Neue Bildungsprozesse als Konsequenz des „Postfordismus“

Erwachsenenbildungsprozesse müssen vor dem Horizont des gesellschaftlichen Wandels neu gestaltet werden. Die resultierenden Herausforderungen werden im Vortrag diskutiert. Baethge/Baethge-Kinsky 2004 zeigen erste Konsequenzen aus dem Blickwinkel der EB und den Charakteristika des Postfordismus schon auf. Dieser Diskurs wird aktuell weitergeführt, wie z. B. von Klingovsky, Ulla aus dem Jahre 2013 „Lebenslanges Lernen im Postfordismus. …“. Er umfasst auch das soziale, ökonomische und politische Umfeld. Aktuelle Schlagwörter, wie Industrie 4.0, Digitalisierung und  Big Data sind Treiber dieser Entwicklung . Damit ist eine permanente Neuausrichtung der Lern- und Lehrkultur verbunden. Die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens wird seit Jahrzehnten gefordert.

Was bedeutet dies im Hinblick auf die oben beschriebene rasante Entwicklung? ML greift dieses Spannungsfeld auf, zeigt die Herausforderung von Bildungsorganisationen auf, geht auf den Wandel im institutionalisierten Bildungsverständnis ein und zeigt die Auswirkung für die berufliche Integration. Schwerpunktmäßig wird dabei der Wandel vom Vermitteln zum Wegbereiten betrachtet, was zeigt, dass dieser Wandel auch im Bereich des Lehrenden eine Rolle spielt.Wo sind die Grenzen der Handlungskompetenz? Wie kann man Werte entwickeln, die letztendlich die Entscheidungskompetenz des Einzelnen als Zielsetzung haben?

Dies erfordert neue Bildungsprozesse. Ideen hierzu skizziert ML in seiner Präsentation. Abschließend wird an einem Praxisbeispiel aus dem Bereich Informationssicherheit der Einsatz von modernen Bildungstechnologien (MBT) zur Erreichung von Ziele, wie Schärfen der Sinne, Initiierung von Bewusstseins- und Verhaltensänderungen, Hinterfragen von Informationen und Sachverhalten innerhalb der Alltagsroutine, Angemessenes Abwägen von Handlung und Reaktion und ggf. Einschätzen von Konsequenzen, Aufzeigen von Maßnahmen/Handlungsempfehlungen zum Erlangen von Handlungssicherheit aufgezeigt.

Mit diesem Vortrag wird der Stellenwert von MBT aufgezeigt, die für eine konsequente Umsetzung von kompetenzorientierter Ausbildung unverzichtbar sind. Das zu verfolgende Ziel ist, Werte und Entscheidungskompetenz zu entwickeln, um die Handlungskompetenz zu optimieren.

HSU

Letzte Änderung: 31. Mai 2018