Forschung

Der Boardingprozess bei Passagierflugzeugen

Das Boarding von Passagierflugzeugen stellt einen Prozess dar, der sich üblicherweise auf dem kritischen Pfad des Flugzeug-Turnarounds befindet, weshalb allein wenige Minuten Einsparung pro Flug zu immensen Kostenreduktionen führen können.
Ziel unserer Forschung ist es, sowohl über die Anwendung analytischer Modelle und Methoden als auch durch die Auswertung selbst erhobener realer Daten Einflussfaktoren auf die Boardingzeit zu bestimmen sowie zu analysieren, welche Eigenschaften optimale Boardingstrategien aufweisen. Auf Basis der Ergebnisse können anwendbare effiziente Boardingstrategien abgeleitet werden.
In einem aktuellen Forschungsprojekt wurden Präferenzen von Passagieren ermittelt und mit Hilfe analytischer Modelle Boardingstrategien entwickelt, die sowohl die Boardingzeit minimieren als auch die Kundenpräferenzen berücksichtigen.

Ansprechpartner: M.Sc. Finn Meissner, Dr. Simone Neumann

DFG
Airplane Boarding
Ro-ro ship

Terminals für Automobilumschlag

Zwischen Terminals für Automobilumschlag werden mit Roll-on-/Roll-off-Schiffen (RoRo-Schiffen) Autos transportiert, um sie auf dem globalen Markt zu verkaufen. Aufgrund der hohen operativen Kosten für RoRo-Schiffe sind die Liegezeiten eng terminiert und die Terminals gezwungen, das Personal für die Ent- und Beladevorgänge effizient zu planen.

Auf Grundlage einer Case Study werden im Rahmen dieses Forschungsprojekts die Herausforderungen bei der Personaleinsatzplanung für die Ent- und Beladevorgänge genauer betrachtet.

Ansprechpartner: Hptm M.Sc. Frank Wiedra

Zustandsabhängige Wartungsmaßnahmen in der Ablaufplanung

Die Ablaufplanung beschäftigt sich als Teil des Operations Research mit der Zuordnung von begrenzten Ressourcen (z.B. Personal, Maschinen, etc.) auf eine zu bearbeitende Zahl an Aufträgen über einen definierten Zeitraum unter Berücksichtigung eines vorgegebenen Ziels und bestimmter Restriktionen. In der Regel werden hierbei Ressourcen als Maschinen und Aufträge als Jobs bezeichnet.

Derzeit beschäftigen wir uns mit Problemen, bei denen die Maschinen nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen, sondern sich abnutzen und so Wartungsmaßnahmen benötigen, um wieder ihren originären Zustand herzustellen. Die Abnutzung der Maschinen orientiert sich primär an der Anzahl der bearbeiteten Jobs und nicht, wie klassischerweise angenommen, an der Zeit als Dimension der Abnutzung. Unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte untersuchen wir, wie sich diese Ablaufplanungsprobleme hinsichtlich ihrer Lösungskomplexität verhalten, um so Strategien für praxisnahe Anwendungsfälle abzuleiten.

Ansprechpartner: M.Sc. Andreas Hipp

DFG
Gantt-Charts

Ein- und Auslagerungsstrategien für Kompaktlager

Die Raumknappheit in den Städten und der wachsende Onlinehandel mit seinen immer kürzeren Lieferzeiten stellen die Logistik vor neue Herausforderungen. Ein neuer Lagertyp mit sowohl hohem Raumnutzungsgrad als auch schnellen Zugriffszeiten soll hierbei Abhilfe schaffen.

Ziel unserer Forschung ist es, den neuartigen Lagertyp zu erfassen und in die bestehende Forschung zu Lagertypen einzugliedern. Zu diesem Zweck sollen relevante Problemstellungen identifiziert und analysiert werden.

In einem aktuellen Forschungsprojekt wird gemeinsam mit der Professur Technologie von Logistiksystemen und einem Praxispartner ein Kompaktlagersystem entwickelt. Die aus dem Lagertyp abgeleiteten Problembeschreibungen werden auf ihre Eigenschaften untersucht. Unter Berücksichtigung zentraler Leistungskennzahlen – z.B. Durchsatz, Energieverbrauch – werden Ein- und Auslagerungsstrategien entwickelt, deren Evaluation erfolgt sowohl am Modell sowie am realen System.

Ansprechpartner: M.Sc. Nicolas Fauvé, Dr. Simone Neumann

Rebound-Effekte in Transportnetzwerken

Manchmal erreichen Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz nicht das erwartete Ausmaß, da ein Teil der Reduktion durch die Reaktion auf das veränderte Entscheidungsumfeld entfällt. Dieser so genannte Rebound-Effekt wird in der Literatur des Energiesektors intensiv erörtert, doch in der Logistik findet er kaum Beachtung. Unsere Forschung hat gezeigt, dass Rebound-Effekte auch in der Logistik auftreten. Die aktuelle Forschung befasst sich mit der genaueren Quantifizierung des Effekts sowie mit der Suche nach Möglichkeiten für Entscheidungsträger, dem Effekt entgegenzuwirken.

Ansprechpartner: M.Sc. Finn Meissner

Publikationen

Publikationen von Florian Jaehn

Pubklikationen von Andreas Hipp

Publikationen von Finn Meissner

Publikationen von Simone Neumann

HSU

Letzte Änderung: 3. Dezember 2021