Militärische Führung und Internationale Sicherheit (M.A.)

Militärische Führung und Internationale Sicherheit (MFIS)

Profil des Studiengangs

Der Studiengang ermöglicht militärischen Nachwuchsführungskräften der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte ihre professionelle Ausbildung um eine wissenschaftliche Reflexion von Strategie, Führung, Sicherheit und internationalen Beziehungen zu ergänzen und zu vertiefen. Militärische Nachwuchsführungskräften wird dieser Studiengang empfohlen, wenn Sie zum Lehrgang Generals- und Admiralstabsdienst (LGAN) an der Führungsakademie zugelassen sind, diesen bereits erfolgreich absolviert haben, oder hochwertige, vergleichbare Kenntnisse anderweitig erworben haben. Teile der LGAN-Ausbildung sind Bestandteil des Studiums.

Abschluss: Master of Arts (M.A.)

Studiendauer: 2 Jahre Regelstudienzeit, 60 ECTS-Leistungspunkte

Zielgruppe: militärische Nachwuchsführungskräfte der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte

Zugangsvoraussetzungen:
(1) Leistungen im Umfang von 240 ECTS-Leistungspunkten durch den Abschluss eines Studiums an einer deutschen oder ausländischen Hochschule
(2) eine mindestens zweijährige berufspraktische Tätigkeit, davon mindestens ein Jahr mit Führungsverantwortung, nach Erwerb des berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses
(3) die Zulassung zum Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst National (LGAN) der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) oder gleichwertige Ausbildung

Struktur:
Berufsbegleitendes Studium im Blended-Learning Format mit kompakten Präsenz-Veranstaltungen und Online-Learning-Phasen. 7 Pflichtmodule, davon 3 Module eingebettet in den LGAN, 4 Module als Vertiefungs- und Aufbaumodule durch Lehrende der HSU / UniBw H gestaltet (inkl. Abschlussmodul mit Master Thesis).

Inhalte:
Im Rahmen des LGAN: Führung, Organisation und Sicherheit. An der HSU / UniBw H: Strategie, Führung, sowie Sicherheit und internationale Beziehungen aus wissenschaftlicher Perspektive.

Wichtige Termine!
Studienbeginn: 1. November 2019 (Herbsttrimester)

Bewerbungsfrist: 42. KW

Sollten hierzu noch Fragen bestehen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an zww-info@hsu-hh.de oder rufen Sie uns an!

 


Organisatorische Betreuung des Studiengangs

ZWW
 
Das ZWW sucht ab sofort eine soldatische studentische Hilfskraft für max. 8 Stunden/Woche. Wir suchen für den folgenden Aufgabenbereich Verstärkung:
  • Pflege von Onlineressourcen, wie Webseite (WordPress) und Lernplattform (ILIAS)
  • Inhalte auf der Webseite aktualisieren und einstellen, wie z.B. Einbindung von Bildern, Texten und Dateien
  • Recherchearbeiten, z.B. Suche nach Testimonials und Bildern
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Ggf. Veranstaltungsbetreuung beim ZWW.
Alle weiteren Informationen zur Ausschreibung befinden sich im Ausschreibungstext. Interesse? Dann schnell bewerben unter (Kennziffer: ZWW – 0119 ) zww-info@hsu-hh.de.
 
Ihre Ansprechpartnerin: Kathrin Schweitzer
Schweitzer
Raum:
1140
Telefon:
+49-40-6541-3376
Besucheranschrift
Helmut-Schmidt-Universität
Gebäude H1
Holstenhofweg 85
22043 Hamburg
Postanschrift
Helmut-Schmidt-Universität
Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW)
Postfach 70 08 22
22008 Hamburg
 
Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Stefan Bayer
    Professor an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg
    E-Mail:

 

Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Burkhard Meißner
Professor für Alte Geschichte,
Oberstleutnant der Reserve
E-Mail:

Stimmen zum Studiengang

Testimonial des MFIS Absolventen Herr Fregattenkapitän Jan Dinand, Strelasund-KaserneAls Teilnehmer des Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst National (LGAN) 2016 stand ich vor der Frage den Mehraufwand für das Studium MFIS auf mich zu nehmen oder den Lehrgang ohne Studium zu absolvieren. Zu Beginn des Studiums stand für mich ehrlicherweise die extrinsische Motivation des Studienabschlusses im Vordergrund. Dies änderte sich aber bereits am ersten MFIS Wochenende:

Der Studiengang MFIS stellt einem neben inhaltlichen Inputs aus meiner Sicht vor allem wissenschaftliche Methoden vor, mit denen der Stabsoffizier Fragestellungen völlig anders als von uns Soldaten gewohnt angehen und sich diese mit völlig überraschenden Ergebnissen erschließen kann. Die Hausarbeiten bieten dabei die Möglichkeit an selbst mitgestalteten Aufgabenstellungen, beispielsweise Lehrgangsinhalte die im LGAN nur oberflächlich wurden, mit einer wissenschaftlichen Methode zu untersuchen und zu vertiefen. Die Diskussion und auch die Bearbeitung der Hausarbeiten in gemischten Gruppen von aktuellen Lehrgangsteilnehmern des LGAN, über Referenten und Referatsleiter im Ministerium bis zum aktiven und pensionierten General bzw. Admiral brachten einen außerordentlichen Mehrwert.

Für mich stellte der Studiengang MFIS somit einen wahren Zugewinn zum LGAN dar und hat mir eine „Toolbox“ an die Hand gegeben, von der ich erwarte, dass Sie mir in meinen zukünftigen Verwendungen noch manches Mal hilfreich sein wird. Als besonderen Höhepunkt habe ich die Kurzvorstellung der Hausarbeiten erlebt, da die gewonnenen Erkenntnisse der Kommilitonen oft nicht den erwarteten Lösungsraum aus Sichtweise eines Offiziers hervorbrachten. Kurz gesagt: MFIS erweitert den Lösungsraum für künftige Aufgaben und das auf höchst spannende Weise! Fregattenkapitän Jan Dinand, Marinetechnikschule Kommandeur Lehrgruppe C, MFIS Absolvent


Testimonial des MFIS Absolventen Herr Major i.G. Rayk Hähnlein, Deutscher Militärischer Vertreter im Militärausschuss der NATO und EU Dezernat 1Gerade für angehende Generalstabsoffiziere, die später immer wieder in Internationalen Organisationen, wie NATO, EU und VN eingesetzt werden können, ist die Teilnahme am MFIS und der erfolgreiche Erwerb eines zweiten Masters eine sehr sinnvolle Ergänzung im Lebenslauf.

Der Schwerpunkt auf der Arbeit in Kleingruppen trägt wesentlich zur Kameradschaftsstärkung im Lehrgang und zur jahrgansübergreifenden Netzwerkbildung bei. Die komprimierte Durchführung an Arbeitswochenenden hat den zeitlichen  Mehraufwand auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt. Durch die fortgesetzte Anknüpfung des Studiums an Lehrgangsinhalte lassen sich sinnvolle Synergien nutzen.

Für mich persönlich hat sich insbesondere die Erstellung der Master-Thesis als ausgesprochen praktische Hilfestellung für meine Erstverwendung herausgestellt, da ich als Wissenschaftler/Stabsoffizier bei der Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) nahtlos an das Themenumfeld anknüpfen konnte, für das ich mit der Thesis den Grundstein gelegt hatte. Major i.G. Rayk Hähnlein, NATO HQ, Dezernent beim Deutschen Militärischen Vertreter im Militärausschuss der NATO und EU


Testimonial des MFIS Absolventen Brigadegeneral a.D. Dirk BackenMilitärische Führung und Internationale Sicherheit, kurz MFIS, ein Angebot nur für die Teilnehmer an der nationalen General- und Admiralstabsausbildung? So kam es mir beim ersten Lesen der Informationen vor. Das ist sicher nichts mehr für mich, so war mein erster Eindruck. Ich selbst hatte meine Alma Mater in Hamburg doch schon im Jahre 1983 mit einem Abschluss im Studiengang Wirtschafts- und Organisationswissenschaften verlassen. Das war schließlich lange her und nun als Brigadegeneral a. D. konnte ich schließlich auf viele Jahre intensiver Praxis zurückblicken. Militärische Führung hatte ich als Truppenführer und in mehreren Auslandseinsätzen beweisen müssen. Internationale Sicherheit, auch dort hatte ich durch zahlreiche Verwendungen Erfahrungen sammeln können, u. a. als Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in den USA. Dennoch reizte mich das Thema akademisch ungemein und so schrieb ich mich schließlich ein und ging erwartungsvoll zur ersten Zusammenziehung und zu den ersten Vorlesungen. In der Tat, die ungemein spannende akademische Perspektive und der intensive Austausch mit jüngeren und oft auch ausländischen Kommilitoninnen und Kommilitonen waren faszinierend. Dass ich mich dann so intensiv in die Vorlesungen, die Gruppenarbeiten und das Lernen und Forschen auch außerhalb des Curriculums hineinknieen sollte, das hätte ich am Anfang nie geahnt. Meine Masterarbeit ist zwar noch im Werden, aber das Thema hat mich am Ende tief in die Archive meines neuen Arbeitgebers, des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., geführt. Dass ich heute dort arbeite und eine unerwartete, neue und inspirierende Perspektive für mein Leben gefunden habe, auch das ist ein Ergebnis von MFIS. Brigadegeneral a.D. Dirk Backen, ehm. tätig an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und als Verteidigungsattaché an der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Washington DC in den USA


Studienziele

Der weiterbildende Master-Studiengang Militärische Führung und internationale Sicherheit (MFIS) vertieft und ergänzt den Lehrgang „Generalstabs-/Admiralstabsdienst National“ (LGAN) der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) um sozial- und geisteswissenschaftliche Disziplinen (Psychologie, Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Geschichtswissenschaften und Rechtswissenschaft/Völkerrecht), um die Absolventinnen und Absolventen noch umfassender und auf wissenschaftlicher Basis auf künftige Führungsaufgaben vorzubereiten. Berufsbild ist Chefin/Chef des Stabes oder eine vergleichbare zivile Aufgabe.

Die Absolventinnen und Absolventen analysieren und gestalten ihre Fach- und Führungsaufgaben aus dem gesamten Spektrum der Aktionsfelder zur vernetzten Sicherheit und setzen hierfür fortgeschrittene Methoden der Geistes- und Sozialwissenschaften ein. Sie führen Einzelanalysen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einer schlüssigen Gesamtdarstellung zusammen und ziehen aus dieser folgerichtige Schlüsse. Weiterhin sind sie dazu in der Lage, Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Politik- und Handlungsberatung sachgerecht zu beurteilen.


Studienorganisation

Das Studienprogramm wie auch die Didaktik des MFIS zeichnen sich durch eine strikte Orientierung an Modellen der Kompetenzorientierung sowie einer engen Verzahnung von konzeptionellen und praktischen Inhalten aus. Die gewonnen Erkenntnisse bilden die Grundlage für wissenschaftsbasierte Problemlöseansätze, die schon während des Studiums im Austausch mit der Berufspraxis entwickelt werden.

Die Module an der HSU / UniBw H sind mit Ausnahme der Masterthesis als Kombination aus Phasen des Selbstlernens, des problembasierten Lernens sowie des Lernens in Präsenzphasen gestaltet. Selbstlernphasen erfolgen skriptgestützt; Projektbasierte Phasen umfassen Aufgabenstellungen, zu denen tutoriert und auf der Basis erworbener Kenntnisse in Einzel- und Gruppenarbeit praktische Probleme aufgearbeitet werden; Präsenzphasen zu Beginn und zum Ende des Moduls umfassen Vorträge und Diskussionen, angeleitete Fallstudienarbeiten und Präsentationen von Projektstudien. Die Module sind mithin so konzipiert, dass in jedem Falle unterschiedliche Lehrformate zum Einsatz kommen.

Studienorganisation eines eintrimestrigen Moduls
Studienorganisation eines eintrimestrigen Moduls

Die Module orientieren sich an den Trimesterterminen der HSU / UniBw H. Jedes Studienjahr umfasst drei Trimester: das Herbsttrimester (HT) läuft von Oktober bis Dezember, das Wintertrimester (WT) von Januar bis März und das Frühjahrstrimester (FT) von April bis Juni. Die Trimesterpause findet an der HSU / UniBw H von Juli bis September statt. Die erste Präsenzphase findet zu Beginn eines Trimesters statt, nach einer circa achtwöchigen Fernlernphase schließt sich die zweite Präsenzphase an. Eine Präsenzphase umfasst jeweils drei Tage vorwiegend am Wochenende, an denen Seminare, Gruppenarbeiten und Diskussionen stattfinden. In der Blended Learning-Phase nutzen Sie die Online-Lernumgebung ILIAS.


Studienalltag neben dem Beruf

Das Studium ist durch Module organisiert. Die Module bestehen aus zwei Präsenzphasen von je drei Tagen, zwischen denen eine circa achtwöchige Blended Learning-Phase liegt. Eine Präsenzphase umfasst jeweils drei Tage vorwiegend am Wochenende, an denen Seminare, Gruppenarbeiten und Diskussionen stattfinden. In der Blended Learning-Phase nutzen Sie die Online-Lernumgebung ILIAS.

Das Blended Learning ermöglicht den Studierenden flexibel und nach ihrem Lerntyp die Aufgaben und Themen zu bearbeiten. Sie können individuell den Lernort und die –zeit bestimmen. In der Online-Lernumgebung ILIAS können sich die Studierenden jederzeit mit den Kommiliton*innen und Dozent*innen austauschen. Ein eintrimestriges Modul dauert etwa 10 Wochen mit einem wöchentlichen Arbeitsaufwand von ca. 10 Stunden. Die Termine für die Präsenzphasen in jedem Modul werden frühzeitig vor Trimesterbeginn kommuniziert.

Profitieren Sie von der flexiblen Lernorganisation im Master-Studiengangs Militarische Führung und internationale Sicherheit:

    • Berufsbegleitende Konzeption durch die Verbindung von Präsenzveranstaltungen am Wochenende mit Blended Learning.
    • Präsenzveranstaltungen finden an attraktiven Studienorten in Hamburg statt.
    • Dozent*innen und Studierende stehen über die Online-Lernumgebung stets in engem Austausch.
    • Sie haben jederzeit Zugriff auf die Studienunterlagen und können Ihr Studium flexibel organisieren.
    • Studienbegleitende Prüfungsleistungen orientieren sich an der hohen Flexibilität des Studiums.
    • Das Studium ist auf Anwendbarkeit und Praxistransfer der eworbenen Kompetenzen ausgelegt.
    • Austausch mit anderen Fach- und Führungskräften im Studiengang, sowie an der HSU und der Führungsakademie der Bundeswehr.
    • Persönliche und individuelle Beratung und Betreuung durch die Mitarbeiter*innen des ZWW und Dozent*innen.

Studieninhalte

Das Studium gliedert sich in drei Abschnitte: (1) der Lehrgang „Generalstabs-/Admiralstabsdienst National“ (LGAN) an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw), (2) drei Grundlagenmodule im ersten Studienjahr an der HSU / UniBw H, und (3) das Thesis-Modul im zweiten Studienjahr an der HSU / UniBw H.

Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Helmut-Schmidt Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU / UniBw H), Weiterbildung Master-Studiengang Militärische Führung und internationale Sicherheit (MFIS)
Studienprogramm Master-Studiengang Militärische Führung und internationale Sicherheit (M.A.)

Die drei Pflichtmodule an der HSU / UniBw H bauen inhaltlich aufeinander auf und sind gemäß dem Studienprogramm nacheinander zu absolvieren. Die Module finden – während der zweijährigen Studiendauer – in sechs Trimestern statt. Das Herbsttrimester (HT) läuft von Oktober bis Dezember, das Wintertrimester (WT) von Januar bis März und das Frühjahrstrimester (FT) von April bis Juni. Die Trimesterpause findet an der HSU / UniBw H von Juli bis September statt.

Die Grundlagenmodule an der HSU / UniBW H orientieren sich inhaltlich an den vorgelagerten Ausbildungsbereichen des LGAN. Aufbauend auf diesen vor allem berufsbezogen ausgerichteten Modulen, ist das dreigliedrige Grundlagenprogramm zu Führung, Strategie sowie Sicherheit und internationalen Beziehungen interdisziplinär geprägt und eröffnet wissenschaftliche Perspektiven auf die Berufspraxis. Neben der sozialwissenschaftlichen Grundlegung in Recht und Theorie der internationalen Beziehungen ist die Bekanntschaft mit den Institutionen und Verfahren militärischer und sicherheitspolitischer Entscheidungen fundamental für den Studiengang. Eine vertiefte Beschäftigung in interdisziplinärer Form mit Fragen von Konflikt und Sicherheit in Form einer eigenen wissenschaftlichen Abschlussarbeit erfolgt im abschließenden Master-Thesis-Modul.


Die Module

Im Folgenden finden Sie detaillierte Informationen zu allen genannten Modulen des Studienprogramme.

(1) Der Lehrgang „Generalstabs-/Admiralstabsdienst National“ (LGAN) an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw).

Art des Moduls: Pflichtmodul

Arbeitsaufwand: 9 ECTS-Leistungspunkte und ca. 225 Stunden

Dauer: ca. 52 Wochen

Qualifikationsziele:
Die Absolvent*innen untersuchen eigene Führungserfahrung auf wissenschaftlicher Grundlage und leiten daraus methodische Folgerungen für künftiges Führungshandeln ab.

Die Absolvent*innen sind fähig, Führungsaufgaben im nationalen wie internationalen Rahmen und unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Entwicklung, in kritisch-reflektierter Form, selbständig, verantwortlich und kompetent wahrzunehmen.

Die Absolvent*innen sind als Verantwortliche im Stabsdienst fähig,

    • die Stabsarbeit auf allen Ebenen und in allen Führungsgebieten (streitkräftegemeinsam, national und inter- bzw. multinational im Rahmen des gesamten Einsatzspektrums sowie des „Grundbetriebes“ der Bundeswehr) zu leiten und zu koordinieren,
    • Entscheidungen unter Berücksichtigung von Einsatzgrundsätzen und -verfahren vorzubereiten, in Befehle und Anweisungen für Maßnahmen umzusetzen,
    • deren Durchführung zu überwachen sowie
    • den dabei anfallenden Ressourceneinsatz wirtschaftlich zu bewerten,
    • die Ausprägung ihrer individuellen Führungsqualifikation zu erkennen und diese weiterzuentwickeln.

 

Inhalte:

  • Führungsbegriffe
  • Reflexion von Führungserfahrungen
  • Führungssoziologie
  • Innere Führung: Führungsverständnis der Bundeswehr
  • Moralische Urteilsfähigkeit und Führungshandeln
  • Führung in der Geschichte

Art des Moduls: Pflichtmodul

Arbeitsaufwand: 9 ECTS-Leistungspunkte und ca. 225 Stunden

Dauer: ca. 52 Wochen

Qualifikationsziele:
Die Absolvent*innen organisieren und leiten Planungs- und Führungsprozesse im Rahmen der Stabsarbeit. Sie sind befähigt:

    • Planungs- und Führungsaufgaben auf ministerieller Ebene und im höheren Stabsdienst auf strategischer, operativer und taktischer Ebene im gesamten Aufgabenspektrum von Streitkräften, einschließlich der inländischen Basis der Bundeswehr,
    • im nationalen wie internationalen Rahmen und unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Entwicklung, in kritisch-reflektierter Form, selbständig, verantwortlich und kompetent,
    • unter Beachtung des Gebotes der Wirtschaftlichkeit, der Fähigkeiten der Streitkräfte und der Gemeinsamkeit ihres Einsatzes und ihrer Organisation wahrzunehmen;
    • die Fähigkeit und Strukturen von Streitkräften im gesamten Aufgabenspektrum unter Berücksichtigung der Transformation der Bundeswehr, der Möglichkeiten und Grenzen vernetzter Operationsführung sowie der zur Verfügung stehenden personellen und materiellen Ressourcen zu bewerten und zu deren kontinuierlicher Anpassung auf der Grundlage der Bundeswehrplanung und der Ergebnisse von Prozessen der Konzeptentwicklung und experimentellen Überprüfung (CD&E-Prozesse) beizutragen,
    • wesentliche Aufgaben und Bestimmungsgrößen des Betriebes der Bundeswehr im Zusammenwirken aller Organisationsbereiche zu verstehen, nach Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit zu bewerten und Prinzipien des Prozessmanagements darauf anzuwenden.

 

Inhalte:

  • Planungsmethoden aus betriebswirtschaftlicher, ökonomischer und soziologischer Sicht
  • Fortgeschrittenes Projektmanagement
  • Grundzüge des Prozessmanagements
  • Führungs- und Planungsmethoden in der Bundeswehr
  • Kommunikation
  • Veränderungsmanagement.

Art des Moduls: Pflichtmodul

Arbeitsaufwand: 10 ECTS-Leistungspunkte und ca. 250 Stunden

Dauer: ca. 52 Wochen

Qualifikationsziele:
Die Absolvent*innen entwickeln, ausgehend von den Wechselwirkungen und Zusammenhängen von Staat, Militär und Gesellschaft, einen ganzheitlichen Begriff von Sicherheit und legen diesen bei der Analyse und Bearbeitung von sicherheitspolitischen Lagen und Fallbeispielen zugrunde.

Sie sind in der Lage, auf der Basis bereits erworbener wissenschaftlicher Fähigkeiten, Faktoren und Einflüsse, die auf Sicherheits-, Verteidigungs- und Rüstungspolitik einwirken bzw. von diesen ausgehen, zu beurteilen und daraus Folgerungen für strategische Überlegungen und den Einsatz von Streitkräften zu ziehen.

Insbesondere werden die Absolvent*innen befähigt,

  1. historisch bestimmte Wechselbeziehungen zwischen Gesellschaft, Politik und Kriegsführung zu analysieren, langfristige Auswirkungen von Phasen und Entwicklungen deutscher Militärgeschichte und ihre Einflüsse auf die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland zu erkennen und diese vor diesem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen der Militär-Ethik im Allgemeinen und der Berufsethik für militärische Führungskräfte im Besonderen zu reflektieren und zu diskutieren und dabei einen begründeten Standpunkt, der den Anforderungen an Mitarbeiter in ministeriellen und internationalen Verwendungen entspricht, zu entwickeln und aktiv zu vertreten,
  2. Grundstrukturen und Probleme der internationalen Ordnung, sowie unter der Berücksichtigung der gesellschaftlichen und historischen Determinanten Deutschlands, den deutschen sicherheitspolitischen Ansatz in einer zunehmend globalisierten Welt zu beurteilen und sich durch methodisch/systematische Informationsaufarbeitung einen analytisch reflektierten Zugang zu ausgewählten Fragestellungen zu verschaffen und zu diesen im ministeriellen Bereich verantwortlich aussage- und auskunftsfähig zu werden,
  3. Grundlagen der Verteidigungs- und Rüstungspolitik sowie Kernelemente der Zusammenarbeit in den Bereichen nationaler und multinationaler Verteidigung und Rüstung zu beurteilen, in die außen-, sicherheits-, finanz- und wirtschaftspolitischen Zusammenhänge einzuordnen und dazu im BMVg bzw. mit anderen Ressorts abgestimmte Informationsvorlagen für die militärische Führung und die politische Leitung zu erarbeiten,
  4. unter Berücksichtigung historischer, gesellschaftlicher und sicherheitspolitischer Rahmenbedingungen sowie theoretischer und methodischer Überlegungen nationale Strategieelemente und Bündnisstrategien zu analysieren, eigenständige Vorschläge zur Weiterentwicklung von aktuellen strategischen Ansätzen und Konzeptionen zu machen und diese unter Zuhilfenahme von ministeriellen Arbeitsverfahren auf politisch-strategischer Ebene zu kommunizieren und abzustimmen,
  5. theoretisch-konzeptionelle Grundlagen, grundsätzliche bzw. aktuelle Problematiken und praktische Ansätze im Bereich der Krisenprävention, -intervention und –nachsorge zu beurteilen, einen abgestimmten ministeriellen Standpunkt zu zivilen und militärischen Aspekten zu entwickeln und diesen im nationalen und internationalen Rahmen, auf politischer bzw. strategischer Ebene, ggf. selbst zu vertreten bzw., aufbauend auf die in der Gemeinsamen Geschäfts­ordnung der Bundesregierung festgelegten Verfahren, politische und militärische Führungsverantwortliche durch vorbereitende Gesprächsunterlagen in die Lage zu versetzen, die Interessen des Verteidigungsressorts in Verhandlungs- und Abstimmungsprozessen wahrzunehmen,
  6. nationale, bilaterale und multinationale Entscheidungsprozesse sowie Entscheidungsprozesse in internationalen Organisationen und das diesbezügliche Zusammenwirken staatlicher und nichtstaatlicher, militärischer und ziviler Akteure zu beurteilen und dazu beispielhaft, in der Funktion eines ministeriellen Referenten bzw. Referatsleiters eingesetzt, ein ressortübergreifend abgestimmtes Konzept zur Krisenbearbeitung zu erstellen, diesbezügliche Entscheidungen vorzubereiten und diese in den dafür vorgesehen Verfahren den Führungsebenen vorzulegen und ggf. danach umzusetzen.

 

Inhalte:

  • Akteure
  • Innere und äußere Sicherheit
  • Vernetzte Sicherheit
  • Soziale Sicherheit
  • Versorgungssicherheit
  • Ökologie und Energiesicherheit
  • Menschliche Sicherheit
  • Regionale Sicherheit
  • Kooperative Sicherheit
  • Instrumente der Sicherheit
  • Verteidigungs- und Rüstungspolitik
  • Rüstung
  • Rüstungskontrolle
  • Globalisierung
  • Stabilität
  • Risiken und Herausforderungen
  • Strategisches Denken
  • Sicherheits-, Militärstrategie
  • Konzepte und konzeptionelle Darlegungen
  • Multilaterale Ansätze
  • Bündnisse
  • Bilaterale Bemühungen
  • Arbeitsmethoden der Obersten Bundesbehörden
  • Prozesse der Entscheidungsvorbereitung und Entscheidungsfindung im sicherheitspolitischen Bereich

(2) Drei Grundlagenmodule im ersten Studienjahr an der HSU / UniBw H.

Art des Moduls: Pflichtmodul

Arbeitsaufwand: 5 ECTS-Leistungspunkte und ca. 140 Stunden (Präsenzphasen: je 24 Stunden; Selbststudienphase: 90 Stunden)

Dauer: ein Trimester

Qualifikationsziele:
Die Absolvent*innen

  1. wissen um die ökonomischen, historischen und politischen Implikationen strategischer Konzepte, kennen die Geschichte des strategischen Denkens wie auch die Vielfalt der Strategiebegriffe und der Methoden für die Begründung strategischer Urteile,
  2. sind mit den Methoden der Wirtschaftswissenschaft, der historischen und politischen Wissenschaften zur Beurteilung strategischer Entscheidungen vertraut und
  3. in der Lage, strategische Urteile zu fällen und begründend herzuleiten im Zusammenhang von Theorien und Erkenntnissen dieser Wissenschaften. Sie wissen ihre strategischen Urteile sys-tematisch einzuordnen in den größeren Disziplinzusammenhang der mit strategischen Fragen befassten.

 

Inhalte:
Das Modul „Strategie in wissenschaftlicher Perspektive“ vertieft und reflektiert das im Rahmen des LGAN praktisch Erlernte auf dem Gebiet der Militärstrategie wissenschaftlich. Schwerpunkt sollen dabei diejenigen Inhalte sein, die im Rahmen der Ausbildung im LGAN nicht zentral wissenschaftlich eingeführt und reflektiert waren, d.h. v.a. die Geschichte der Strategie sowie ökonomische und verhaltenswissenschaftliche Aspekte strategischen Denkens nebst spieltheoretische Perspektiven. Diese sollen im Rahmen von einführenden Vorlesungen vermittelt werden. Auf dieser disziplinären Grundlage sollen in Wahlpflichtseminarform (Auswahl aus einer Mehrzahl parallel angebotener gemeinsamer Veranstaltungen der beteiligten Fachvertreter) Konfliktdynamiken analysiert und beurteilt werden, um die erworbenen theoretischen Kenntnisse interdisziplinär zu vertiefen.

Bei dieser interdisziplinären Herangehensweise sollen Gesichtspunkte als Vergleichskategorien einen besonderen analytischen Wert gewinnen, die in den Einzelwissenschaften separat studiert werden: Aggression, Mediatisierung, das Verhältnis zwischen segmentären und sedentären Gemeinschaften, failed und failing states und unterschiedliche Typen der Staatlichkeit, Gesichtspunkte der Institutionenökonomik, die Funktionen sozialer Identitäten und Leitbilder. Ein wichtiger Bestandteil der Bearbeitung wird in der Geschichte des Denkens über Konflikte und den Umgang mit ihnen liegen. Zu den Phänomenen, die vergleichend und eingehend untersucht werden, gehören Piraterie und Piraten, Finanz- und Währungskrisen, Kriege als Lern- und Anpassungsprozesse, Konflikte zwischen sedentären, staatlich verfassten und segmentär-akephalen Gesellschaften, die Bewältigung von Konflikterfahrungen und deren Einfluss auf die Herausbildung von Institutionen des Konfliktaustrages, Konflikt und Organisation. Ein thematischer Kern der Arbeit ist das typologische Studium von Konflikten und ihren Dynamiken. Die Untersuchung von Konfliktdynamiken schließt im Rahmen des MFIS-Studienganges eine wissenschaftliche Lücke in der Lehre und dürfte kaum besser gelingen als durch die Zusammenarbeit der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr und der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg mit seinen Anschluss- und Kooperationsmöglichkeiten mit der in Hamburg entstandenen scientific community, die sich mit Fragen von Frieden und Sicherheit befasst: die Universität Hamburg (Institut für Friedens- und Sicherheitspolitik), die Akademie der Wissenschaften, das Institut für Theologie und Frieden und das Bundeswehrkrankenhaus bilden in Hamburg hochkarätige Forschungseinrichtungen, deren Expertise sich im Rahmen dieses interdisziplinären Moduls oder darauf aufbauenden Masterarbeiten gewinnbringend einbeziehen lässt und eine enge Verzahnung von Lehre und Forschung möglich macht.

Art des Moduls: Pflichtmodul

Arbeitsaufwand: 5 ECTS-Leistungspunkte und ca. 140 Stunden (Präsenzphasen: je 24 Stunden; Selbststudienphase: 90 Stunden)

Dauer: ein Trimester

Qualifikationsziele:
Die Absolvent*innen können

  1. Themen und Problemstellungen der Führung in Teams, Organisationen und Netzwerken struk-turieren und methodisch elaboriert reflektieren,
  2. ihrer bisherigen Erfahrungen des Führens und Geführt-werdens auf den verschiedenen Ebenen des Führungshandelns kompetent zu bewerten,
  3. situationsadäquat und unter Nutzung ihr Systemverständnis für sozialwissenschaftliche und ökonomische Führungstheorien Strukturen und Prozesse der Führung in komplexen Organisationen gestalten.

 

Inhalte:
Das Modul integriert theoretische Ansätze aus den Verwaltungs-, den Wirtschaftswissenschaften, der Psychologie sowie der Soziologie. Bearbeitet werden Fragestellungen wie die der Führungs- und Motivationstheorie, der Sozialpsychologie des Führens, des Führens im organisationalen Wandel und des Managements von öffentlichen Organisationen – jeweils vor dem Hintergrund der Erfahrungen, welche die Studierenden in ihrer bisherigen militärischen und zivilen Führungspraxis gewonnen haben. Die führungstheoretischen Ansätze werden im Zuge der Präsenzphasen von Vertreter/inn/en der verschiedenen Disziplinen vorgestellt und im Kontext der jeweils eigenen Erfahrungen der Teilnehmer*innen hinsichtlich des Führens und des Geführt-werdens reflektiert. Die PBL-Phase zwischen den Präsenzen ermöglicht es den Teilnehmer*innen einerseits, die Kenntnisse zu den Theorieansätzen weiter zu vertiefen, und andererseits, konkrete Fragestellungen aus der Führungspraxis vor diesem Hintergrund zu bearbeiten.

Art des Moduls: Pflichtmodul

Arbeitsaufwand: 5 ECTS-Leistungspunkte und ca. 140 Stunden (Präsenzphasen: je 24 Stunden; Selbststudienphase: 90 Stunden)

Dauer: ein Trimester

Qualifikationsziele:
Die Absolvent*innen

  1. kennen wesentliche Ansätze zur systematischen Analyse Internationaler Beziehungen,
  2. verfügen über die Fähigkeit, völkerrechtliche Probleme und Beurteilungen nachzuvollziehen und verständig zu durchdringen und
  3. verstehen die Hauptdeterminanten und Faktoren der wichtigsten Mächtesysteme vor dem Hintergrund der Kenntnis wichtiger Theorien, Sachverhalte und Forschungsansätze. Sie ver-stehen Völkerrechtslehren und Konzepte der Internationalen Beziehungen im Zusammenhang ihrer Nachbardisziplinen, historisch, insbesondere wissenschaftsgeschichtlich einord-nen und zugleich auf die Probleme ihres eigenen beruflichen Umfeldes beziehen.

 

Inhalte:
Das Modul umfasst Ansätze der Völkerrechtslehre, der Politikwissenschaft und der Rechts- und Sozialwissenschaften. Bearbeitet werden Probleme der Friedenssicherung, des Konfliktaustrages, des Vertragswesens und der Internationalen Ordnung im vor dem Hintergrund der Erfahrungen, welche die Hörer*innen in ihrer bisherigen militärischen und zivilen Führungspraxis gewonnen haben.

(3) Das Thesis-Modul im zweiten Studienjahr an der HSU / UniBw H.

Art des Moduls: Pflichtmodul

Arbeitsaufwand: 17 ECTS-Leistungspunkte und ca. 425 Stunden (Präsenzphasen: je 12 Stunden; selbstständige Arbeit: 401 Stunden)

Dauer: ein Trimester

Qualifikationsziele:
Die Absolvent*innen

  1. können das Feld ihrer eigenen beruflichen Tätigkeiten und dessen Probleme im Schnittfeld ver-schiedener Sozialwissenschaften verstehen und sind in der Lage, sich Entwicklung und Stand der Forschung zu erarbeiten und auf dieser Grundlage Fragen, Probleme und Phänomene wissenschaftlich begründet zu beurteilen und
  2. sind auf der Grundlage vielfältiger Methodenkenntnis in der Lage, wissenschaftliche Urteile über diesen Bereich abzugeben und zu begründen (Workshop) und in größerem Zusammenhang selbständig m Feld der eigenen beruflichen Tätigkeit Probleme und Fragestellungen wissenschaftlich zu behandeln und zu lösen (Master’s Thesis) und
  3. können zusammenhängende Probleme aus diesem Bereich wissenschaftlich in geschlossener und geordneter Form erfassen und in übersichtlicher Form darstellen. Sie wissen ihre eigenen Urteile abwägend und begründend abzugeben und aus Stand und Entwicklung der Forschung herzuleiten. Sie vermögen zusammenhängende Probleme zu identifizieren und zu darzustellen, diese mit der notwendigen methodischen Vielfalt wissenschaftlich selbständig in geordneter Form zu behandeln und einen komplexen Zusammenhang nachvollziehbar, begründet und folgerichtig wissenschaftlich darzustellen, auf wissenschaftliche Theorien und Hypothesen zurückzuführen und diese auf empirischer Grundlage zu beurteilen.

 

Inhalte:
Der Workshop im Rahmen des Moduls dient der Einübung und Vertiefung im Bereich eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitens, ggf. unter Überschreitung etablierter Disziplingrenzen. Ziel ist es, ein komplexes Problem unter der Anleitung der Vertreter verschiedener Disziplinen in einer eigenen Arbeit zu vertiefen. Der Kreis dieser Probleme fällt in den Bereich der Sicherheit, der Dynamik, aber auch der Vermeidbarkeit von Konflikten, der militärischen Führung, der Verhaltens- und der Militärökonomie, auch unter historischen und sozialwissenschaftlichen Aspekten. Die Studierenden sollen die Vielfalt strategischen Denkens auch als methodische Vielfalt der an ihm beteiligten Disziplinen kennen und zugleich anwenden lernen.

Die Masterarbeit dient dem Nachweis der erreichten Selbständigkeit im Urteil über Fragen der Sicherheit, der Internationalen Beziehungen, der militärischen Führung und der mit diesen in Beziehung stehenden historischen, gesellschaftlichen, psychischen und ökonomischen Fragen.

Für Ihre erfolgreiche Bewerbung für den Master-Studiengang Militärische Führung und internationale Sicherheit haben wir Ihnen nachfolgend alle nowendigen Informationen kurz und übersichtlich zusammengefasst. Bevor Sie die Bewerbungsunterlagen zusammenstellen, bitten wir Sie die Zugangsvoraussetzungen sorgfältig zu prüfen. Den aktualisierten Immatrikulationsantrag einschließlich der dazugehörigen Datenschutzerklärung und das Informationsblatt zu den einzureichenden Unterlagen für den MFIS finden Sie im Download-Center. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte fristgerecht vor Ablauf der Bewerbungsfrist an die unten genannte Adresse. Wir informieren Sie unverzüglich über den Erhalt Ihrer Bewerbung und halten Sie über den Prozess bis zur Vergabe der Studienplätze auf dem Laufenden.

Zugangsvoraussetzungen

Zu dem Master-Studiengang Militärische Führung und internationale Sicherheit kann zugelassen werden, wer die folgenden Voraussetzungen erfüllt und entsprechende Nachweise erbringt:

(1) Leistungen im Umfang von 240 ECTS-Leistungspunkten durch den Abschluss eines Studiums an einer deutschen oder ausländischen Hochschule
(2) eine mindestens zweijährige berufspraktische Tätigkeit, davon mindestens ein Jahr mit Führungsverantwortung, nach Erwerb des berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses
(3) die Zulassung zum Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst National (LGAN) der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) oder gleichwertige Ausbildung


Ihre Bewerbungsunterlagen

Bitte reichen Sie die folgenden Unterlagen im Original oder als beglaubigte Kopie (des Originals) ein. Bei fremdsprachigen Dokumenten bitte eine beglaubigte deutsche oder englische Übersetzung beifügen.

(1) Abschlussdokumente Ihres letzten bzw. höchsten Hochschulabschlusses (mind. 240 ECTS-Leistungspunkte) (Zeugnis und Urkunde)
Dazu zählen:
− Diplom- und Magisterabschluss (Univ.; FH nur bei vierjähriger Regelstudienzeit bzw. Intensivstudiengang UniBw M),
− Masterabschluss (Univ. oder FH),
− Bachelorabschluss, soweit er mind. 240 ECTS-LP umfasst (Univ. oder FH)
− Staatsexamen (z.B. Medizin: bitte Approbationsurkunde oder Zeugnis über die ärztliche Prüfung im dritten Abschnitt vorlegen)

(2) vollständig ausgefülltes Immatrikulationsformular

(3) Exmatrikulationsbescheinigung Ihrer ehemaligen Hochschule(n), sofern ein Studium ohne Abschluss blieb

(4) Nachweis über eine mindestens zweijährige berufspraktische Tätigkeit, davon mind. ein Jahr mit Führungsverantwortung, nach Erwerb des berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses (Hinweis: Mit der Zulassung zum LGAN gilt der Nachweis als erbracht.)

(5) LGAN-Urkunde oder Nachweis der Zulassung zum LGAN (Einplanungsbescheid oder Versetzung zur FüAkBw). Ersatzweise: Nachweis gleichwertiger Kenntnisse und Fähigkeiten im Sinne von § 5 Abs. 2 SPO MFIS.

(6) Motivationsschreiben
Bitte führen Sie auf ca. einer Seite aus, aus welchen Gründen Sie den Studiengang MFIS absolvieren möchten. Bitte gehen Sie insbesondere darauf ein, inwiefern die wissenschaftliche Weiterbildung des MFIS für Ihre Berufspraxis von Gewinn sein könnte.

(7) Erklärung zur Bereitschaft, die für den Studiengang festgesetzten Entgelte zu zahlen. (Hinweis: Für Teilnehmer des LGAN derzeit nicht einschlägig.)


Einreichung der Bewerbungsunterlagen

Sie können ihre Bewerbungsunterlagen gerne vorab per Mail an pruefungsamt@hsu-hh.de senden. Den aktualisierten Immatrikulationsantrag einschließlich der dazugehörigen Datenschutzerklärung und das Informationsblatt zu den einzureichenden Unterlagen für den MFIS finden Sie im Download-Center.

Bitte senden Sie die vollständigen Bewerbungsunterlagen mit den beglaubigten Kopien der Orginale per Post zeitnah an folgende Adresse:

Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg
Dezernat III 2
Studiensekretariat / Prüfungsamt
Holstenhofweg 85
22043 Hamburg

Für Fragen zu Ihrer Bewerbung können Sie sich gerne per Mail pruefungsamt@hsu-hh.de an unsere Mitarbeiter*innen im Studiensekretariat / Prüfungsamt wenden.


Vergabe der Studienplätze

Nach dem Erhalt Ihrer Bewerbung per E-Mail erhalten Sie eine automatische Eingangsbestätigung. Bitte senden Sie uns auch die vollständigen Bewerbungsunterlagen mit beglaubigten Kopien der Originale per Post zu. Wir prüfen die Unterlagen auf Vollständigkeit. Falls Unterlagen fehlen sollten, bitten wir um fristgemäße Nachreichung dieser bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist.

Mit Ablauf der Bewerbungsfrist werden alle eingegangenen Bewerbungen vom Studiensekretariat geprüft. Anschließend wird über die Vergabe der Studienplätze an die Bewerber*innen im Prüfungsausschuss entschieden. Übersteigt die Zahl der Bewerbungen die zur Verfügung stehenden Studienplätze, findet ein Auswahlverfahren statt.

Innerhalb von circa 4 Wochen nach Ablauf der Bewerbungsfrist erhalten alle Bewerber schriftlich einen Bescheid über die Zulassung zum Studium oder eine Ablehnung.


Immatrikulation

Mit dem positiven Bescheid über die Zulassung zum Master-Studium Militärische Führung und internationale Sicherheit können sich die Bewerber immatrikulieren. Dem Schreiben liegt eine Informationsbroschüre mit den nächsten Schritten zu Ihrer erfolgreichen Immatrikulation bei.

HSU

Letzte Änderung: 9. Oktober 2019