Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hamburg (M40HH)

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Ausgangssituation:

Die Bundesregierung hat mit der Digitalen Agenda einen Schwerpunkt darin gesetzt, die Digitalisierung in der Wirtschaft zu unterstützen und voranzutreiben.

Der Bedarf nach kundenorientierten und individualisierten Produkten, Schnelligkeit, Verfügbarkeit und frühzeitigen Aussagen über Kosten, Nutzen und Realisierbarkeit sind wesentliche Herausforderung im Rahmen von Digitalisierung und Industrie 4.0. Dies treibt die Entwicklung und Erforschung neuer Technologien, Wertschöpfungspotenziale und Geschäftsmodelle voran. Logistik-, Produktions- und Arbeitsprozesse werden zunehmen digitalisiert und mit dem Internet sowie mit intelligenten, durchgehenden und wissensintensiven Methoden und Dienstleistungen vernetzt. [1]

Die durch das BMWi initiierte Untersuchung „Erschließen der Potenziale der Anwendungen von Industrie 4.0 im Mittelstand“ zeigt, dass sich die Ergebnisse der Forschung und der laufenden Projekte zur Digitalisierung der Wirtschaft und zu Industrie 4.0 bislang stark auf die Entwicklung einzelner Technologien bezogen haben. Es mangelt noch an der Zusammenführung, Aufbereitung und Vermittlung der Ergebnisse bisheriger Projekte in einer auch für Mittelstand und Handwerk geeigneten Form. Zudem benötigen mittelständische Unternehmen Unterstützung, die von Information und Sensibilisierung bis hin zu Qualifizierung reicht.[2] Aus diesen Gründen wurden Kompetenzzentren für den Mittelstand in Deutschland gegründet.

Ziele:

Ziele des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hamburg sind unter anderem:

  • Sensibilisierung und Unterstützung des Mittelstands und des Handwerks für die technologischen und wirtschaftlichen Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung einschließlich Industrie 4.0,
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Eröffnung neuer Geschäftsfelder für Mittelstand und Handwerk,
  • Förderung technologischer, organisatorischer und arbeitsgestaltender Kompetenzen,
  • Stärkung der Vernetzungsfähigkeit durch Sicherheit und Vertrauen (Anbieter/Anwender),
  • Unterstützung der Entwicklung von bedarfsgerechten, sicheren und marktfähigen Lösungen für Mittelstand und Handwerk durch Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten.[3]

 

Vorgehen:

Das Projekt ist in einer Matrixstrukturmatrixstruktur gegliedert, welche unterschiedliche Aktivitätsarten in Aufgabenfeldern mit inhaltlichen Schwerpunkten in Handlungssträngen verbindet.

Die Aufgabenfelder gliedern sich zum einen in die übergreifenden Aufgaben (Geschäftsführung, Support, Öffentlichkeitsarbeit, Multiplikation und Evaluation). Zum anderen werden die Aufgabenfelder mit Aktivitäten gefüllt:

  • Informieren: Information und Sensibilisierung von KMU hinsichtlich Digitalisierungs- und Industrie-4.0-Chancen, -Risiken und Lösungen
  • Demonstrieren: Aufbau und die Präsentation der unterschiedlichen Demonstratoren, um Unternehmen die Machbarkeit von konkreten Digitalisierungs- und Industrie-4.0-Lösungen möglichst praxisnah und greifbar zu vermitteln
  • Qualifizieren: Workshops, Seminare und Schulungen zu Themen aus den fünf Handlungssträngen
  • Umsetzen: Durchführung von Umsetzungsprojekte und Erstellung von Leitfäden

 

Die Aktivitäten der Projektpartner in den oben beschriebenen Aufgabenfeldern sollen entlang von fünf Handlungssträngen entwickelt werden:

  1. Gestaltung von Mittelstand-4.0-Geschäftsmodellen
  2. Adaptives Auftragsmanagement in Supply Chains
  3. Flexible Steuerung von Materialflüssen
  4. Arbeit, Qualifikation, Organisation und Führung
  5. Einfache EDV-technische Durchgängigkeit von Daten

 

Durch die inhaltliche Ausrichtung und der vorhandenen Erfahrungen aus Forschungs- und Umsetzungsprojekten des Instituts für Automatisierungstechnik setzt die Helmut-Schmidt-Universität den inhaltlichen Schwerpunkt der Handlungsstränge 3 (Flexible Steuerung von Materialflüssen) und 5 (Einfache EDV-technische Durchgängigkeit von Daten) innerhalb des Projektes. Zusätzlich werden relevante handlungsübergreifende Themenstellungen bearbeitet.

 

Bearbeitet durch: M.Sc. Timo Busert, M.Sc. Feras El SakkaM.Sc. Alexander Hayward

„Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hamburg“ Externer Link: „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hamburg“ (http://kompetenzzentrum-hh.digital) ist ein Verbundprojekt des Instituts für Automatisierungstechnik der HSU mit: Handelskammer Hamburg Service GmbH (HKS) Externer Link: Handelskammer Hamburg Service GmbH (HKS) (https://www.hk24.de/), Handwerkskammer Hamburg Externer Link: Handwerkskammer Hamburg (https://www.hwk-hamburg.de/), Technische Universität Hamburg Externer Link: Technische Universität Hamburg (https://www.logu.tuhh.de/de), Hochschule für Angewandte Wissenschaften Externer Link: Hochschule für Angewandte Wissenschaften (https://www.haw-hamburg.de/department-wirtschaft.html)

Projekthomepage: http://kompetenzzentrum-hh.digital/web/ Externer Link: http://kompetenzzentrum-hh.digital/web/ (http://kompetenzzentrum-hh.digital/web/)

Projektträger der Projekte der Förderrichtlinie ist das DLR Externer Link: DLR (http://www.dlr.de/pt).

Mittelstand-Digital ist ein Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) Externer Link: Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) (http://www.bmwi.de). Weitere Informationen unter www.mittelstand-digital.de Externer Link: www.mittelstand-digital.de (http://www.mittelstand-digital.de)


[1] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ vom 19. Juni 2015, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Industrie 4.0 und Digitale Wirtschaft – Impulse für Wachstum, Beschäftigung und Innovation“, Stand April 2015, S. 6; eBusiness-Lotse Mittelhessen (Hrsg.): „Industrie 4.0 – Für die Zukunft gerüstet sein“, Stand Juli 2014

[2] Agiplan et al.: „Erschließen der Potenziale der Anwendungen von Industrie 4.0 im Mittelstand“, Berlin 2015, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ vom 19. Juni 2015

[3] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ Vom 19. Juni 2015

HSU

Letzte Änderung: 15. April 2020