Demokratische Resilienzforschung

Liberale Demokratien haben sich als fragiler erwiesen, als es die Erwartungen nach 1989 nahelegten. Die vergleichende Demokratieforschung dokumentiert einen dreifachen Rückgang: Die Zahl der Demokratien sinkt, ihre Regierungsleistung nimmt ab, der Anteil der Menschen in Autokratien steigt. Der Druck kommt von außen durch hybride Angriffe und Desinformation, von innen durch die Erosion demokratischer Institutionen und quer dazu aus technologischen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen.

Im Profilfeld Demokratische Resilienzforschung untersuchen Kolleginnen und Kollegen aus zehn Disziplinen und drei Fakultäten der HSU/UniBw H, unter welchen Bedingungen Demokratien solchen Belastungen standhalten, sich erholen und anpassungsfähig bleiben. Die Analyse verbindet drei Ebenen: die Makroebene der Demokratie als System,

die Mesoebene der Institutionen und Organisationen und die Mikroebene der Einstellungen und Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung durchziehen als Querschnittsthema alle drei Ebenen.Getragen wird das Feld vom Democratic Resilience Center (DRC). Seine Besonderheit liegt in der Verbindung sozial-, geistes- und ingenieurwissenschaftlicher Zugänge und in der Verschränkung ziviler und militärischer Perspektiven – eine Kombination, die international selten ist. Die Befunde fließen in Beratung, politische Bildung und Ausbildung ein.

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HSU

Letzte Änderung: 27. August 2026