{"id":1326,"date":"2021-10-01T10:17:29","date_gmt":"2021-10-01T08:17:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ti\/?page_id=1326"},"modified":"2021-10-01T10:22:09","modified_gmt":"2021-10-01T08:22:09","slug":"leistungsbewertung-von-rechensystemen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ti\/leistungsbewertung-von-rechensystemen","title":{"rendered":"Leistungsbewertung von Rechensystemen"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><\/h1>\n\n\n\n<p>Heutzutage erf\u00fcllen eine Vielzahl mikroprozessorbasierter eingebetteter Systeme (embedded systems) die unterschiedlichsten Aufgaben mit Echtzeitanforderungen. Entsprechend der Bandbreite der Anwendungen existieren eine Gro\u00dfzahl von Microcontrollern, die sich in ihrer Leistung, ihrer Funktion sowie im Preis unterscheiden. Um w\u00e4hrend der Definitionsphase eines eingebetteten Systems eine qualifizierte Entscheidung treffen zu k\u00f6nnen, bedarf es der Untersuchung einer Reihe von&nbsp;Hardware-\/Softwarel\u00f6sungen hinsichtlich der geforderten Echtzeiteigenschaften und der Kosten. In dieser Phase kann ein Simulator die Entscheidungsfindung unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Z.B. liefert ein Verhaltenssimulator (behavioural simulator) auf Architekturebene die notwendige Geschwindigkeit, um selbst gro\u00dfe Softwareprojekte auf der simulierten&nbsp;Hardware&nbsp;ablaufen lassen zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig erlaubt die zeitliche Aufl\u00f6sung von einem Taktzyklus noch eine exakte Angabe \u00fcber die Ausf\u00fchrungszeit von Programmen. Mit Hilfe solch eines Simulators kann die Funktionst\u00fcchtigkeit und Effektivit\u00e4t verschiedener Schaltungskonfigurationen verifiziert werden (Rapid Prototyping). Ist die Entscheidung zugunsten der Funktionalit\u00e4t einer Schaltung gefallen, dann kann das Simulationsmodell an die Softwareentwickler weitergegeben werden und damit die weitere Entwicklung der Hard- und&nbsp;Software&nbsp;parallel erfolgen (HW\/SW-Codesign). Das virtuelle Zielsystem erm\u00f6glicht einer ganzen Gruppe von Softwareentwicklern ein voneinander unabh\u00e4ngiges Testen ohne auf einen Prototypen der&nbsp;Hardware&nbsp;mit einem In-Circuit Emulator angewiesen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Professur f\u00fcr Technische Informatik ist&nbsp;bzw.&nbsp;war an folgenden OMI-Projekten der EU mit der Entwicklung von Architektursimulatoren beteiligt:<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:38px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>SMILE (SPARC Macrocell and Interface Library Elements<\/strong>)<br><em>Projektende: Oktober 1995<\/em><br><em><strong>SMASH<\/strong> (<strong>S<\/strong>PARC <strong>M<\/strong>acrocell <strong>A<\/strong>rchitecture <strong>S<\/strong>imulator Hamburg)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Merkmale:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>SUN-Workstation unter SUNOS 4.1.X \/ Solaris 2.X als Hostrechner<\/li><li>Modulares Konzept<\/li><li>Taktgenaue, schnelle Simulation eingebetteter, auf der SPARC Architektur basierender Mikroprozessorsysteme (ca. 3500 Instruktionen pro Sekunde bei einer typischen Applikation, simuliert auf einer SPARCstation 10)<\/li><li>Verifikation der Applikations-\/Anwendungssoftware auch ohne Existenz einer Zielhardware<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Anwendung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Entwicklung von SPARC-basierten eingebetteten Mikroprozessorsystemen f\u00fcr Echtzeitanwendungen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><strong>ASAP<\/strong> (<strong>A<\/strong>nalysis of <strong>S<\/strong>imulated <strong>A<\/strong>rchitectures <strong>P<\/strong>erformance)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Merkmale:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>SUN-Workstation unter SUNOS 4.1.X \/ Solaris 2.X<\/li><li>X-Windows basiertes graphisches Benutzerinterface f\u00fcr Openlook oder Motif<\/li><li>Universelles Datenformat (aus SMASH \u00fcbernommen) f\u00fcr Simulations-Ergebnisse als Eingabedaten<\/li><li>&#8222;C&#8220; \u00e4hnliche Syntax der Kommandosprache zur Definition der Verarbeitungsschritte<\/li><li>Darstellung der Ergebnisdiagramme auf dem Bildschirm oder in einer PostScript-Datei als Punkt-, Linien- oder Balkendiagramm<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Anwendung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Filterung, Aufbereitung und Visualisierung von Simulationsdaten zur Unterst\u00fctzung der Leistungsanalyse von Echtzeit-Rechensystemen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><strong>EURICO (European RISC Core for Multimedia(DSP and Embedded Control)<\/strong><br><em>Projektbeginn: Oktober 2995<br>Laufzeit: 36 Monate<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Merkmale:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Beschreibung des simulierten Systems auf Architekturebene<\/li><li>Taktgenaue, schnelle Simulation eingebetteter Mikroprozessorsysteme<br>(Zur Zeit existieren Verhaltensbeschreibungen f\u00fcr Mikroprozessoren der Firma Hyperstone)<\/li><li>Kombination aus ereignis- und zeitgesteuerter Simulation<\/li><li>Implementierungssprache C++<\/li><li>Modulares Konzept<\/li><li>PC&nbsp;unter Windows NT 4.0 als Hostrechner<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Anwendung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Entwicklung von eingebetteten Systemen mit Echtzeitanforderungen<\/li><li>Verifikation der Applikationssoftware auch ohne Existenz einer Zielhardware<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>\u00dcber den Sachstand des Projektes wurde in neueren&nbsp;Ver\u00f6ffentlichungen&nbsp;berichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heutzutage erf\u00fcllen eine Vielzahl mikroprozessorbasierter eingebetteter Systeme (embedded systems) die unterschiedlichsten Aufgaben mit Echtzeitanforderungen. 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