der anschließenden, auf Erhebungsdaten von nicht-traditionell Studierenden und Angebotsformaten in der Hochschulweiterbildung basierenden Triangulation wird der Begriff auf der institutionellen Meso- und individuellen Mikro-Ebene empirisch rückgekoppelt. Auf diese Weise wird ein Abgleich zwischen bildungspolitischen Zielsetzungen und Realität der Hochschulweiterbildung in zeitbezogenen Fragestellungen vorgenommen.

Promotionsprojekt von Hannah Hassinger (in Vorbereitung)

Habilitationsprojekt „Die temporale Ordnung pädagogischer Felder“ von Jörg Schwarz

Professionelle und organisationale Zugriffe auf Zeit und Zeitlichkeit folgen differenten und (potenziell) konfligierenden Logiken. Ein stets zu bearbeitender Kernkonflikt besteht dabei z.B. zwischen der Aufrechterhaltung der Illusion temporaler Organisierbarkeit und der Anerkennung der temporalen Eigensinnigkeit des Lernens . Entsprechend erfolgen fortwährend praktische Aushandlungsprozesse innerhalb pädagogischer Felder, die schließlich je spezifische temporale Ordnungen hervorbringen. Welche Konfliktlinien und feldspezifischen Kämpfe zeichnen sich dabei ab? Welche temporalen Ordnungen lassen sich erkennen und in welchem Verhältnis stehen diese zur Struktur des Feldes bzw. zu den jeweiligen Herrschaftsverhältnissen? Welche Folgen hat dies für die (professionelle) pädagogische Praxis sowie für die Ermöglichung von Lern- und Bildungsprozessen?


Externe Promotionsprojekte

Promotionsprojekt „Entscheidungsverhalten und Bildungspotenziale Erwachsener in modernen Gesellschaften“ von Fanny Hösel

Ziel der Arbeit ist die empirische Rekonstruktion individueller, lernhaltiger Entscheidungsmuster mit biographischer Gestaltungsrelevanz vor dem Hintergrund moderner Herausforderungen wie Optionenvielfalt, Unsicherheit oder dem Verlust traditioneller Orientierungsrahmen. Die Ergebnisse der theoriegenerierenden Analyse autobiographischer Romane verweisen auf anschlussfähige Bildungspotenziale und unterschiedliche Ausprägungen von Biographizität, die im Rahmen individueller Gestaltungsentscheidungen sichtbar gemacht werden können.

Promotionsprojekt von Monika Staab (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)


Abgeschlossene Promotionsprojekte

Promotionsprojekt „Der Einfluss von Komplexitätsreduktion im Lernprozess – zur Kompetenzentwicklung und Ergebnisqualität professionell Pflegender“ von Heiko Tierling (abgeschlossen)

In der Dissertation wird mittels quantitativer Forschungsmethode untersucht, welchen Einfluss die Reduktion der Pflegedokumentation in der Alten-und Krankenpflege auf das Lernverhalten und auf die Lernmotivation professionell Pflegender hat. Zudem werden die praktischen Auswirkungen einer temporär verkürzten Dokumentation (Weglassen der Pflegeplanung) auf die Qualität der Pflege und Einschätzung der Pflegenden beschrieben.

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Promotionsprojekt „Die Ausbildung von Beratenden. Eine curriculare Analyse der akademischen Ausbildung von Beratenden in berufs- und organisationsbezogenen Kontexten im deutschsprachigen Raum“ von André Niggemeier (abgeschlossen)

Die professionelle Beratung im Kontext von Bildung, Beruf und Beschäftigung wird zunehmend wichtiger. Folglich hat sich diese sogenannte arbeitsweltbezogene Beratung in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Doch warum scheitern arbeitsweltbezogene Beratungsprozesse dann immer noch so häufig? Sind die Problemlagen zu komplex oder liegt es letztlich gar daran, dass es den Beraterinnen und Beratern an dem entsprechenden Können mangelt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wird in der Untersuchung die akademische Ausbildung von Beraterinnen und Beratern im deutschsprachigen Raum auf einen kritischen Prüfstand gestellt. In diesem Rahmen werden die 13 populärsten Beratungsdisziplinen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und die ihnen zugrundeliegenden Curricula auf Grundlage eines mehrstufigen Analyseprozesses untersucht. Insgesamt werden 89 Studiengänge in den Beratungsdisziplinen Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Human Ressource Management, Unternehmensberatung, Personalberatung, Changemanagement, Coaching, Mediation, Mentoring, Supervision, Prozessberatung, Projektberatung und Unternehmensberatung analysiert. Die kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen dient dazu, fachlich-inhaltliche Lücken und didaktische Brüche zu erkennen sowie die Studiengänge weiterzuentwickeln, die für die Ausbildung der angehenden Beratenden relevant sind.

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Promotionsprojekt „Treffen der Generationen. Eine Reflexion erwachsenendidaktischen Handelns anhand theoretischer und empirischer Untersuchungen intergenerationaler Lern- und Planungskulturen in Sachsen und Nordrhein-Westfalen“ von Maria Worf (abgeschlossen)

Angesichts der pluralen und heterogenen Angebotslandschaft intergenerationalen Lernens fragt diese Dissertation, über welche pädagogischen Handlungen, Interaktionen und Steuerungseinflüsse sich intergenerationale Lernkulturen konstituieren, vor dem Hintergrund welcher gesellschaftlicher Tendenzen bestimmte Handlungen und Steuerungseinflüsse relevant werden und welche Ausdrucksformen von intergenerationaler Erwachsenenbildung dabei entstehen. Die Relevanz der Studie liegt damit insbesondere in einem bildungswissenschaftlichen Beitrag zu einer Generationentheorie für die Erwachsenenbildung, einer theoretischen Konturierung des Intergenerationalitätkonzepts, unter Bezug auf eine erwachsenenpädagogische Generationentheorie, einem Beitrag zur Programm- und Planungsforschung sowie in dem empirischen perspektivverschränkenden Beitrag zur Professionalisierungsforschung innerhalb beigeordneter Bildungsangebote.

Promotionsprojekt Statik und Dynamik im informellen Lernen von Birgit Elend (abgeschlossen)

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HSU

Letzte Änderung: 3. Februar 2021