Ende Februar besuchte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, die Helmut‑Schmidt‑Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Bei seinem Besuch informierte er sich über aktuelle Forschungsschwerpunkte, die zur Stärkung maritimer Fähigkeiten und zur Weiterentwicklung sicherheitsrelevanter Energiesysteme beitragen.
Forschung an der Professur für Elektrische Energiesysteme
FKpt Philipp Wagner stellte für die Professur zentrale Arbeitsfelder vor, die zur Resilienz kritischer Infrastrukturen beitragen. Dabei ging es um moderne Energie‑ und Netzsysteme, Fragen systemischer Stabilität sowie um Methoden für ein verlässliches Zusammenspiel verschiedener Erzeugungs‑, Speicher‑ und Lastkomponenten. Neben Aspekten wie Netzmodellierung, Monitoring und automatisierten Regelsystemen wurden auch die übergeordneten Überlegungen zur künftigen Energieversorgung der Bundeswehr diskutiert. Dazu zählt insbesondere die Entwicklung eines integrierten Energie‑ und Netzmodells für die geplante Modellliegenschaft des Bundes. Dieses soll als Grundlage dienen, um Konzepte für resilient ausgelegte Bundesliegenschaften zu erproben – von der Reduktion der Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz über autarke Not‑ und Inselnetze bis hin zur Einbindung dezentraler Erzeuger, Speicher und Wasserstoffsysteme.

Ein Schwerpunkt der Vorstellung blieb die Untersuchung elektrischer Bordnetze von Schiffen. Betrachtet werden das Verhalten von AC‑ und DC‑Netzen unter realen Betriebsbedingungen, typische Störungen sowie Ableitungen für widerstandsfähige maritime Energiesysteme. Damit verbinden sich die Forschungslinien an Land und auf See zu einem gemeinsamen Ziel: robuste, zukunftsfähige elektrische Systeme, die sowohl zivile als auch militärische Anwendungen unterstützen.
Letzte Änderung: 1. April 2026