Gendered classwork als Analysekonzept

Das Konzept „gendered class work“ entwickelten Vanessa S. Bernauer und Barbara Sieben gemeinsam mit Axel Haunschild (Universität Hannover) in ihrer Studie zur Dienstleistungsarbeit im Luxussegment, insbesondere in 4-Sterne-Hotels sowie im First-Class-Service im Flugverkehr (siehe auch das Projekt EDI in Gastgewerbe & Tourismus). Die Autor*innen verbinden die Konzepte class work und inequality regimes mit einem besonderen Fokus auf die Intersektionalität von sozialer Klasse, Status und Geschlecht im Rahmen von Service-Interaktionen im Luxussegment. „Doing gendered class work“ bezieht sich auf Wahrnehmungen und Praktiken der Status-Aufwertung und Status-Dissonanz unter Dienstleistenden sowie auf Gender-Praktiken und die daraus resultierenden Bedeutungen, wie beispielsweise spezifische feminisierte Rollen, die Dienstleistende einnehmen. Die Autor*innen schlagen „gendered class work“ als ein empirisch fundiertes Konzept vor, das die Reproduktion von Ungleichheiten in der Luxusservice-Branche erklärt. Aus Perspektive der kritischen Managementforschung beleuchtet das Konzept den stark gegenderten Charakter von class work bei Service-Interaktionen im Luxussegment und modelliert intersektionale Muster der Inszenierung und Reproduktion von Statusunterschieden zwischen Kund*innen und Beschäftigten.

Ausgewählte Beiträge:

Sieben, B., Bernauer, V. S., & Haunschild, A. (2025). Gendered class work. In J. Helms Mills, A. J. Mills, K. S. Williams, & R. Bendl (Eds.), Elgar encyclopedia on gender and management (pp. 216-17). Elgar. https://doi.org/10.4337/9781803922065

Bernauer, V. S., Sieben, B., & Haunschild, A. (2023). “You can call me Susan!” Doing gendered-class work in luxury service encounters. Equality, Diversity and Inclusion: An International Journal, 42(4), 494-511. https://doi.org/10.1108/EDI-10-2021-0272 

HSU

Letzte Änderung: 28. März 2026