{"id":1971,"date":"2023-12-20T17:01:32","date_gmt":"2023-12-20T16:01:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/systpaed\/?page_id=1971"},"modified":"2023-12-21T09:22:19","modified_gmt":"2023-12-21T08:22:19","slug":"cerny","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/systpaed\/abgeschlossene-diss-und-habil\/cerny","title":{"rendered":"Doreen Cerny: Schule-Gesellschaft-Professionalisierung"},"content":{"rendered":"\n<p>Die monographisch angelegte Habilitation \u00bbSchule-Gesellschaft-Professionalisierung: Der Einfluss von Erfahrungsr\u00e4umen auf das Handeln von Lehrer*innen\u00ab wurde 2022 an der Helmut Schmidt-Universit\u00e4t\/Universit\u00e4t der Bundeswehr Hamburg von Doreen Cerny eingereicht. Im Juli 2023 wurde das Habilitationsverfahren abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auseinandersetzung mit dem Verst\u00e4ndnis von Profession und den Diskursen \u00fcber Professionalisierung und Professionalit\u00e4t als auch der Entwurf eines erweiterten \u2013 machtheoretischen \u2013 Verst\u00e4ndnisrahmens von Professionalisierung stellt eine erste grundlagentheoretische Positionierung der Habilitation dar. Hier beginnt sich ein roter Faden durch die Arbeit zu ziehen, der in der zweiten grundlagentheoretischen Positionierung weitergef\u00fchrt wird: Es wird zum einen eine historisch-systematische Er\u00f6rterung der kolonialen Vergangenheit der k.u.k.-Monarchie sowie eine post-koloniale Betrachtung von Migration nach dem Zerfall des Habsburgerreichs vorgenommen. Zum anderen wird die Frage nach kolonialer Kontinuit\u00e4t am Beispiel der Migration in \u00d6sterreich diskutiert und die maskierte koloniale Kontinuit\u00e4t in der Arbeitsmigration \u00d6sterreich analysiert. Dar\u00fcber hinaus wird deutlich gemacht, welche Rolle Migration im bildungspolitischen Diskurs \u00d6sterreich spielt und inwiefern sich historisch-etablierte Muster der Arbeitsmigrationspolitik in der Sicht auf Lehrer*innen mit Migrationshintergrund im bildungspolitischen Diskurs wiederfinden lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Leitmotiv der Arbeit ist also die Besch\u00e4ftigung mit der Frage, welche Rolle die Dekonstruktion f\u00fcr das theoretische Erfassen zum Verst\u00e4ndnis von Migration spielt \u2013 ein inhaltlicher Argumentationsstrang. In der Methodologischen Rahmung und dem methodischen Vorgehen, welche klassischerweise der Darstellung der empirischen Studie vorangeht, wird aber neben der Darlegung des methodischen Vorgehens ein zweiter \u2013 methodologischer Argumentationsstrang der Dekonstruktion \u2013 entworfen: Dieser befasst sich mit dem Verst\u00e4ndnis eines dekonstruktiven Zugangs und der Anschlussf\u00e4higkeit an eine rekonstruktive Logik. Die empirische Studie, die dann folgend dargestellt wird, arbeitet das berufsbezogene Handeln von Lehrer*innen mit Migrationshintergrund in \u00d6sterreich und den jeweiligen Erfahrungen, die diesem Handeln zugrunde liegen, heraus. Die Analyse der Daten \u2013 der biographischen Interviews \u2013 wurde mit der dokumentarischen Methode vorgenommen und von der Narrationsstrukturanalyse gest\u00fctzt. Es wurde eine relationale Typenbildung vorgenommen, da diese das Vorgehen war, um die spezifischen Erfahrungen der Lehrer*innen und die \u00dcberschneidungen von Orientierungen differenziert herauszuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der Arbeit verdichtet sich dann der rote Faden erneut, indem die rekonstruierten Zusammenh\u00e4nge zum berufsbezogenen Handeln der Lehrer*innen in eine theoretische Diskussion \u00fcberf\u00fchrt werden und eine post-koloniale Reflexion der Erfahrungen der Lehrer*innen in Gesellschaft erfolgt. Die Arbeit schlie\u00dft mit der Herausarbeitung einer Theorie des \u00bbIntegrativen Lehrer*innenhandelns\u00ab und einem Diskurs \u00fcber die Rolle dekonstruktiver, post-kolonialer, Zug\u00e4nge f\u00fcr die Erziehungs- <abbr title=\"beziehungsweise\">bzw.<\/abbr> Bildungswissenschaft ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Doreen Cerny ist Hochschulprofessorin f\u00fcr Angewandte Erziehungswissenschaft an der P\u00e4dagogischen Hochschule Salzburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Kontakt: Doreen.Cerny@phsalzburg.at<\/p>\n\n\n\n<p>Gutachter*innen der Habilitation:<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr><sup>in <\/sup><abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr><sup>in <\/sup>Juliane Engel (Goethe Universit\u00e4t Frankfurt)<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr><sup>in <\/sup><abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr><sup>in <\/sup>Merle Hummrich (Goethe Universit\u00e4t Frankfurt)<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr> <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Arnd-Michael Nohl (Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t Hamburg\/Universit\u00e4t der Bundeswehr)<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr> i. R. <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Ewald Terhart (Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kommissionsmitglieder im Habilitationsverfahren:<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr><sup>in <\/sup><abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr><sup>in <\/sup>Karin B\u00fcchter<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr><sup>in <\/sup><abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr><sup>in <\/sup>Monika Daseking<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr><sup>in <\/sup><abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr><sup>in <\/sup>Sigrid Hartong<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr> <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Arnd-Michael Nohl<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr><sup>in <\/sup><abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr><sup>in <\/sup>Angelika Paseka (externes Mitglied\/Universit\u00e4t Hamburg)<br><abbr title=\"Universit\u00e4tsprofessor\">Univ.-Prof.<\/abbr><sup>in <\/sup><abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr><sup>in <\/sup>Barbara Sieben<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die monographisch angelegte Habilitation \u00bbSchule-Gesellschaft-Professionalisierung: Der Einfluss von Erfahrungsr\u00e4umen auf das Handeln von Lehrer*innen\u00ab wurde 2022 an der Helmut Schmidt-Universit\u00e4t\/Universit\u00e4t der Bundeswehr Hamburg von Doreen Cerny eingereicht. 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