Drohnenbasierte Bauwerksinspektion am Radarturm Trollenhagen unter wechselhaften Umweltbedingungen

HSU

6. Mai 2026

Am 31. März 2026 führte der Lehrstuhl für Stahlbau und Stahlwasserbau eine umfassende Drohneninspektion des alten Radarturms in Trollenhagen durch. Ziel der Befliegung war es, den baulichen Zustand des Bauwerks effizient und detailliert zu erfassen sowie typische Schadensbilder gemäß VDI 6200 zu identifizieren.

Zum Einsatz kam ein mutlivariates Sensorset, das eine hochauflösende RGB-Kamera, eine Wärmekamera, einen Laserscanner sowie eine Hyperspektralkamera umfasste. Durch die Kombination dieser Technologien konnten sowohl sichtbare als auch verborgene Schäden erfasst und unterschiedliche Materialeigenschaften analysiert werden. Insbesondere die thermografischen und hyperspektralen Daten lieferten wertvolle Hinweise auf Feuchteeinträge, Materialveränderungen und potenzielle Schwachstellen.

Die Befliegung fand im Rahmen des Forschungsprojektes dtec.bw-MISDRO statt, das sich mit innovativen Methoden der Bauwerksinspektion unter Einsatz moderner Drohnentechnologie beschäftigt. Während des Einsatzes stellte das typische Aprilwetter eine besondere Herausforderung dar: Wechselnde Lichtverhältnisse, Temperaturunterschiede sowie zeitweise windige Bedingungen führten zu stark variierenden Umgebungsbedingungen, die bei der Datenerfassung und -auswertung berücksichtigt werden müssen.

Ein besonderer Dank gilt dem BAIUDBw für die Bereitstellung des Objekts sowie die Unterstützung vor Ort. Ebenso danken wir dem Kasernenkommandanten für die konstruktive Zusammenarbeit und die Ermöglichung der Durchführung unter realen Einsatzbedingungen.

Die gewonnenen Daten bilden eine wertvolle Grundlage für die weitere Auswertung und tragen dazu bei, Drohneninspektionen als zuverlässiges und effizientes Werkzeug in der Bauwerksdiagnostik weiter zu etablieren.