Historische Zeitbilder

Der Jahrgang 2022 und die Enten in den Seminarräumen. Eine historische Spurensuche

Tür zum Dienstzimmer 2322, Geb. H1, HSU Hamburg. 22.9.26

Wie ich zu den kleinen bunten Enten kam. Oder die fast unwahre Geschichte über den Revolutionsführer, eine Frau im Federkleid und die Ente neben den Handballschuhen.[1]

Was tun?, brüllte er in den Hörer. Sie gleich hinterher: Was tun? Die beiden hatten wieder ihre Lautsprecherfunktion angemacht. Wie es nervte! Immer beide im gleichen Ton. Nie hatte man den einen, die andere alleine. Alles machten sie zusammen. Alles! Das Schlimme: Sie erzählten auch alles. Wie sie kochten. Wie sie Revolutionen planten. Wie sie auf das Plumpsklo im Garten gingen. Wie sie sich Marx vorlasen und dabei in Wallung gerieten. Alles. Und noch mehr. Daran dachte ich, als ich ihre Stimmen erneut Was tun? rufen hörte. – Was tun? fragt Ihr mich? Hat das nicht schon Tschernyschewski beantwortet? – Dem Nuscheln nach zu urteilen, hatten sie wieder keine Ahnung von dem, was ich sagte. Alles musste man diesen dumpfen Personen einflüstern. – Tscherny… ach, egal, ich komme zu Euch. Macht bitte nichts Unüberlegtes. – Nö. Wir warten auf Dich, trällerten sie vergnügt in den Hörer. Ich stieg in die Straßenbahn, die mich in ihr Exil fahren sollte. Petrograd war so anders, seitdem Nicky und seine Alix nicht mehr im Palast wohnten. Ich hatte dem Zaren schon lange gesagt, als wir uns auf ein paar Halbe im Wandsbeker Treff gegenüber saßen: Mach was aus Deinem Land, sonst macht Dein Land was aus Dir. Ein Pensionär war er geworden, lächelte ich in mich hinein. Und erschrak. Auf der Gummidichtung des Fensters saß eine kleine Plastikente, grünlich mit Krone, und stierte mich an. Was tun? Durch ein Ruckeln auf den Gleisen fiel sie wie ein Zar vom Thron in meine Hand. Ich steckte sie ein, beugte mich vor, um meine Ledertasche aufzunehmen, als dort auf dem Boden vor meinen nagelneuen blauen Handballsportschuhen eine weitere Ente saß. Seltsam. Ich steckte sie ein. An der Haltestelle Oktober stieg ich aus, nahm wie in Gedanken eine weitere Ente in die Hand, die auf dem Mülleimerrand saß, und ging schnellen Schrittes in die Proletariergasse, in der das seltsame Paar eine Villa gemietet hatte. Ich klopfte. Von drinnen hörte ich rhythmische Laute und immer wieder ein eigenartiges Grunzen, das mich an eine Ente im Liebesspiel erinnerte. Was tun? Sollte ich wieder gehen? Plötzlich öffnete sich die Tür. Der livrierte Diener mit den Narben und dem fürchterlichen georgischen Akzent in seinem Russisch drückte mir zur Begrüßung eine Ente in die Hand, führte mich in den Salon, setzte mir einen Tomatensaft vor – ich hasse Tomatensaft! –, sprach davon, dass die Herrschaften gleich zu einem glücklichen Ende gelangten und mich dann empfingen. Das Grunzen mündete in einem erquicklichen Aufschrei, der mich irritierte: Vorwärts!, quälte sich Vladimir aus der Kehle. – Was tun? Sollte ich wieder gehen oder bei den beiden bleiben? Ich hatte doch schon alles getan, um diesem reichen aber tumben Paar ein bisschen Bildung zu vermitteln. Was hatte ich nicht alles angestrengt, nur damit sie endlich in der Schweiz, in der Zürcher Spiegelgasse zu ein wenig Wissen kamen? Aber nein, es musste ja ständig auf die Jagd gegangen und Enten geschossen werden. In Zimmerwald 1915 gab ich ihn als Ornithologen aus! – Ornitho-was?, hatte er mir entgegengeschleudert, als er mich mit einer Entenkeule in der Hand fassungslos anstarrte. – Ornitodingsbums will ich nicht sein. – Vladimir, Du brauchst doch eine Maskerade. – Maskenball? Wie schön!, zwitscherte Nadeschda aus dem Hintergrund der Zürcher Nobelwohnung, die ich ihnen mieten ließ. Nie konnte sie uns allein lassen. Auch bei ihr war der Funken nicht übergesprungen, den ich in beiden zu entfachen dachte. Das Kapital hatte ich ihnen vorgelesen. Das Manifest hatte ich sie auswendig lernen lassen. Und was hat er mir dann stolz stammelnd geantwortet: Du hast nichts zu verlieren als Deine Enten. – Enten, immer wieder Enten. Wie ich sie satt hatte. Zuhause saßen schon 543 Enten. Alle bunt, mit Mützen, mit Sonnenbrillen, mit Weihnachtsmannmützen, mit Krone oder mit ohne Krone. Selbst ein Armband hatten mir die Entenrevolutionäre geschenkt. Zu Weihnachten, als der Althistoriker nach Rom und Athen aufbrach und uns in der Denkfabrik der Bundeswehr alleine zurückließ. – Das dachte ich mir vor meinem Tomatensaft sitzend, als endlich die Tür aufschwang und mich der Diener mit einer Geste der Verbeugung in das Empfangszimmer bat, dabei natürlich mir eine Ente in die Tasche steckte. Und siehe da: Nebeneinander eng umschlungen saßen sie auf dem Diwan: Vladimir und Nadeschda. Ganz rot im Gesicht. Er hatte noch ein paar Federn auf seinem kahlrasierten Haupt, sie trug wieder das Federkleid, das ich ihr für den Sozialistenkongress in Basel 1912 besorgt hatte, zu dem sie dann nicht hinfuhr, sondern lieber in diesem Kleid durch den Wald turnte, um sich von „Vladik“ fangen zu lassen. Ich erspare den Lesern Details und wende mich den beiden wieder zu. – Was tun? Sie tröteten erneut im Chor. Oh, wie mich diese Frage nun schon auf die Palme brachte. Warum musste ich damals nur im Treff die Wette gegen Nicky verlieren? Lachend hatte er mir auf die Schulter geklopft und seinen Wettgewinn eingefordert: Aus seinem dümmsten kleinadligen Ehepärchen sollte ich ein gebildetes europäisches Paar formen, das von der Welt angehimmelt werden würde. Was hatte Nicky gelacht. Beschummelt hatte er mich und nur Wasser getrunken, während ich das Wässerchen genoss. Deshalb hatte ich die beiden nun an der Backe. Zwei Irre, die sich Lenin und Krupskaja nannten, weil sie das schicker fanden und mit der Zeit gehen wollten. Um Himmels willen, hatte ich damals gedacht, wenn sie das dann auch noch wollen, dann ist es eben so. Ein Paar, das die ganze Zeit nur von Enten redete und sich wie die Enten paarte. Jetzt saßen sie vor mir. Glucksend. Nadeschda strich Vladimir eine Feder vom Kopf. Er kicherte. Sie kicherte. Auch das machten sie gemeinsam. – Was tun? – Muss ich Euch denn immer sagen, was Ihr tun sollt?, brüllte ich die beiden an. Ihr Glotzen machte mich noch wütender. Als ob ich nichts gesagt hätte, übergab sie mir plötzlich eine Ente. 549 müsste ich nun haben, zählte ich in Gedanken ab. – Was tun, lieber allwissender und so frohlockender Historiker, Du weißt doch immer alles. Was tun? – Ich hatte genug und prustete los: Setzt Euch in die verfluchte (ich nutzte damals ein anderes Wort) Straßenbahn und fahrt nach Petrograd. Die Macht liegt da auf der Straße. Erzählt Ihr seid Enten oder Zaren oder beides und brüllt herum, es ist Revolution. Die Russen werden Euch lieben und Euch Enten entgegenschmeißen. – Vergnügt sprangen sie auf. – Vladik, nicht so schnell. Setz Dir erst mal Deine Federperücke auf und lass uns noch mal einen Ententanz machen, bevor wir die Welt verändern. – Angewidert drehte ich mich um. Nun wusste ich, dass ich die Wette verlieren würde. Dieser Nicky! Bevor Vladimir wieder zu einem Brunftschrein ansetzen konnte, entgegnete ich dem Lockvogel: Mit Hammer und Sichel sollt Ihr Euer Land regieren. Intelligenz braucht Ihr nicht. Auch keinen Marx. Ihr wisst sowieso nicht, wie der geschrieben wird. Ihr habt nichts zu verlieren außer Eure Enten. Ihr habt eine Jagd zu gewinnen. – Der Diener schüttelte mir eine Ente übergebend, Nummer 550, die Hand. – Bravo, gutgesagt, Historiker, aber dürfen wir auch alle erschießen? – Entsetzt schaute ich dem Mann ins Gesicht. Seine Pockennarben links und rechts seiner Entennase hatte ich nie von so Nahem gesehen. – Stalin, musst Du immer nur ans Erschießen denken?, seufzte ich noch und verschwand. Den Mantel der Geschichte ließ ich auf dem Kehrichthaufen von Trotzkis historischem Wertstoffhof liegen.

Hamburg, im Mai 2026, (jh).

[1] Dem Geschichtsjahrgang 2022 gewidmet. // Foto: (AM, geb. T)


Russlands Rote Revolution. Ein Oktober mit vielen Gesichtern
Eine (fiktive) Ausstellung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, sechs Werbefilme, phantasiereiche Begleittexte eines klassischen Proseminars sowie viele offene Fragen – ein Plädoyer für mehr künstlerische Freiheiten im universitären Geschichtsunterricht
Seminarleitung: PD Dr. Jörn Happel — Kiel, im Sommer 2019

Am Anfang war die Revolution. Oder doch Marx?
Zwei Lehrveranstaltungen widmeten sich im Sommersemester 2019 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel den Geschehnissen rund um die Russische Oktoberrevolution von 1917. Das Proseminar zur Einführung in die Geschichtswissenschaften nahm sich der textuellen und fotografischen Quellen an und analysierte die Ereignisse aus der Perspektive der sie erlebenden Menschen. Die Übung zur Außerschulischen Didaktik stand vor der Herausforderung, eine Ausstellung über die Revolution zu konzipieren – und für diese Werbung zu machen. So weit die Aufgaben. Die Ergebnisse werden hier vorgestellt.

Im Proseminararbeiteten die Studierenden begleitend zu den Seminarsitzungen an historischen Essays. Alles war erlaubt: das Verfassen eigener Tagebucheinträge fiktiver oder realer Personen zur Zeit der Revolution, wissenschaftliche Betrachtungen oder die Arbeit an einem Poetry-Slam. Wichtig war stets die Rückbindung an die Quelle. Das Vetorecht der Quellen wurde beschworen, hier mal freier, hier mal enger ausgelegt. Entstanden ist ein Potpourri an phantasiereichen Einblicken in das Russland der Revolution. Dabei blieb eine Frage bis zuletzt offen: Am Anfang war die Revolution. Oder doch Marx? Lesen Sie selbst…

Zwar sollte in der Übung eine Ausstellung konzipiert werden, doch im Mittelpunkt stand nicht die Ausstellung an sich, sondern wie man eine solche am besten bewerben könnte. Die Studierenden erarbeiteten ein Konzept, das diesem Zeitbild seinen Namen verlieh: „Russlands Rote Revolution. Ein Oktober mit vielen Gesichtern“. Waren diese sechs Gesichter endlich nach langen Diskussionen und vielfältiger Lektüre gefunden, wurde ein Werbemittel gesucht. Wie Lenin und Trotzki schrieben wir dem Film die höchste agitatorische Kraft zu. Lenin hatte einst formuliert: „Von allen Künsten ist für Russland meiner Meinung nach die wichtigste – das Kino.“ Wir drehten sodann Filmchen von maximal 1:50 Minute Länge – Teaser, die potentiell Interessierte in eine Ausstellung gelockt hätten. Die Spannbreite der Themen ist weit: die frühe Revolutionärin Vera Figner, der orthodoxe Patriarch Tichon, ein fiktiver Bauer auf der Suche nach seinem Platz im neuen Russland, die Revolutionärin par excellence Larissa Reissner, der Gegenrevolutionär Lavr Kornilov und zwei Quadrate auf ihrem Weg zur Erde (ein Animationsfilm nach El Lissitzky). Schauen Sie, staunen Sie selbst: Lavr Kornilov / Larissa Reissner / Vera Figner / ein Bauer / El Lissitzky / Patriarch Tichon.

Die Studierenden des Proseminars: Jonas Burmeister, Henri Giebeler, Felix Grage, Isabelle Heilmann, Merle zu Hoene, Kübra Koyun, Lennart Nagels, Anabel Pospiech, Broder Söhl, Paulina Hermine Stahr, Max Stolte, Roko Strize, Bennet Suttkus, Lena Tetzlaff, Neela Welge sowie Yella Susanne Nicklaus als studentische Tutorin.
Die Studierenden der Übung Jasmin Drogat, Ana Carolina Feijó, Jakob Goebel, Olesya Lemke, Fabian Schmuck und Leonard Lill als unser technisch-künstlerischer Berater.

Revolutionen! Petrograd 1917, Kiel 1918, Kronštadt 1921
Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte – schrieb Karl Marx im Jahre 1850. Wie sehr Revolutionen die geschichtliche Entwicklung umwarfen, wie sie in der Zeit interpretiert und späterhin umgedeutet wurden, diesen Fragen näherten wir uns im Hauptseminar an der Universität Konstanz im Sommersemester 2018. Im Mittelpunkt standen drei strukturell, kulturell, ökonomisch und national unterschiedliche Revolutionen in Petrograd, Kiel und Kronštadt. Doch als die Zentralmacht wankte, schlug in allen drei Untersuchungsorten die Stunde der Matrosen.

Was passierte auf den Straßen, in den Werften, auf den Schiffen, in den Parlamenten während der Tage des Umbruchs? Hautnah wollten wir an den Ereignissen dran sein. Auf Grundlage dichter und intensiver Quellenarbeit verfassten die Studierenden deshalb Zeitungsreportagen. Sie versetzten sich als Journalistinnen und Journalisten zurück nach Kiel, Petrograd und in die belagerte Festung Kronštadt, sie sprachen mit den Akteuren, berichteten ihren zeitgenössischen Lesern von den unglaublichen Ereignissen, vom Aufbegehren der Matrosen.

Wir haben mithilfe der Reportagen eine fiktive Geschichte der Revolutionen verfasst. Dabei nahmen wir verschiedene Blickwinkel ein, so wie auch die damaligen Zeitungen politisch unterschiedliche Sichtweisen vertraten: Von der national-konservativen bis zur kommunistischen Zeitung ist bei uns jede politische Denkrichtung vertreten. Dadurch sind wir ebenfalls Teil einer Mediengeschichte, die sich kritisch mit der Rolle und den Einflussmöglichkeiten der Zeitungen befasst. Lesen Sie selbst: So könnte es gewesen sein…

Konstanz, im August 2018, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Schönheit des Meeres. Die Erstbeschreibung des Aralsees 1848/49 und das Russländische Imperium
Universität Konstanz, WS 2017/18
Kapitän Butakov und der Dichter und Maler Ševčenko – zwei ungleiche Männer mit der gleichen Vision: Die Erstbesegelung und -beschreibung des 1848/49 noch fast unbekannten Aralsees, der im Russischen und Kasachischen aufgrund seiner gewaltigen Wasserfläche als Meer bezeichnet wird. Beiden erschloss sich vor Ort, vor allem jedoch in den Zeichnungen des Ukrainers, die Schönheit des Meeres, die heute nach dem Austrocknen nicht einmal mehr zu erahnen ist.

Ausgehend von Butakovs Reisetagebuch hatte unser Oberseminar im Wintersemester 2017/18 an der Universität Konstanz eine begleitende Reiselektüre verfasst. Als Schreibwerkstatt konzipiert, entstanden in langen Lese- und Redaktionssitzungen sorgfältig bearbeitete und ausgewählte Texte. Der Stil mag unterschiedlich sein. Die Begeisterung für das Thema erfasste uns jedoch alle. Die Textarbeit war äußerst intensiv, viel musste gelesen, viel verworfen, viel umgeschrieben werden. Doch nur so gelang eine Reise zurück in das Jahr 1848/49, in das russische Asien, an die Ufer des Meeres, auf das Deck des Schoners „Konstantin“, neben die Staffelei Ševčenkos… (pdf)

Konstanz, im Februar 2018, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Teilungen Polens als transnationales Medienereignis
„Noch ist Polen nicht verloren“, heisst es in der polnischen Nationalhymne von 1797. Doch zwei Jahre zuvor besiegelte die dritte Teilung Polens das Ende der staatlichen Eigenständigkeit jenes Reichs, das seit dem Mittelalter immer wieder die europäische Geschichte mitbestimmt hatte. Doch Polen war mehr als nur ein Staat – der Glaube an Polen und an die Wiedererlangung seiner Staatlichkeit ging auch nach 1795 und nach dem Wiener Kongress 1814/15 nicht verloren, wenngleich dieses Ziel erst nach dem Ersten Weltkrieg erreicht wurde.

Beobachtet von der „Weltpresse“ waren die Teilungen transnationale Medienereignisse. Im Proseminar haben wir zeitgenössische Quellen vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des Wiener Kongresses 1814/15 analysiert. Stets schauten wir auf die internationale Berichterstattung in Zeitungen, Flugschriften oder auf Karikaturen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten in die Zeit zurückreisen und aus den Quellen heraus journalistische Beiträge verfassen. Investigativ gingen die Studentinnen und Studenten vor: Sie berichten auf den folgenden Seiten über einen Spaziergang mit Tadeusz Kościuszkodurch Solothurn, über die Nacht der ersten Teilung Polens aus der Sicht eines Juristen, über das Gemälde eines gescheiterten Königs, über die Bauern an der weissrussischen Grenze, über die Teilungen Polens als Sportereignis…

Im Zentrum aller Artikel stand die Rekonstruktion vergangener Lebenswelten. Erstellt wurden Zeitbilder, die auf Quellen fussend eine lebensweltliche Beschreibung und Analyse des von Aussen nach Polen getragenen Untergangs der alten Adelsrepublik ermöglichen.

Schauen Sie selbst: So könnte es gewesen sein – die Teilungen Polens als transnationales Medienereignis… (pdf)

Basel, im Dezember 2016, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Proseminars.

Diplomaten-Netzwerke im Moskau der 1920er/30er Jahre
Im Proseminar zu den Diplomaten-Netzwerken wurden wieder Zeitbilder von den Studentinnen und Studenten erstellt, die einen beredten Einblick geben in das Alltagsleben von Menschen in der russischen Hauptstadt während der Neuen Ökonomischen Politik und des beginnenden Stalinismus. Im Zentrum stehen die Lebenswelten von Diplomatinnen und Diplomaten. Schauen Sie selbst: So könnte es gewesen sein… (pdf).

Viel Spass beim Lesen wünschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Dozent.

Die Rus‘. Osteuropa im 9. und 10. Jahrhundert
Wer waren die Rus‘? Wo und wie lebten sie im 9. und 10. Jahrhundert? Wer schrieb über sie? Mit wem hatten sie Kontakt? Was arbeiteten, assen und tranken sie? Und wie bestatteten sie ihre Toten?

Im Zentrum meines Proseminars „Die Rus`. Osteuropa im 9. und 10. Jahrhundert“ (Herbstsemester 2011) stand die Rekonstruktion vergangener Lebenswelten und das Erstellen von Zeitbildern. Hierbei orientierten wir uns an den Arbeiten von Carsten Goehrke (Russischer Alltag, 3. Bde., Zürich 2003-2005). Wir untersuchten ein Semester lang Quellen von und über die Rus‘, wodurch — auf historischen Arbeiten fussend — eine Beschreibung des Alltags in der Rus‘ sowie der Gefahren und Herausforderungen, denen die Menschen im osteuropäischen Mittelalter ausgesetzt waren, entstand. Kurz: So könnte es gewesen sein… (pdf)

HSU

Letzte Änderung: 23. September 2026