Transparente Forschung

Nachvollziehbar, reproduzierbar, vertrauenswürdig

Wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen erst dann ihre Glaubwürdigkeit, wenn der Weg dorthin offen und nachprüfbar ist. Die sogenannte Replikationskrise in verschiedenen Disziplinen hat gezeigt: Ohne Transparenz sind Forschungsergebnisse anfällig für Verzerrungen, selektive Berichterstattung und methodische Unsicherheiten.

Transparente Forschung ist daher kein Modewort – sondern ein zentraler Bestandteil moderner, verantwortungsvoller Wissenschaft. Sie umfasst die offene Dokumentation und Veröffentlichung aller relevanten Aspekte des Forschungsprozesses: von der präregistrierten Studienplanung über die Verwendung offener Daten und Analysecode bis hin zur vollständigen Berichterstattung aller Ergebnisse – auch negativer oder nicht-signifikanter Befunde.

Kernprinzipien:

  • Preregistration: Studienpläne und Hypothesen werden vor Datenerhebung öffentlich registriert (z. B. Open Science Framework (OSF), AsPredicted).
  • Offene Daten: Rohdaten werden in nachhaltigen Archiven gespeichert und zugänglich gemacht (z. B. Zenodo, Dryad, figshare).
  • Offener Code: Analyse- und Visualisierungscode wird veröffentlicht (z. B. über GitHub, GitLab).
  • Open Access: Veröffentlichungen sind frei zugänglich – ohne Paywall (z. B. über OpenHSU, DOAJ, Unpaywall).
  • Replikationsunterstützung: Forschungsergebnisse werden systematisch überprüft und repliziert (z. B. Reproducibility Project, Center for Open Science).

Unterstützende Ressourcen & Programme:

Durch die Integration dieser Prinzipien und Tools wird Forschung nicht nur wissenschaftlich stärker, sondern auch gesellschaftlich relevanter – denn nur was man sehen kann, kann man auch überprüfen, bewerten und nutzen.

Entdecken Sie, wie Sie Ihre Forschung nachhaltig transparent gestalten, die Qualität Ihrer Arbeit steigern und den Fortschritt der Wissenschaft gemeinsam voranbringen.

HSU

Letzte Änderung: 9. Juni 2026