Gastvortrag

Am Dienstag den 12. Dezember 2017 um 18:00 hält Herr Prof. Dr. Jochen Oltmer einen Gastvortrag zum Thema:

Migration als unwahrscheinlicher Normalfall. Geschichte und Gegenwart

Zum Inhalt:
Unter den verschiedenen Formen räumlicher Mobilität gelten jene als Migration, bei denen die Bewegung weitreichende Konsequenzen für die Lebensverläufe der Wandernden hat und aus denen sozialer Wandel resultiert. Keine Gesellschaft, kein Raum und keine Zeit lässt sich ohne solche Ausprägungen regionaler Mobilität vorstellen. Migration bildet mithin einen Normalfall menschlicher Existenz. Dennoch waren in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten sowohl die Möglichkeiten als auch die Bereitschaft zur Umsetzung individueller oder kollektiver Migrationsprojekte beschränkt. Vor allem Bewegungen über Staatsgrenzen und größere Distanzen konnten als relativ unwahrscheinliche soziale Phänomene gelten. Aber warum? Und warum fanden und finden dennoch Migrationen in größerem Umfang über größere Distanzen hinweg statt?
In seinem Vortrag wird Herr Oltmer Aspekte des aktuellen deutschen, europäischen und globalen Migrationsgeschehens historisch einordnen. Dazu beleuchtet er die wesentlichen Hintergründe, Bedingungen und Folgen von Migration in Geschichte und Gegenwart und verweist im knappen Aufriss auf Grundlinien des Wandels menschlicher Mobilität in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten.

Biographische Angaben:
Jochen Oltmer, Dr. phil. habil., ist Apl. Professor für Migrationsgeschichte und Mitglied des Vorstands des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Er arbeitet zu deutschen, europäischen und globalen Migrationsverhältnisse in Vergangenheit und Gegenwart.