Produktionsnahe Modellwerkstatt zur Forschung an Digitalisierungsthemen im Bereich der Flugzeuginstandhaltung (ProMoDi)

Flugzeuge sind auf eine Lebensdauer von mehreren Jahrzenten ausgelegt. Typischerweise sind die Maschinen jedoch mit ihren hochpreisigen Komponenten während des Flugbetriebs extremen ausgesetzt. Um trotz dieser Einflüsse eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, unterliegen Flugzeuge vielfältigen, komplexen und häufig manuell durchzuführenden Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsanforderungen (MRO-Anforderungen) mit umfangreichen Sicherheits- und Dokumentationsauflagen. Die Durchführung solcher MRO-Dienstleistungen übernehmen dabei entweder Flugzeuggerätehersteller (OEM) selbst oder herstellerunabhängige Dienstleister.

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, gilt es Daten gezielt mittels moderner Verfahren auszuwerten und mit Vorwissen über die Komponenten oder Instandhaltungsprozesse in Verbindung zu setzen. 

Forschungsschwerpunkt und Zielsetzung:

Interessante Fragestellungen, die es im Rahmen des Forschungsprojekts zu beantworten gilt, lauten u.a.:

  • Wie können Diagnoseergebnisse von Prüfständen durch die Integration von Vorwissen verbessert werden?
  • Wie kann die Nachvollziehbarkeit von Diagnoseergebnissen durch die Integration von Vorwissen verbessert werden? 
  • Wie können Wissensbasen von Instandhaltungsprozessen effizient aktualisiert und synchronisiert werden? 
  • Wie können etablierte Diagnoseansätze auf die spezifischen Gegebenheiten von MRO-Prozessen – insbesondere geringe Datenverfügbarkeit – angepasst werden?

Für die praxisnahe Forschung dieser Fragestellungen entsteht im Rahmen des Projekts eine Modellwerkstatt, die sich aus verschiedenen aktiv genutzten Prüfständen zusammensetzt. Hier können neue Konzepte implementiert und validiert werden.

Externe Kooperationspartner: Lufthansa Technik AG, Lehrstuhl für Automatisierungstechnik der Ruhr Universität Bochum

Bearbeitet durch: Tom Westermann, M.Sc., Manjinder Singh, M.Sc. 

Das Projekt ProMoDi wird gefördert im Rahmen des Zentrums für Digtitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr – dtec.bw.

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Letzte Änderung: 13. Februar 2026