Thema 2020

Digitale (Aus-) Bildung: Wird Intelligenz tatsächlich ‚künstlich‘?

 

„Bücher werden in den Schulen bald veraltet sein… Es ist möglich, jeden Teil des menschlichen Wissens mit dem Film zu lehren. Unser Schulsystem wird sich in den nächsten zehn Jahren von Grund auf verändern.”
(Thomas Edison 1913; zit. nach Kerres, 2018, S. 87 – Übersetzung: Kongressteam ZtB)[1]

Schon 1913 prophezeite Thomas Edison, dass technische (Weiter-)Entwicklungen sich im Bildungsbereich grundlegend auswirken. Über 100 Jahre später können wir feststellen, dass das Buch in Aus-, Fort- und Weiterbildung zumindest heute noch seinen Platz hat, die Digitalisierung jedoch auch und gerade im Bereich der (Aus)Bildung zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Deshalb möchten wir auf das vergangene Jahrzehnt zurückzublicken und zusammen mit Ihnen kritisch diskutieren, welche Veränderungen die Digitalisierung in diesem Zeitraum für den Bildungsbereich tatsächlich gebracht hat. Gleichzeitig möchten wir mit Ihnen hinterfragen, wie technische (Weiter-)Entwicklungen – beispielsweise künstliche Intelligenz (KI) – in Zukunft Aus-, Fort- und Weiterbildung beeinflussen werden, welche Erwartungen wir daran knüpfen und wo (staatliche) Organisationen ggf. an Grenzen stoßen.

Der (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr – bis 2014 noch unter dem Namen Fernausbildungskongress – verbindet seit 2004 die Perspektiven Technik und Bildung aus wissenschaftlichem und praktischem Blickwinkel. Aus diesem Selbstverständnis heraus ist es gerade jetzt interessant, das Thema Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) in der Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Fokus zu nehmen.

 

[1] Kerres, M. (2018). Einführung in die Mediendidaktik. Konzeption und Entwicklung digitaler Lernangebote (5. komplett überarbeitete Auflage). Berlin & Boston: Oldenbourg.

HSU

Letzte Änderung: 28. Januar 2020