Laufende Studien
OPTIMIND-Studie (Optimizing Mindset to Improve Depression Treatment in Real-Time)
Mit unserer OPTIMIND-Studie möchten wir untersuchen, wie Patient:innen in einer Antidepressiva-Behandlung durch den gezielten Einsatz ihrer individuellen Behandlungserwartungen besser unterstützt werden können. Dabei setzen wir auf sogenannte JITAIs (Just-in-Time Adaptive Interventions), die über eine Smartphone-App bereitgestellt werden. Diese sollen Patient:innen zur richtigen Zeit passende, personalisierte Impulse geben, um ihre Erwartungen positiv zu beeinflussen und den Behandlungserfolg zu fördern. Ziel ist es, durch ein besseres Verständnis und eine gezielte Unterstützung von Erwartungen den Therapieprozess nachhaltig zu verbessern.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.
TEO-Studie (Therapie Erwartungen Optimieren)
Menschen, die eine Psychotherapie beginnen, haben meist bestimmte Vorstellungen und Erwartungen an die Behandlung. Genau darum geht es in der TEO-Studie. Wir möchten besser verstehen, welche Erwartungen Menschen an eine Psychotherapie haben und wodurch diese beeinflusst werden. Dafür begleiten wir Menschen, die eine Psychotherapie beginnen, mit kurzen Online-Fragebögen.
Wir untersuchen zum Beispiel, ob persönliche Faktoren wie bisherige Lebens- und Behandlungserfahrungen oder eine psychische Diagnose mit den Erwartungen an eine Psychotherapie zusammenhängen.
Außerdem möchten wir herausfinden, ob ein neu entwickeltes psychologisches Gespräch dabei helfen kann, hilfreiche Erwartungen an die Psychotherapie zu entwickeln.
Dazu fragen wir die Teilnehmenden während einer ambulanten Psychotherapie regelmäßig nach ihren Erwartungen an die Behandlung und ihrem psychischen Befinden.
Wer kann teilnehmen?
Wir suchen Erwachsene, die nach einem psychotherapeutischen Erstgespräch eine ambulante Psychotherapie beginnen möchten.
Interesse an der Teilnahme?
Dann freuen wir uns über eine Nachricht an unser Studienteam:
Abgeschlossene Studien
PHEA-Studie
Das Absetzen von Antidepressiva ist in der klinischen Praxis häufig mit belastenden Symptomen für Patient:innen verbunden. Mit der PHEA-Studie gehen wir der Frage nach, welche Rolle pharmakologische und psychologische Faktoren im Auftreten dieser Absetzphänomene spielen. Langfristig möchten wir damit zu der Entwicklung patient:innenzentrierter Interventionen zum Absetzen von Antidepressiva beitragen. Die PHEA-Studie wird am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in enger Kooperation mit dem Universitätsklinikum Marburg und Gießen durchgeführt.
FAB-Studie (Frei von Antidepressiva – Absetzen in ärztlicher und psychologischer Begleitung)
Mit der FAB-Studie „Frei von Antidepressiva – Absetzen in ärztlicher und psychologischer Begleitung“ möchten wir Absetzerfahrungen und mögliche Einflussfaktoren beim Absetzen von Antidepressiva untersuchen. Patient:innen setzen im Rahmen der FAB-Studie ihr Antidepressivum unter intensiver ärztlicher Begleitung innerhalb eines angemessenen Zeitraumes und nach einem individualisierten Absetzplan ab. Ziel ist es, Patient:innenerfahrungen besser zu verstehen und Faktoren zu ergründen, die das Absetzen von Antidepressiva erleichtern können. Die FAB-Studie wird am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in enger Kooperation mit dem Universitätsklinikum Marburg und Gießen durchgeführt. Mehr Informationen finden Sie hier.
ROXWELL-Studie (Role of Expectations on the well-being of women with endometriosis)
Mit der ROXWELL-Studie möchten wir untersuchen, ob und inwiefern (Behandlungs-)Erwartungen eine Rolle für das postoperative Befinden bei Patientinnen mit Endometriose spielen, die eine Laparoskopie hatten. Ziel der ROXWELL-Studie ist es, ein besseres Verständnis des postoperativen Beschwerdeverlaufs, des Wohlbefindens und der Lebensqualität von Patientinnen mit Endometriose zu gewinnen, um die Behandlung von Endometriose nachfolgend weiter verbessern zu können. Die ROXWELL-Studie wird in Kooperation mit der Frauenklinik an der Elbe durchgeführt.
SOMA.SSD-Studie (Modifizierbare Einflussfaktoren für persistierende Körperbeschwerden bei Somatischer Belastungsstörung)
Obwohl Patient:innenerwartungen als relevante Faktoren in der Entstehung und Aufrechterhaltung der Somatischen Belastungsstörung angenommen werden, gibt es bislang noch wenig empirische Forschung zur Rolle von Erwartungen für den Symptomverlauf und deren Interaktion mit anderen relevanten Faktoren. Ziel dieser prospektiven Kohortenstudie ist deshalb die Entwicklung multivariater Modelle zur Vorhersage der Persistenz somatischer Symptome bei Patient:innen mit Somatischer Belastungsstörung über einen Zeitraum von einem Jahr. Zusätzlich werden mögliche Erwartungseinflüsse auf tägliche Symptomschwankungen mittels einer eingebetteten ambulatorischen Tagebuchstudie über 10 Tage untersucht. Die geplanten Analysen ermöglichen klinisch relevante Schlussfolgerungen zu neuen gezielten Behandlungsoptionen. Die SOMA.SSD-Studie wird in enger Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt.
AQUA-Studie
Mit unserer AQUA-Studie zur Ärztlichen Aufklärung beim Absetzen von Antidepressiva möchten wir Behandlerinnen und Behandler zu ihren Erfahrungen mit dem Absetzen von Antidepressiva in ihrer alltäglichen Praxis befragen. Dabei interessieren uns neben Erfahrungen auch Erwartungen in Bezug auf das Absetzen und mögliche Einflussfaktoren. Ziel ist es, zu einer verbesserten Kommunikation zwischen Patient und Behandler beizutragen, um so langfristig ein effektives und sicheres Absetzen zu ermöglichen.
ELA-Studie
Im Rahmen der ELA-Studie „Erwartungen an das Absetzen längerfristig eingenommener Antidepressiva“ erforschen wir Gründe für die Langzeiteinnahme von Antidepressiva aus Sicht von Patient:innen. Uns interessieren dabei insbesondere die Erwartungshaltungen an das Absetzen und mögliche Faktoren, die den Absetzprozess hinderlich oder förderlich beeinflussen können. Die Ergebnisse dieser Studie sollen als erste Grundlage für die Entwicklung eines Interventionsprogramms dienen, das Patient:innen im Absetzprozess von Antidepressiva unterstützt. Absetzprozess von Antidepressiva unterstützt.
ICPT-Hauptergebnisstudie
Wir möchten mit der „Gut zu wissen!“-Studie untersuchen, welche Informationen Patient:innen vor Beginn einer ambulanten Psychotherapie benötigen, damit sie optimal auf die Therapie vorbereitet werden. Um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erzielen, wird im Anschluss an eine stationäre Behandlung oftmals eine ambulante Psychotherapie empfohlen. Daher haben wir zwei verschiedene Möglichkeiten vorbereitet, über ambulante Psychotherapie zu informieren. Wir möchten prüfen, welche der beiden Aufklärungsarten zu hilfreicheren Einschätzungen einer bevorstehenden Psychotherapie führt.
Vorträge & Auszeichnungen
Disputation Ann-Katrin Meyrose – Thema: Wie bleiben Kinder und Jugendliche psychisch gesund?
Die Förderung der psychischen Gesundheit ist eine zentrale gesundheitsbezogene Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Psychische Auffälligkeiten treten häufig erstmals in der Kindheit und Jugend auf und überdauern oftmals bis ins Erwachsenenalter. Somit sollten schon bei Kindern und Jugendlichen wichtige Risikofaktoren und Ressourcen identifiziert werden, die bedeutsam für die Erhaltung ihrer psychischen Gesundheit sind. Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche in anforderungsreichen Phasen psychisch gesund bleiben können.

Nachwuchspreis: Center for Health Care Research
Frau Yiqi Pan wurde ausgezeichnet mit dem Nachwuchspreis Center for Health Care Research (CHCR) 2019 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Näheres dazu hier.
Vortrag: „Placebo- und Noceboeffekte bei Antidepressiva“
Den eingeladenen Hauptvortrag von Frau Prof. Yvonne Nestoriuc anlässlich der Eppendorfer Depressionstagen am 20.09.2019 um 13Uhr am Campus Lehre des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf finden Sie hier.
Vortrag: „Nebenwirkungen der Psychotherapie“
Ein Vortrag von Frau Prof. Yvonne Nestoriuc zum 1. Hamburger Psychotherapietag. Den Vortrag finden Sie hier.
Vortrag: „Die Rolle von Placebo- und Nocebo-Effekten in der Therapie mit Antidepressiva“
Gemeinsam mit ihrem Kollegen Prof. Tilo Kircher hat Frau Prof. Yvonne Nestoriuc ein Psychiatrisch-Psychotherapeutisches Kolloquium des Universitätsklinikum Gießen und Marburg zum Thema „Absetzphänomene bei Antidepressiva“ gestaltet. Herr Prof. Kircher referierte dabei zu Evidenz, Konsequenz, Vorgehen bei Absetzphänomenen, Frau Prof. Nestoriuc anschließend zur Rolle von Placebo- und Nocebo-Effekten.
Die Vorträge finden Sie hier.
Publikationen
Publikationen der AG
Instrumente & Material
Das Inventar zur balancierten Erfassung negativer Effekte von Psychotherapie (INEP; Ladwig et al., 2014) erfasst negative Effekte von Psychotherapie aus Perspektive von Patient*innen. Die vollständigen Informationen und Dokumente zum Download finden Sie hier.
Im Rahmen der ICPT-Studie wurde ein Leitfaden zum optimierten Aufklärungsgespräch für Psychotherapie entwickelt. Ziel dessen ist eine angemessener Behandlungserwartungen, Motivation und Einwilligungsfähigkeit in die Behandlung zu fördern und gleichzeitig Entscheidungskonflikten verringern. Die vollständigen Informationen und Dokumente zum Download finden Sie hier.

Letzte Änderung: 2. September 2026
