Im kürzlich veröffentlichten Sammelband „Das improvisierte Parlament – Wie das Grundgesetz im Parlamentarischen Rat entstand“, herausgegeben von Christian Neumeier, Laila Schestag und Christian Waldhoff, ist unter dem Titel „Die »Mütter« des Grundgesetzes? – Frauen im Parlamentarischen Rat zwischen parlamentarischer Praxis, frauenpolitischer Parteiarbeit und erinnerungskulturellem Mythos“ ein neuer Beitrag von Prof. Dr. Dana-Sophia Valentiner erschienen.
Der Beitrag untersucht die Rolle der vier Frauen im Parlamentarischen Rat und hinterfragt die bis heute verbreitete Erzählung von den „Müttern des Grundgesetzes“. Er zeigt, dass die Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel weder als geschlossenes überparteiliches Bündnis agierten, noch auf Gleichstellungspolitik beschränkt waren. Am Beispiel der Entstehung des Gleichberechtigungsgebots des Art. 3 Abs. 2 GG arbeitet der Beitrag die Bedeutung sozialdemokratischer Frauenarbeit heraus und plädiert für eine differenzierte, historisch fundierte Betrachtung der politischen Leistungen der vier Parlamentarierinnen.
Weitere Informationen zum Beitrag und zum gesamten Sammelband finden Sie hier.
Neuer Beitrag von Prof. Dr. Dana-Sophia Valentiner im Sammelband zum Parlamentarischen Rat erschienen
17. Juli 2026
