{"id":289,"date":"2019-12-09T14:05:50","date_gmt":"2019-12-09T13:05:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/utheorie\/?page_id=289"},"modified":"2026-04-01T12:07:02","modified_gmt":"2026-04-01T10:07:02","slug":"forschung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/utheorie\/forschung","title":{"rendered":"Forschung"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Forschungsprojekte<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"9933\" height=\"14043\" src=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/utheorie\/wp-content\/uploads\/sites\/551\/2026\/04\/dimodi-poster-sdu_v2.jpg\" data-credit=\"dimodi\" alt=\"\" class=\"wp-image-929\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Projekt DIMODI \u2013 Dimensions of Distance in Remote, Virtual Collaborations ist ein durch die Europ\u00e4ische Union im Rahmen des Programms Erasmus+ gef\u00f6rdertes Kooperationsvorhaben in der Erwachsenenbildung. Vor dem Hintergrund einer nachhaltig ver\u00e4nderten Bildungslandschaft seit der COVID-19-Pandemie adressiert DIMODI die zunehmende Bedeutung virtueller und hybrider Lern- und Arbeitsumgebungen. Dabei geht das Projekt von der zentralen Annahme aus, dass r\u00e4umliche Distanz in digitalen Kontexten nicht hinreichend ist, um die Herausforderungen virtueller Zusammenarbeit zu erkl\u00e4ren. Vielmehr wird \u201eDistanz\u201c als ein mehrdimensionales Konstrukt verstanden, das kognitive, soziale und p\u00e4dagogische Aspekte umfasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Theoretisch verankert ist das Projekt in etablierten Konzepten wie der Transaktionalen Distanz, der Social Presence Theory sowie Ans\u00e4tzen zur kognitiven Belastung in virtuellen Teams. Aufbauend auf diesen Grundlagen verfolgt DIMODI das Ziel, die unterschiedlichen Dimensionen von Distanz systematisch zu identifizieren, zu operationalisieren und durch gezielte didaktische Interventionen zu reduzieren. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung eines evidenzbasierten Modells, das Lehrenden und Lernenden in der Erwachsenenbildung praxisnahe Werkzeuge zur Gestaltung effektiver virtueller Kollaboration bereitstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Methodisch basiert das Projekt auf einem iterativen Mixed-Methods-Ansatz im Sinne der Aktionsforschung. \u00dcber einen Zeitraum von 36 Monaten werden Bedarfsanalysen, ko-kreative Entwicklungsprozesse, Pilotierungen in realen Bildungskontexten sowie evaluative Ma\u00dfnahmen kombiniert. Ziel ist es, sowohl wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse als auch konkrete, anwendungsorientierte Produkte zu generieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den erwarteten Ergebnissen z\u00e4hlen unter anderem ein validiertes konzeptionelles Rahmenmodell zur Beschreibung virtueller Distanz, ein praxisorientiertes Toolkit f\u00fcr Lehrende sowie Instrumente zur Kompetenzmessung in der virtuellen Zusammenarbeit. Dar\u00fcber hinaus soll das Projekt zur nachhaltigen Verbesserung der Lehr- und Lernqualit\u00e4t in digitalen Settings beitragen, indem es die p\u00e4dagogische Handlungskompetenz st\u00e4rkt, die Lernendenbindung erh\u00f6ht und transnationale Kooperationen im Bereich der Erwachsenenbildung f\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p>DIMODI leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung evidenzbasierter Ans\u00e4tze in der digitalen Erwachsenenbildung und adressiert zentrale Herausforderungen moderner, technologiegest\u00fctzter Lernumgebungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Hinweise zum DIMODI-Projekt finden Sie unter folgendem Link:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/work-live-stay.dk\/vores-projekter\/dimodi\" rel='nofollow'>https:\/\/work-live-stay.dk\/vores-projekter\/dimodi<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">LegiP &#8211; Legitimierung intersektoraler Partnerschaften: Akteursstrategien in der institutionellen Komplexit\u00e4t von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft<\/h2>\n\n\n\n<p>Intersektorale Partnerschaften sind kollaborative Arrangements, in denen Akteure aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Sektoren (Staat, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) Ressourcen und Informationen teilen, um mit gemeinsamen Zielen an gesellschaftlichen Problemen zu arbeiten. Ein wesentlicher Treiber der Verbreitung dieser Governance-Formen ist die Annahme, dass Partner mit verschiedenen sektoralen Hintergr\u00fcnden \u00fcber unterschiedliche Ressourcen und F\u00e4higkeiten verf\u00fcgen und gesellschaftliche Probleme effektiver gel\u00f6st werden, wenn diese Komplementarit\u00e4ten mit dem Ziel der \u00f6konomischen, sozialen und \u00f6kologischen Wertsch\u00f6pfung genutzt werden.<br><br>In der bisherigen Forschung \u00fcberwiegt eine strukturelle Perspektive auf die Entstehungs- und Erfolgsbedingungen, die Ausgestaltung sowie Wirkungen intersektoraler Partnerschaften. Eine interaktionistische Perspektive auf die Mikroebene individueller Akteure, die in den Partnerschaften zusammenarbeiten, ist dagegen noch unterentwickelt. Diese Akteure sind nicht passive Empf\u00e4nger der unterschiedlichen sektoralen Rahmenbedingungen und Erwartungsstrukturen von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, sondern sie k\u00f6nnen ihnen zum Zweck der Legitimit\u00e4tssicherung aktiv und strategisch begegnen. Die Legitimierung intersektoraler Partnerschaften ist insofern untersuchungsbed\u00fcrftig, als ihr Erfolg nicht allein von ihrer funktionalen Effizienz, sondern auch von ihrer&nbsp; gesellschaftlichen Legitimit\u00e4t abh\u00e4ngt, sie aber aufgrund ihrer institutionellen Mehrdeutigkeit eine diffuse Zuschreibungseinheit von Legitimit\u00e4t sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Forschungsvorhaben tr\u00e4gt dazu bei, die individuelle Akteursebene in intersektoralen Partnerschaften theoretisch und empirisch zu erfassen und in Wechselbeziehung zu \u00fcbergeordneten organisationalen und sektoralen Kontexten zu stellen. Im Vordergrund stehenden die folgenden Forschungsfragen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie schlagen sich die sektoralen Logiken von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie die organisationalen Logiken von \u00f6ffentlichen, privaten und Nonprofit-Organisationen in Identit\u00e4tsanspr\u00fcchen und Interpretationsmustern von Akteuren nieder, die in intersektoralen Partnerschaften zusammenarbeiten?<\/li>\n\n\n\n<li>Mit welchen Handlungsstrategien begegnen die Akteure den potenziell konflikt\u00e4ren Logiken ihrer Sektoren und Organisationen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie wirken sich die Handlungsstrategien der Akteure auf die Entstehung und Sicherung interner und externer Legitimit\u00e4t der Partnerschaft aus, und in welchem dynamischen Wechselverh\u00e4ltnis stehen diese interne und externe Legitimit\u00e4t?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Als theoretischer Rahmen dient uns das im soziologischen Institutionalismus entwickelte Konzept der institutionellen Logik. Das Forschungsvorhaben folgt<br>einem prozessorientierten Fallstudiendesign und untersucht trisektorale Partnerschaften in drei Tiefenfallstudien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dauer<\/strong><br>07\/2018-06\/2021<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kooperationspartner<\/strong><br><a href=\"http:\/\/www.hsu-hh.de\/utheorie\/\"><abbr title=\"Professor\">Prof.<\/abbr> <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Markus G\u00f6bel<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.ufo.uni-hannover.de\/prof_weber.html\" rel='nofollow'><abbr title=\"Professor\">Prof.<\/abbr> <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Christiana Weber<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.wiso.uni-hamburg.de\/fachbereich-sozoek\/professuren\/vogel-rick\/team\/vogel-rick.html\" rel='nofollow'><abbr title=\"Professor\">Prof.<\/abbr> <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Rick Vogel<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Projektmitarbeiterin<\/strong><br>Barbara Herbert <abbr title=\"Master of Science\">M.Sc.<\/abbr><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Drittmittelgeber<\/strong><br>Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschungsprojekte Das Projekt DIMODI \u2013 Dimensions of Distance in Remote, Virtual Collaborations ist ein durch die Europ\u00e4ische Union im Rahmen des Programms Erasmus+ gef\u00f6rdertes Kooperationsvorhaben in der Erwachsenenbildung. 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