Inhouse-Seminar zum Thema „Sonderfragen baubetrieblicher Nachträge: konkurrierende Störungen, Produktivitätsminderungen und andere Problemchen“

In Ergänzung zu und als Vertiefung einer von der Professur im Vorjahr gegebenen Schulung von Projektmanagern, Bauoberleitern und Bauüberwachern wurden auf Wunsch eines überregional tätigen Ingenieurbüros Sonderfragen baubetrieblicher Nachträge erörtert. Der Beitrag war für die Teilnehmenden eingebettet in ein zweitägiges Weiterbildungsprogramm mit einer Vielzahl aktueller Themen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Beurteilung von Terminabweichungen und Störungen, die auf Produktivitätsminderungen zurückzuführen sind, sowie die Bewertung von Handlungsfolgen für den Auftraggeber, wenn konkurrierende Störungen (sog. concurrent delays) vorliegen und zwischen der Hinnahme einer Bauzeitverlängerung und der Beauftragung einer Beschleunigung entschieden werden muss. Ein besonderes Augenmerk wurde ferner auf die Absicherung von Regressansprüchen des Auftraggebers bei Verzügen des Auftragnehmers gelegt. Abschließend wurde auf die Bewertung monetärer Ansprüche von Auftragnehmern eingegangen und dabei aufgezeigt, dass diese anspruchsgrundlagenkonform getrennt je Störungssachverhalt darzulegen und nachzuweisen sind. Für unterschiedliche Mehrkostenarten wurden die erforder­lichen Wege der Mehrkostenermittlung aufgezeigt. Das Ziel des Beitrags bestand darin, ein Verständnis für maßgebliche Sachverhaltsdarstellungen zu schaffen, damit die terminlichen und die finanziellen Folgen gestörter Bauabläufe möglichst objektiv und neutral bewertet werden können.

HSU

Letzte Änderung: 21. Juli 2026