Dr. Andreas Weiß

Dr. Andreas Weiß

 

Andreas weiss
Raum:
2213
Telefon:
(040) 6541-2564
E-Mail:
Besucheranschrift
Helmut-Schmidt-Universität
Gebäude H1
Holstenhofweg 85
22043 Hamburg
Postanschrift
Helmut-Schmidt-Universität
Fakultät für Geistes- und
Sozialwissenschaften
Neuere Sozial-, Wirtschafts-
und Technikgeschichte
Postfach 70 08 22
22008 Hamburg

 

Seit Mai 2019:

wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Neuere Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte der Helmut-Schmidt-Universität – Universität der Bundeswehr Hamburg.

Wintersemester 2018/19:

Lehrbeauftragter am Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.

September bis Dezember 2018:

Lehrbeauftragter am CIEE Global Institute – Berlin; Referent in der Erwachsenenbildung.

Seit Dezember 2017:

assoziiertes Mitglied der Abteilung „Europa“, Georg-Eckert-Institut. Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig.

Mai 2014 bis 31. Oktober 2017:

Georg-Eckert-Institut. Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig.

wissenschaftlicher Mitarbeiter im und Koordinator des Projektes „Welt der Kinder. Weltwissen und Weltdeutung in Schul- und Kinderbüchern zwischen 1850 und 1918“

Oktober 2016 bis Anfang April 2017:

Joint Junior Research Fellow; Institute for Advanced Studies, University College London; DHI London.

April bis Juni 2014:

Mitarbeitervertretung am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Humboldt-Universität zu Berlin.

Januar bis Ende 2103:

Assoziiertes Mitglied am SFB 640 „Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel“, Humboldt-Universität zu Berlin.

– Verteidigung der Dissertation; Gesamtnote: Magna cum Laude.

Juli 2008 bis Ende 2012:

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt A5 „Europa-Repräsentationen und transnationale Öffentlichkeiten im Vergleich: Europa, arabische Welt, Russland, 1850er-1910er Jahre und 1990er Jahre“ des SFB 640 „Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel“; Humboldt-Universität zu Berlin,

2007-2012:

Promotion zum Thema „Asiaten in Europa. Begegnungen zwischen Asiaten und Europäern, 1880er-1914“.

– Erstgutachter: Prof. Dr. Hartmut Kaelble; Zweitgutachter: Prof. Dr. Vincent J. H. Houben.

2004-2007:

Hilfskraft am Lehrstuhl „Allgemeine Soziologie“; Institut für Sozialwissenschaften; Humboldt-Universität zu Berlin.

1999-2007:

Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Soziologie und   Geschichte und Gesellschaft Südostasiens; Humboldt-Universität zu Berlin; Universidad de Cantabria, Santander.

– Thema der Magisterarbeit: „Nationale Identität und Kolonien an Hand deutscher Schulbücher, 1871-1914“; Abschluss Magister Artium (Gesamtnote 1,2).

1989-1998: Besuch des Dom-Gymnasiums, Freising.

Stipendien:

2018 DAAD-Förderung Vortragsreise.

2016/17 Joint Junior Research Fellowship, DHI London/UCL.

2009 Promotionsstipendium DHI London.

Monografien

– Asiaten in Europa – Begegnungen zwischen Asiaten und Europäern 1880–1914. Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2016 (https://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-78395-0.html?).

 

Herausgeberschaft

– Lässig, Simone; Weiß, Andreas (Hrsg.): The World of Children: Foreign Cultures in Nineteenth-Century German Education and Entertainment. New York; Oxford: Berghahn Books, 2019.

– Themenheft World Knowledge and Non-European Space: Nineteenth-Century Geography Textbooks and Children’s Books, JEMMS. Journal of Educational Media, Memory, and Society 10 (2018), 1.

– Zusammen mit Marcus Otto: Themenheft „Affekkontrolle“, Body Politics: Zeitschrift für Körpergeschichte 5 (2017), 8.

– mit Manuel Müller und Tobias Reckling: Communicating European Integration, Journal of Contemporary Research Jahrgang 10, Heft 1 (2014).

– Editorial Assistant: Harrington, Austin; Marshall, Barbara L.; Müller, Hans-Peter (Hrsg.): Routledge Encyclopedia of Social Theory. Abingdon: Routledge, 2006.

 

Aufsätze

– The World at War in German textbooks: The Knowledge about the World Conveyed in Representations of War, in: Lässig, Simone; Weiß, Andreas (Hrsg.): “World of Children”. Berghahn Books [im Erscheinen]

– Die Europäischen Gemeinschaften und die Nord-Süd-Perspektive, in: Dinkel, Jürgen; Fiebrig, Steffen; Reichherzer, Frank (Hrsg.): „Nord : Süd“. Berlin u.a.: de Gruyter Oldenbourg [in Vorbereitung].

– アンドレアス・ヴァイス(西山暁義訳)「古い帝国とその未来―ベルリン、日本、アジアの近代についての問い」『青山史学』37(2019)、pp.62-72.

Andreas Weiss (übersetzt von Akiyoshi Nishiyama), “Alte Kaiserreiche und die Zukunft: Berlin, Japan und die Frage nach der asiatischen Moderne“, in: Aoyama Historical Review 37(2019), S. 62-72.

– mit Maret Nieländer: „Schönere Daten“ – Nachnutzung und Aufbereitung für die Verwendung in Digital-Humanities-Projekten, in: Nieländer, Maret; De Luca, Ernesto William (Hrsg.): Digital Humanities in der internationalen Schulbuchforschung (Eckert.Expertise 9). Göttingen: V&R unipress, 2018, S. 91-116; https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/sozial-rechts-und-wirtschaftswissenschaften/sozialwissenschaft/49223/digital-humanities-in-der-internationalen-schulbuchforschung.

– mit Ben Heuwing: Suche und Analyse in großen Textsammlungen: Neue Werkzeuge für die Schulbuchforschung, in: Nieländer, Maret; De Luca, Ernesto William (Hrsg.): Digital Humanities in der internationalen Schulbuchforschung (Eckert.Expertise 9). Göttingen: V&R unipress, 2018, S. 145-169; https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/sozial-rechts-und-wirtschaftswissenschaften/sozialwissenschaft/49223/digital-humanities-in-der-internationalen-schulbuchforschung.

– Introduction: World Knowledge and Non-European Space Nineteenth-Century Geography Textbooks and Children’s Books, in: Weiß, Andreas (Hrsg.): „Weltwissen und der außereuropäische Raum: Geographieschulbücher und Kinderbücher des 19. Jahrhunderts im internationalen Vergleich“. JEMMS. Journal of Educational Media, Memory, and Society 10 (2018), 1, S. 1-9.

– Reading East Asia in Schools of the Wilhelmine Empire, in: Weiß, Andreas (Hrsg.): „Weltwissen und der außereuropäische Raum: Geographieschulbücher und Kinderbücher des 19. Jahrhunderts im internationalen Vergleich“. JEMMS. Journal of Educational Media, Memory, and Society 10 (2018), 1, S. 10-27 (peer reviewed).

– mit Marcus Otto: Einleitung: Affekte und Affektkontrolle in der Moderne, in: Otto, Marcus; Weiß, Andreas (Hrsg.): Affektkontrolle. Body Politics: Zeitschrift für Körpergeschichte 5 (2017), 8, S. 5-30.

– ASEAN, in: Droit, Emmanuel; Hansen, Jan; Reichherzer, Frank (Hrsg.): Den Kalten Krieg vermessen: Über Reichweite und Alternativen einer binären Ordnungsvorstellung. Berlin: de Gruyter Oldenbourg, 2018, S. 33-44; https://doi.org/10.1515/9783110484199-004 (open reviewed).

– mit Martin Fechner: Einsatz von Topic Modeling in den Geschichtswissenschaften: Wissensbestände des 19. Jahrhunderts, in: Zeitschrift für digitale Geschichtswissenschaft (2017); http://zfdg.de/2017_005 (open reviewed).

– Der Kolonialkrieg im deutschen Schulbuch des Kaiserreiches, in: Portal Militärgeschichte, 21. November 2016; http://portal-militaergeschichte.de/node/1675.

– Mit Manuel Müller und Tobias Reckling: Introduction, in: dies. (Hrsg.): Communicating European Integration – A Historical Perspective. Journal of Contemporary European Research Jahrgang 10 (2014), Heft 1, S. 4-11.

– “Fortress Europe” or “Europe as Empire” – Conflicts between different EU long-term Strategies and its Effects on the Representation of Europe, in: Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 22 (2012) Heft 6, S. 61–79 (peer reviewed).

– Theoretische Zugänge zur Krise: Einführung, in: Mergel, Thomas: Krisen verstehen. Historische und kulturwissenschaftliche Annäherungen. Frankfurt am Main: Campus, 2012, S. 25-27.

– Colonialism and Violence: Alleged Transfers and Political Instrumentalisation, in: Feuchter, Jörg; Hoffmann, Friedhelm; Yun, Bee (Hrsg.): Cultural Transfers in Dispute. Representations in Asia, Europe, and the Arab World since the Middle Ages, Campus: Frankfurt/Main 2011, S. 193-210.

– mit Johan Grußendorf: Europarepräsentationen – Spanien, Frankreich und Deutschland im Vergleich. Berlin: Humboldt-Universität, SFB 640, 2010; einsehbar unter http://edoc.hu-berlin.de/series/sfb-640-papers/2010-3/PDF/3.pdf.

– Europa aus der Sicht Asiens. Beziehungen in einer Konstruktionsgeschichte. In: Themenportal Europäische Geschichte (2010), URL: <http://www.europa.clio-online.de/2010/Article=427>.

 

Multipolare Weltordnung im „Kalten Krieg“: Die EG und ASEAN

Die Forschung zum „Kalten Krieg“ ist weitgehend dominiert von der Vorstellung einer bipolaren Konfliktprägung und Ideologisierung. Allerdings waren besonders die 1950er- und 1960er-Jahre eine Zeit utopischer und idealistischer Zukunftsentwürfe. Daher ist es bemerkenswert, dass dritte globale Ordnungsvorstellungen wie die der Bewegung der blockfreien Staaten nur selten thematisiert und häufig als nicht realisierbare Alternativmodelle Berücksichtigung fanden.

Um diese Forschungslücke zu schließen, will dieses Habilitationsprojekt zur multipolaren Weltordnung im „Kalten Krieg“ alternative Ordnungsvorstellungen von internationalen Organisationen in den Blick nehmen, die zwar einerseits klar im westlichen Block zu verorten waren, aber andererseits nicht bereit waren, sich der Hegemonie der USA unwidersprochen unterzuordnen. Das Forschungsvorhaben fokussiert die Analyse auf zwei Räume, die Ende der 1960er Jahre neue Dynamiken der Integration erlebten: Westeuropa und Südostasien. Als zentrale Akteure etablierten sich hier die Europäischen Gemeinschaften (EG) und die Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht die Frage, wie die EG versuchten, ASEAN als Bündnispartner zur Etablierung einer multipolaren Weltordnung zu gewinnen. Wie versuchte zum Beispiel die Gemeinsame Europäische Kommission, die Organisationsstruktur von ASEAN zu beeinflussen? Und wie agierten beide Institutionen, um den Einfluss von Regionalorganisationen in internationalen Organisationen zu stärken? Eine weitere wichtige Ebene bilden hier die Mitgliedsstaaten der EG, da nicht nur Außenpolitik auf mehreren Ebenen verteilt wurde (klassische Außenpolitik war auch keine Domäne der Kommission), sondern auch die ehemaligen Kolonialmächte die Beziehungen in den außereuropäischen Raum entscheidend prägten. Hier wird zum Beispiel die unterschiedliche Politik der Bundesrepublik Deutschland und des Vereinigten Königreiches gegenüber der Gemeinsamen Kommission, aber auch gegenüber ASEAN untersucht. Somit will die Arbeit belegen, dass die westeuropäischen Staaten schon lange vor Ende des „Kalten Krieges“ an der Etablierung einer multipolaren Weltordnung arbeiteten.

HSU

Letzte Änderung: 2. Januar 2020