Robert Langner, M. Litt. (University of Glasgow) M.A.

Vita – Robert Samuel Langner

  • Seit 12/2021: Doktorand an der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der
    Bundeswehr Hamburg bei Prof. em. Dr. phil. Rudolf A. Mark;
    Promotionsprojekt: Dimensionen des Kulturkriegs. Verlust polnischer Baudenkmäler im Zweiten Weltkrieg.
  • 2024: Forschungsstipendium am Deutschen Historischen Institut Warschau
  • 2018-2019: Masterstudium der Geschichte (M.A.) an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg
  • 2018-2019: Masterstudium der War Studies (M.Litt.) an der University of Glasgow
  • 2016-2017: Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte
  • 2015-2017: Bachelorstudium der Geschichte (B.A.) an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

Aktuelle Forschungsprojekte

Promotionsprojekt: Dimensionen des Kulturkriegs. Verlust polnischer Baudenkmäler im Zweiten Weltkrieg

Das wesentliche Erkenntnisinteresse der Arbeit liegt in der Identifizierung von Praktiken bei der Vernichtung polnischer Baudenkmäler im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Akteure sowie der ihnen zugrunde liegenden Motive. Baudenkmäler werden in diesem Zusammenhang als bauliche Zeugnisse einer haptisch materialisierten und gleichsam konstruierten Nationalkultur sowie als identitätsstiftende Symbole der öffentlichen Sphäre verstanden. Im Kontext der deutschen Kriegführung und Besatzungsherrschaft in Polen stellen die Strategien zur Beseitigung der „gebauten Nation“ durch physische Zerstörung oder Inbesitznahme einerseits und ideelle Aneignung andererseits eine Dimension eines umfassenderen Kulturkriegs dar, der komplementär zum Eroberungs- und Vernichtungskrieg gegen die polnische Bevölkerung hinzutrat. Untersuchungsgegenständlich sind die metropolen Zentren der drei vormaligen polnischen Teilungsgebiete Warschau, Krakau und Posen. Diese werden als Fallstudien herangezogen, um Fremd- und Selbstperzeptionen im Geschichtsbild der Täter regional vergleichend zu analysieren und zugleich differenziert gegeneinander abzugrenzen.

Veröffentlichungen

Zeitschriftenartikel

Das Torpedoboot T66 und seine Identifizierung — eine unterwasserarchäologische und militärhistorische Nachbereitung von 2015, in: Skyllis. Zeitschrift für maritime und limnische Archäologie und Kulturgeschichte 19 (2019) Heft 1-2, S. 62-68.

Ober Ost – Zwischen antijüdischer Besatzungspolitik und alltäglichem Antisemitismus, in: Digitale Hochschulschriften zum Baltikum Bd. 5, hrsg. v. Carl-Schirren-Gesellschaft, Lüneburg 2020.

Wissenschaftspublizistik

Kriegsdenkmäler und Erinnerungskultur in Deutschland – die gesellschaftliche Rezeption militärischer Konflikte zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik, in: Arch&Denk News Online-Magazin (2020), S. 5-11.

Vom Scan zur digitalen Edition. Ein Workflow für die Transkription, Annotation und Visualisierung von Handschriftencorpora am Beispiel des Cassirer-Korrespondenznachlasses, 2025 (online unter: https://doi.org/10.5281/zenodo.14970511

Vorträge

Deutsch-Estnische Zusammenarbeit nach dem Ersten Weltkrieg (Tartu 2025)

Kulturkrieg – Der Verlust polnischer Baudenkmäler im Zweiten Weltkrieg (Lublin 2024)

„Ein schönes, weites Land“ — Baltische Kriegszielutopien 1914-1918 (Darmstadt 2023)

Ober Ost. Zwischen antijüdischer Besatzungspolitik und alltäglichem Antisemitismus (Darmstadt 2020)

HSU

Letzte Änderung: 23. April 2026