Hochqualifizierte mit Migrationshintergrund im Ruhrgebiet

„Hochqualifizierte im/ins Ruhrgebiet. Wie finden hochqualifizierte Migrant/innen den Weg ins Ruhrgebiet?“

Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, welche regionalen Besonderheiten für die Migration von hoch Qualifizierten in und aus dem Ruhrgebiet auftreten. Die Ausbildungsqualitäten der Ruhr-Universitäten reichen quantitativ und qualitativ nicht aus, um den sich derzeit abzeichnenden Facharbeiter- und Akademikermangel in absehbarer Zeit auszugleichen. Noch ist die Region attraktiv genug für qualifizierte und hochqualifizierte Zuwanderer aus Deutschland, den EU-Ländern und nicht-europäischen Regionen.

Üblicherweise werden als nachteilige Faktoren für das Ruhrgebiet ökonomische Gründe, darunter das Lohnniveau, genannt, die es im nationalen und europäischen Vergleich für Hochqualifizierte mäßig attraktiv erscheinen lässt. Migration folgt aber wesentlich komplexeren Dynamiken, weil Migrationsentscheidungen in soziale Netzwerke und den Lebenslauf (einschließlich der Familiengründung) eingebettet sind und sie durch rechtliche und symbolische In- und Exklusion mit beeinflusst werden.

Vorliegende Erkenntnisse zu hoch qualifizierter Migration aus dem Forschungsprojekt „kulturelles Kapital in der Migration“ werden Daten, die für das Ruhrgebiet spezifisch sind, gegenüber gestellt und mit den Ergebnissen der Auswertung von Interviews mit potentiellen und tatsächlichen Zuwanderern beiden Geschlechts und aller Altersgruppen verglichen. Auch die Frage, warum den Angehörigen der zweiten bis vierten Generation der Bildungsaufstieg nicht in dem erwünschten Maße gelungen ist, wird einbezogen, um regionalen Besonderheiten der Migration im/ins Ruhrgebiet auf die Spur zu kommen.


Projektstruktur/Regionale Vernetzung

Projektdurchführung:

Dr. Ulrike Selma Ofner, Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Claus Leggewie, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

Prof. Dr. Anja Weiß, Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen

 

Projektdauer:

März 2010 bis November 2010

Im nächsten Jahr (2011) werden die Ergebnisse der Studie als „KWI-Intervention-Extra“ erscheinen. Die ‚Vorabfassung’ des Forschungsberichtes ist hier einzusehen.

HSU

Letzte Änderung: 2. Dezember 2017