Der Umgang der GEW Hamburg mit sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren

Ruth Pope, M.A.

Marcel Bois (FZH) und Ruth Pope untersuchen im Auftrag des Landesverbandes Hamburg der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), wie dieser zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren mit dem Thema der sexualisierten Gewalt an Kindern und Jugendlichen umgegangen ist. Ausgangspunkt für die Untersuchung ist die Studie „Wissenschaftliche Aufarbeitung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der GEW von 1950 bis heute“, die das Institut für Praxisforschung und Projektberatung, München, gemeinsam mit Dissens – Institut für Bildung und Forschung, Berlin, im Juli 2025 veröffentlicht hat. Diese legt offen, dass im Umfeld des Hamburger Landesverbandes insbesondere in den 1970er-Jahren Positionen vertreten wurden, die sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen verharmlosten und in Teilen legitimierten. In dem Projekt geht es darum, die zentralen Diskurse und Argumente um das Thema zu identifizieren und nach beteiligten Strukturen und Akteur:innen zu fragen. Außerdem sollen die Diskurse innerhalb der GEW in den Kontext der gesellschaftlichen Debatten um eine reformorientiere Sexualpädagogik, um kindliche Sexualität und sexuelle Befreiung in den 1970ern und 1980ern eingeordnet werden.
Das Projekt läuft bis Ende Juni 2026.

HSU

Letzte Änderung: 20. Februar 2026