Beobachten, Bewerten, Beeinflussen. Die Rolle(n) des Paul Scheffer

Caroline Breitfelder, M.Ed.

Dissertation

Die Dissertation zielt auf einen dreifachen Forschungsbeitrag ab. Erstens versteht sie sich als Beitrag zur Journalismusforschung, insbesondere zur Geschichte des Journalismus in der deutschen Zwischenkriegszeit, mit einem Schwerpunkt auf dem Berufsbild und der Praxis der Auslandskorrespondenten. Zweitens verfolgt die Arbeit einen biographischen Ansatz: Anhand bislang unerschlossener Archivbestände wird das Leben des einflussreichen Journalisten und Auslandskorrespondenten Paul Scheffer rekonstruiert und kritisch dekonstruiert. Scheffers Lebensweg fungiert dabei als strukturierendes Element und als analytische Linse, durch die zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Diskurse des 20. Jahrhunderts sichtbar werden – Phänomene, deren Interpretation und Vermittlung zugleich das berufliche Selbstverständnis Scheffers prägten. Drittens werden seine publizistischen Arbeiten, die zeitgenössische Diskurse aufgreifen und Deutungsangebote formulieren, als historische Quellen ernst genommen und methodisch analysiert. Damit leistet die Dissertation zugleich einen methodologischen Beitrag zur Frage, wie journalistische Texte in der Geschichtswissenschaft ausgewertet und als Erkenntnisquellen nutzbar gemacht werden können.

HSU

Letzte Änderung: 20. Februar 2026