Lehre

Die Professur vertritt die Gebiete Werkstofftechnik und Werkstoffkunde in Forschung und Lehre. In einer Pflichtvorlesung Werkstofftechnik mit Laborpraktikum wird den Studenten des Maschinenbaus im 1. Studienjahr das erforderliche Grundwissen über den Aufbau und die Eigenschaften der verschiedenen Werkstoffe vermittelt. Besonders an Werkstofftechnik interessierte Studenten können im 3. Studienjahr mit der Vorlesung Werkstoffkunde in Verbindung mit einem weiteren Laborpraktikum ihre Kenntnisse vertiefen und bearbeiten dann im Rahmen ihrer Studien- und Diplomarbeiten Teilaufgaben aus dem derzeitigen Forschungsprogramm.

Das Studienjahr ist in Trimester eingeteilt, pro Jahr 3 Trimester à 12 Wochen Vorlesungszeit. Die Pflichtvorlesung Werkstofftechnik findet im 1. und 2. Studientrimester statt mit 4 und 3 Trimesterwochenstunden, d. h. insgesamt 84 Vorlesungsstunden.

Inhalt der Vorlesung

  • Grundlagen über den Aufbau metallischer Werkstoffe; Gitterstruktur, Phasengleichgewichte, thermisch aktivierte Vorgänge.
  • Mechanische Eigenschaften, Einfluß von Wärmebehandlung und Verformung auf die mechanischen Eigenschaften, Prüfverfahren für die mechanische Eigenschaften.
  • Wärmebehandlung von Stählen, Kennzeichnung und Normung von Stählen und NE-Legierungen.
  • Werkstoffkundliche Aspekte wichtiger Verarbeitungsverfahren; Gießen, Umformen, Schweißen, Löten, Beschichten.
  • Aufbau und thermische Verhalten von Kunststoffen.
  • Verarbeitungsverfahren und Eigenschaften von Kunststoffen.

 

Parallel zur Vorlesung findet im 2. Trimester ein Laborpraktikum im Umfang von 2 Trimesterwochenstunden mit Versuchen zur mechanischen Werkstoffprüfung, zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung, zum Umwandlungsverhalten von Stählen, zur lichtmikroskopischen Gefügeanalyse und zur Röntgenfeinstrukturanalyse statt.


Die Vertiefungungsvorlesung Werkstoffkunde findet im 7. und 8. Trimester statt mit 4 und 3 Trimesterwochenstunden (TWS). Die Vorlesung baut auf den Stoff der Pflichtvorlesung des Gundstudiums auf und behandelt Zusammenhänge zwischen Mikrostruktur und Werkstoffeigenschaften (3 TWS) sowie Methoden zur Analyse der Mikrostruktur und Charakterisierung von Werkstoffeigenschaften (2 TWS). Das in diesen beiden Vorlesungsteilen vermittelte Wissen wird dann exemplarisch angewandt auf verschieden Verfahren der Beschichtung von Oberflächen zur Verbessserung der Veschleiß- und Korrosionsbeständigkeit von Bauteilen (2 TWS).

Im Vertiefungslabor werden dann metallische und keramische Werkstoffe auf ihre Mikrostruktur und Eigenschaften hin untersucht. Dabei dienen metallographische Methoden mit licht- und elektronenmikroskopischen Gefügeanalysen sowie Röntgenbeugungsmethoden zur Charakterisierung der Mikrostruktur und mechanische Prüfverfahren, Verschleiß- und Korrosionsprüfungen zur Charakterisierung von Werkstoffeigenschaften. Ergänzend zu Vorlesung und Labor findet ein Seminar statt.

Studenten, die an der Vertiefungsvorlesung Werkstoffkunde teilgenommen haben, können am Laboratorium Werkstoffkunde ihre Studien- und Diplomarbeit anfertigen. Die Themen dieser Arbeiten orientieren sich an den aktuellen Forschungsthemen. Es werden anwendungsorientierte Fragestellungen auf den Gebieten Oberflächentechnik und Fügetechnik behandelt. Die Dauer der Diplomarbeit ist auf maximal 3 Monate begrenzt.

HSU

Letzte Änderung: 16. November 2017