Forschungsprojekt „(Un-) Sicherheitserfahrungen im Kontext Hochschule (UNEASE)“ (laufend)
Vor dem Hintergrund anschwellender öffentlicher Debatten über Un_Sicherheit an Universitäten und Hochschulen geht die Studie der Frage nach, wie sich das Sicherheitsempfinden von Hochschulangehörigen seit dem 7. Oktober 2023 verändert hat. Ziel ist es, subjektive Un_Sicherheitserfahrungen analytisch aufzuschlüsseln und herauszuarbeiten, wovon konkret die Rede ist, wenn Hochschulangehörige sagen, sie fühlten sich im Hochschulalltag nicht (mehr) sicher. An der Schnittstelle von (Un-)Sicherheitssoziologie, Critical Security Studies, (Anti-)Diskriminierungsforschung und Konfliktsoziologie fragt das Vorhaben, welche Situationen Erfahrungen von Un_Sicherheit erzeugen, inwiefern Unsicherheitserfahrungen mit Diskriminierungserfahrungen zusammenhängen? Und wer aus welchen Gründen und in welcher Weise von Veränderungen des Sicherheitsempfindens besonders betroffen war? Mehr Informationen sind im Blog zum Projekt zu finden.
Forschungsprojekt „Zusammenhalt durch Sicherheit?
Diskurse, Interaktionen und Praktiken des europäischen Zusammenhaltes im Feld Sicherheit (ZUSE)“ (abgeschlossen)
Nach einer Phase beschleunigter Integration, die in einigen Regionen und Gesellschaftsteilen von Begeisterung für die Europäische Union (EU) begleitet wurde, sind aktuelle Debatten über Europa von Krisendiskursen geprägt. In diesen Zeiten multipler Krisen vom Brexit über den Klimawandel bis zur Corona-Pandemie betonen europäische Institutionen und Staaten vermehrt die Rolle der EU als Sicherheitsgarantin in unsicheren Zeiten, um damit den Zusammenhalt in und zwischen europäischen Gesellschaften zu befördern. ZUSE untersucht die politische Ausgestaltung, die administrative Umsetzung sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen von Sicherheit als möglichem neuen Leitnarrativ europäischer Integration.
ZUSE war ein gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einer Laufzeit von Februar 2021 bis Dezember 2023 gefördert.
Forschungsprojekt „Emergent Norms in Corona Protests“ (abgeschlossen)
Die ab Anfang März 2020 zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie ergriffenen Maßnahmen haben zu anhaltenden öffentlichen Proteste geführt. Das Projekt interessiert sich für die politischen und gesellschaftlichen Implikationen der sogenannten Corona-Proteste in Deutschland. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der sozialen und politischen Einbettung des Protestgeschehens, das sehr grundsätzliche Fragen hinsichtlich der (Re-)Produktion der Legitimität staatlicher Institutionen aufwirft. Im Zentrum steht die Frage, wie sich im Protestgeschehen geteilte Vorstellungswelten und Normen formen, reproduzieren, wandeln oder auch (wieder) auflösen. Ziel ist ein besseres Verständnis dieser Vorstellungswelten, die sich hinsichtlich sozialer Spaltungen in der Gesamtgesellschaft immer schärfer ausdifferenzieren und konturieren. Das als digitale politische Ethnografie angelegte Projekt ist ein Kooperationsvorhaben der Helmut-Schmidt-Universität und des Hamburger Instituts für Sozialforschung unter besonderer Einbindung des dortigen Archivs. Es wurde gefördert von der Volkswagenstiftung (Förderlinie Corona Crisis and Beyond).
Letzte Änderung: 1. April 2026