
Das Forschungsprojekt Laila – Labor für Intelligente Leichtbauproduktion widmet sich der Entwicklung und Integration digitalisierter, flexibler Produktionsprozesse für Hochleistungs-Faserverbundstrukturen. Ziel ist es, neue Wege für eine wirtschaftliche, nachhaltige und zugleich hochvariable Fertigung im Leichtbau zu erschließen – von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung in der Industrie.

Im Mittelpunkt stehen innovative Ansätze der Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Laila-Team erforscht, wie smarte Produktionssysteme, moderne Sensortechnik und datengetriebene Methoden – etwa Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen – optimal kombiniert werden können, um Qualität, Effizienz und Flexibilität in der Faserverbundproduktion signifikant zu steigern.
Forschungsschwerpunkte
- Automatisierte Faserablage: Entwicklung adaptiver, KI-gestützter Technologien für die automatisierte, qualitätsgesicherte der Faserdeposition (Automated Fiber Placement) unter Berücksichtigung komplexer Bauteilgeometrien und cutting-edge Laminatdesign-Konzepten.
- Digitale Zwillinge & Prozessüberwachung: Aufbau durchgängiger, digitaler Abbilder der Fertigungsprozesse (Digital Twin), unterstützt durch Sensorik und Echtzeit-Datenerfassung zur lückenlosen Überwachung, Analyse und Optimierung von Bauteil- und Prozessqualität.
- Intelligente Fertigungssteuerung: Integration modularer Produktionssysteme mit fortschrittlichen Planungs- und Steuerungskonzepten, um wandlungsfähige und ressourceneffiziente Fertigungsumgebungen zu realisieren.
- Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft: Untersuchung von Methoden zur nachhaltigen Produktion, Wiederverwertung und zum Design for Recycling von Faserverbundstrukturen.
- Offene Forschungsplattform und Vernetzung: Das Laila-Labor ist als offene Forschungsplattform konzipiert. Es dient sowohl der wissenschaftlichen Gemeinschaft als auch Industriepartnern als Test- und Demonstrationsumgebung für neue Fertigungs- und Digitalisierungslösungen im Leichtbau.
Infrastruktur und Netzwerk
Herzstück ist das modern ausgestattete Laila-Labor (https://www.hsu-hh.de/aut/forschung/labor/laila-labor-fuer-intelligente-leichtbauproduktion) am Standort des Projektpartners CTC / Composite Technology Center (An Airbus company). Hier steht ein modulares, vernetztes Demonstrations- und Testfeld zur Verfügung, das eine flexible und praxisnahe Erforschung von Produktions- und Digitalisierungsstrategien im Leichtbau ermöglicht.
Das Projekt ist Teil eines starken regionalen und überregionalen Netzwerks aus Wissenschaft, Industrie und Institutionen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern werden neueste Forschungserkenntnisse zeitnah in die industrielle Praxis transferiert.
Transfer, Anwendung und Ausblick
Mit dem Laila-Projekt werden Grundlagen geschaffen, um zukünftige Leichtbauproduktion ökonomisch, ökologisch und technologisch führend zu gestalten. Die entwickelten Methoden und Technologien dienen als Basis für innovative Produkte und Fertigungsprozesse in Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Automobilbau, Windenergie und vielen weiteren Anwendungsfeldern.
Zur Verstetigung dient das im Rahmen des Projektes aufgebaute Labor darüber hinaus als Plattform für Weiterbildung und Wissenstransfer und stärkt so nachhaltig den Digital-Standort Deutschland.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://dtecbw.de/home/forschung/hsu/projekt-laila/laila & https://laila-composites.com/
Projektstart/-laufzeit: 01.09.2020 bis 31.12.2026
Bearbeitet durch: M.Sc. Raphael Höfer, M.Sc. Tom Jeleniewski, M.Sc. Pezhman Pourabdollah, M.Sc. Jonathan Reif
Dieses Projekt wird gefördert durch das Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr – dtec.bw.


Letzte Änderung: 13. Februar 2026